Gut am Arbeitgeber finde ich
Positiv hervorheben kann ich aus meiner persönlichen Erfahrung leider nur wenig. Ich war über einen längeren Zeitraum im Unternehmen beschäftigt und hatte dadurch einen festen Arbeitsplatz und eine Beschäftigung. Eine nennenswerte persönliche oder berufliche Weiterentwicklung habe ich während dieser Zeit jedoch nicht wahrgenommen.
Verbesserungsvorschläge
* Faire und leistungsgerechte Bezahlung: Gehalt und Verantwortung sollten besser aufeinander abgestimmt werden. Mehr Leistung und zusätzliche Verantwortung sollten sich auch finanziell widerspiegeln.
* Mehr Wertschätzung: Gute Arbeit und zusätzliches Engagement sollten von den Vorgesetzten anerkannt und entsprechend honoriert werden.
* Bessere Kommunikation: Mitarbeiter sollten bei Fragen und Problemen mehr Unterstützung erhalten. Gespräche über Gehalt, Weiterbildung und Entwicklung sollten ernst genommen und lösungsorientiert geführt werden.
* Gerechtere Aufgabenverteilung: Die Arbeitsbelastung sollte innerhalb gleicher Positionen fairer verteilt werden, damit nicht einzelne Mitarbeiter dauerhaft deutlich mehr Verantwortung tragen.
* Bessere Karriere- und Weiterbildungsmöglichkeiten: Mitarbeitern sollten konkrete Entwicklungsperspektiven und Weiterbildungsmöglichkeiten angeboten werden.
* Bessere Arbeitsbedingungen: Bei Arbeitskleidung, Ausstattung und allgemeinen Arbeitsbedingungen sollte stärker auf Qualität und Wertschätzung geachtet werden.
* Mehr Vertrauen bei Arbeitszeiten: Kleine Abweichungen bei den Stempelzeiten sollten nicht jedes Mal zu unverhältnismäßigen Diskussionen führen. Hier wäre mehr gegenseitiges Vertrauen wünschenswert.
* Mitarbeiterzufriedenheit ernst nehmen: Einsparungen sollten nicht hauptsächlich auf Kosten der Mitarbeiter gehen. Zufriedene und motivierte Mitarbeiter sind langfristig ein wichtiger Faktor für Qualität und Produktivität.
* Langfristige Personalpolitik: Statt ständig mehr Leistung und Verantwortung zu verlangen, sollte stärker darauf geachtet werden, Mitarbeiter langfristig zu halten und ihnen eine attraktive berufliche Perspektive zu
Arbeitsatmosphäre
Die Arbeitsatmosphäre empfand ich als katastrophal. Vorgaben und Druck von oben werden größtenteils nach unten weitergegeben, während gleichzeitig erwartet wird, dass man möglichst alles erledigt – teilweise auch Aufgaben, die deutlich über die eigene Position hinausgehen. Die Arbeitsbelastung steht dabei meiner Meinung nach in keinem angemessenen Verhältnis zur Vergütung. Insgesamt entsteht dadurch ein hoher Druck und wenig Wertschätzung für die geleistete Arbeit.
Image
Das Image des Unternehmens kann ich nur aus meiner persönlichen Erfahrung beurteilen. Zu Beginn war ich durchaus stolz darauf, dort zu arbeiten. Mit der Zeit hat sich dieser Eindruck jedoch aufgrund der bereits genannten Punkte deutlich ins Negative entwickelt.
Versprechen in Bezug auf Gehalt, Weiterentwicklung und Zukunftsperspektiven wurden aus meiner Sicht nicht ausreichend eingehalten. Stattdessen wurden die Arbeitsbelastung und die Erwartungen an die Mitarbeiter zunehmend höher, ohne dass sich dies entsprechend bei der Vergütung oder den Entwicklungsmöglichkeiten widerspiegelte.
Ob das öffentliche Bild vollständig dem tatsächlichen Arbeitsalltag entspricht, kann ich nicht beurteilen. Aus meiner Sicht werden jedoch insbesondere die Themen Bezahlung, Wertschätzung und Entwicklungsmöglichkeiten nach außen nicht ausreichend sichtbar.
Aufgrund meiner Erfahrungen würde ich den Arbeitgeber Personen, die sich langfristig beruflich weiterentwickeln und gute Zukunfts- sowie Weiterbildungsmöglichkeiten suchen, eher nicht empfehlen. Auch unter den Mitarbeitern wurde das Unternehmen meiner Wahrnehmung nach überwiegend kritisch bzw. negativ gesehen.
Work-Life-Balance
Die Work-Life-Balance ist aus meiner Sicht schwierig. Es gibt Phasen mit wenig Arbeit, in denen man Minusstunden aufbauen bzw. früher nach Hause gehen soll. Sobald wieder mehr Arbeit anfällt, wird gleichzeitig erwartet, dass man länger bleibt und die entstandenen Minusstunden wieder ausgleicht. Dadurch ist die Arbeitszeit wenig planbar und stark von der aktuellen Auftragslage abhängig. Eine konstante und verlässliche Planung des Privatlebens ist dadurch teilweise schwierig.
Karriere/Weiterbildung
Karriere- und Weiterbildungsmöglichkeiten waren aus meiner Sicht nur sehr begrenzt vorhanden. Zwar wurde teilweise mehr Verantwortung übernommen, jedoch ohne entsprechende finanzielle oder berufliche Weiterentwicklung. Gespräche über Förderung und Weiterbildung führten meiner Erfahrung nach nur selten zu konkreten Möglichkeiten. Insgesamt hatte ich nicht das Gefühl, dass die langfristige Entwicklung der Mitarbeiter ausreichend gefördert wurde.
Gehalt/Benefits
Gehaltstechnisch empfand ich die Situation als katastrophal. Es wurde aus meiner Sicht jeder Cent umgedreht und gleichzeitig immer mehr Leistung und Verantwortung erwartet, ohne dass sich dies entsprechend in der Bezahlung widerspiegelte. Bei Gesprächen über Gehalt oder Weiterentwicklung wurden häufig Sparmaßnahmen als Begründung genannt.
Dementsprechend war es wenig überraschend, dass die Bezahlung unter den Mitarbeitern immer wieder Gesprächsthema Nummer eins war. Viele Kollegen waren mit der finanziellen Situation unzufrieden und haben sich entsprechend darüber ausgetauscht.
Benefits gab es aus meiner Sicht kaum. Abgesehen von Urlaubs- und Weihnachtsgeld waren keine nennenswerten zusätzlichen Leistungen vorhanden. Auch diese Sonderzahlungen empfand ich im Verhältnis zur Arbeitsleistung und zum Grundgehalt als eher gering. Insgesamt stimmte für mich das Verhältnis zwischen Leistung, Verantwortung und Vergütung nicht.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Beim Thema Mülltrennung und Recycling wurde grundsätzlich darauf geachtet und entsprechende Vorgaben wurden umgesetzt. Allerdings wurde teilweise schon bei kleineren Fehlern sehr stark durch die Vorgesetzten kritisiert, anstatt diese sachlich zu behandeln.
Beim sparsamen Umgang mit Energie und Ressourcen wurde insbesondere im operativen Bereich aus meiner Sicht an der falschen Stelle gespart. In den Hallen wurde beispielsweise stark auf die Heizkosten geachtet. Teilweise gingen Vorgesetzte sogar in die Toiletten, um die Heizung herunterzudrehen, obwohl sich Mitarbeiter dort aufhielten, um sich aufzuwärmen. Gleichzeitig hatte man den Eindruck, dass in den Büros deutlich weniger auf die Raumtemperatur bzw. Heizkosten geachtet wurde. Diese unterschiedliche Behandlung empfand ich als wenig nachvollziehbar.
Auch beim sozialen Bewusstsein sehe ich deutlichen Verbesserungsbedarf. Themen wie faire Bezahlung, Wertschätzung, Förderung und Weiterbildung sowie die Gleichbehandlung der Mitarbeiter wurden aus meiner Sicht nicht ausreichend berücksichtigt. Insgesamt hatte ich nicht das Gefühl, dass die Zufriedenheit und das Wohlbefinden der Mitarbeiter im operativen Bereich den Stellenwert hat.
Kollegenzusammenhalt
Die Zusammenarbeit auf gleicher Ebene ist grundsätzlich in Ordnung. Man versteht sich untereinander und kann vernünftig zusammenarbeiten. Allerdings drehen sich Gespräche unter den Kollegen häufig um die hohe Arbeitsbelastung, die Vergütung und fehlende finanzielle Entwicklungsmöglichkeiten. Dadurch entsteht insgesamt eine eher unzufriedene Stimmung im Team. Die Zusammenarbeit an sich funktioniert, die Rahmenbedingungen wirken sich jedoch deutlich auf die Stimmung unter den Kollegen aus.
Umgang mit älteren Kollegen
Dazu kann ich nur wenig sagen, da an unserem Standort die meisten Mitarbeiter noch relativ neu waren und niemand deutlich länger als drei bis vier Jahre im Unternehmen war. Was ich allerdings sagen kann: Unter den Kollegen waren die Gespräche häufig weniger auf die eigentliche Arbeit bezogen, sondern drehten sich vielfach um die aus unserer Sicht unzureichende Bezahlung und fehlende finanzielle Entwicklungsmöglichkeiten. Der Wunsch nach einem Arbeitgeberwechsel zu besseren Konditionen war dabei ein wiederkehrendes Thema.
Vorgesetztenverhalten
Das Vorgesetztenverhalten empfand ich als katastrophal. Gerade bei Gesprächen über Gehalt oder Weiterentwicklung entsteht der Eindruck, dass vor allem darauf geachtet wird, Kosten zu sparen und jeden Cent umzudrehen. Gute Leistungen und zusätzliches Engagement werden aus meiner Sicht dabei nur unzureichend anerkannt oder wertgeschätzt. Insgesamt fehlt mir hier deutlich die Anerkennung für die geleistete Arbeit.
Arbeitsbedingungen
Die Arbeitsbedingungen waren aus meiner Sicht nicht zufriedenstellend. Bei der Arbeitskleidung wurden teilweise neue Artikel ausgegeben, teilweise jedoch auch bereits getragene bzw. lediglich gewaschene Kleidung von ehemaligen Kollegen an neue Mitarbeiter weitergegeben. Teilweise war die Kleidung zudem nicht in einem angemessenen Zustand. Gerade bei einem Unternehmen dieser Größe empfand ich das als wenig wertschätzend gegenüber den Mitarbeitern.
Ich habe grundsätzlich Verständnis dafür, dass Kosten eingespart werden müssen. Allerdings sollte dies aus meiner Sicht nicht auf Kosten der Mitarbeiterzufriedenheit und der Arbeitsbedingungen geschehen. Zufriedene Mitarbeiter wirken sich letztendlich auch auf Motivation und Arbeitsqualität aus – davon war im Arbeitsalltag leider wenig zu spüren.
Auch bei den Arbeitszeiten und Stempelzeiten gab es immer wieder unnötige Diskussionen. Selbst wenn es lediglich um eine halbe Stunde früheres Gehen oder längeres Bleiben ging, wurde daraus teilweise eine unverhältnismäßig große Diskussion gemacht. Dies hat den Eindruck vermittelt, dass selbst bei kleinen zeitlichen Abweichungen sehr stark kontrolliert und wenig Vertrauen entgegengebracht wurde.
Kommunikation
Die grundlegenden Aufgaben werden zwar kommuniziert, allerdings fehlt es häufig an Unterstützung, sobald Rückfragen oder Probleme auftreten. Man hat oftmals das Gefühl, mit seinen Anliegen alleine gelassen zu werden. Auch Gespräche über Weiterentwicklung, Förderung oder eine angemessene Vergütung führen aus meiner Sicht selten zu konkreten Lösungen. Als Begründung wird häufig auf Sparmaßnahmen und die wirtschaftliche Situation anderer Standorte verwiesen. Insgesamt wirkt die Kommunikation dadurch wenig lösungsorientiert und teilweise schwer nachvollziehbar.
Gleichberechtigung
Grundsätzlich war die Gleichberechtigung unter den Mitarbeitern gegeben. Allerdings empfand ich die Verteilung der Aufgaben teilweise als unausgewogen. Mitarbeiter auf derselben Position hatten teilweise deutlich unterschiedliche Arbeitsbelastungen, da zusätzliche Aufgaben und Verantwortlichkeiten nicht immer gleichmäßig verteilt wurden. Dadurch entstand stellenweise das Gefühl, dass Verantwortung und Arbeitsaufwand nicht bei allen Mitarbeitern auf derselben Ebene vergleichbar waren.
Interessante Aufgaben
Die Aufgaben waren grundsätzlich abwechslungsreich und mit Verantwortung verbunden. Allerdings wurde aus meiner Sicht deutlich zu viel Verantwortung und Leistung für die gebotene Vergütung erwartet. Dadurch verliert die grundsätzlich interessante Tätigkeit leider an Attraktivität. Gerade das Verhältnis zwischen Verantwortung, Arbeitsaufwand und Bezahlung empfand ich als nicht angemessen.