Schnelles Tempo, wechselhafte Personalpolitik
Gut am Arbeitgeber finde ich
Positiv hervorzuheben ist die Freiheit in der Arbeitsgestaltung.
Sofern es die Position zulässt, kann man seine Aufgaben sehr flexibel einteilen und eigenständig arbeiten. Veränderungen und neue Ideen werden gehört und abgewogen, was Gestaltungsspielraum und Mitdenken ermöglicht. Dieses Vertrauen und die Offenheit für Vorschläge empfinde ich als klaren Pluspunkt.
Verbesserungsvorschläge
Ein Aspekt, den ich herausfordernd finde, ist die unausgewogene Präsenzkultur. Mitarbeiter:innen, die überwiegend im Büro arbeiten, scheinen bei der Geschäftsleitung sichtbarer zu sein und dadurch häufiger Einfluss auf Entscheidungen zu erhalten. Zwar ist das moderne Büro attraktiv gestaltet und soll zur Anwesenheit motivieren, dennoch führt diese Praxis dazu, dass Entscheidungskompetenz teilweise danach bewertet wird, wie häufig jemand vor Ort ist – unabhängig von Leistung oder Ergebnissen. Hier besteht aus meiner Sicht Optimierungsbedarf, um gleiche Chancen für alle zu gewährleisten, unabhängig vom Arbeitsort.
Work-Life-Balance
Die Work-Life-Balance hängt stark von der jeweiligen Position ab. Grundsätzlich ist der Workload agenturtypisch erhöht. Zwar bietet das Unternehmen flexible Arbeitszeiten und die Möglichkeit zum Homeoffice, jedoch führt das hohe Pensum häufig dazu, dass die Arbeitsmenge die reguläre Arbeitszeit übersteigt. Wenn Aufgaben nicht innerhalb der vorgesehenen Stunden zu schaffen sind, entstehen entsprechend Überstunden.
Vorgesetztenverhalten
In Bezug auf das Führungsverhalten fällt auf, dass einige Führungskräfte offenbar ohne vorherige Führungsqualifizierung oder Assessment in ihre Rollen gekommen sind. Hier besteht aus meiner Sicht Entwicklungspotenzial.
Gehalt/Benefits
Die Gehaltsstruktur ist sehr uneinheitlich. Während bestimmte Mitarbeitende regelmäßig gefördert und finanziell stark belohnt werden, erhalten andere – selbst nach mehreren Jahren Betriebszugehörigkeit – nur geringe oder gar keine Gehaltsentwicklung. Dadurch entsteht der Eindruck, dass immer dieselben Personen bevorzugt werden, was zu deutlichen Einkommensunterschieden innerhalb des Teams führt.