Beachtliche Expertise im Haus – an der Spitze jedoch weder gefragt noch verstanden
Gut am Arbeitgeber finde ich
Der Arbeitsalltag ist erfreulich entspannt, und die Vereinbarkeit von Familie und Beruf gelingt hier in einem Maße, das ich ausdrücklich zu schätzen weiß.
Verbesserungsvorschläge
Dem Haus wäre sehr gedient, wenn die Leitung den Sachverstand ihrer Mitarbeitenden nicht als Bedrohung, sondern als Ressource begriffe und ihre Entscheidungen auf dieses Fundament stellte. Vertrauen statt Kontrolle, eine Gesprächskultur, in der Einwände als Beitrag gelten, sowie die Bereitschaft, sich mit dem eigentümlichen Wesen und den Abläufen einer Hochschule ernsthaft vertraut zu machen, wären erste und keineswegs unbillige Schritte.
Arbeitsatmosphäre
Das Haus verfügt über Mitarbeitende von beachtlicher Erfahrung und profundem Sachverstand, ein Kapital, das indes kaum zur Geltung gelangt. Insbesondere jenes Vorstandsmitglied, das aus dem hauseigenen Finanzressort an die Spitze aufgerückt ist, greift bis ins Detail in Abläufe ein, deren Sinn und Notwendigkeit sich ihm, so mein Eindruck, auch nach vielen Jahren im Haus nicht erschlossen haben. Fachlich wohlbegründeter Einspruch wird nicht als Beitrag zur Sache, sondern als persönliche Kränkung aufgefasst und nicht selten in scharfem Ton beschieden. Entschieden wird gleichwohl, oft wider den Rat derer, die mit der Materie am besten vertraut sind. Ein Gespräch auf Augenhöhe findet kaum statt. Die Folge ist eine stille Resignation: Viele haben es aufgegeben, sich einzubringen, nicht aus Gleichgültigkeit, sondern aus der ernüchternden Erfahrung, dass es ohnehin nichts fruchtet.
Arbeitsbedingungen
Die Arbeitsbedingungen selbst sind ausgesprochen angenehm: Das Klima im Alltag ist entspannt, und Familie und Beruf lassen sich hier in einer Weise vereinbaren, die man andernorts vergeblich sucht.