Nur wer dort gearbeitet hat, weiß, was wirklich abgeht – Außenstehende würden es nicht für möglich halten!
Gut am Arbeitgeber finde ich
Positiv erwähnen möchte ich den Zusammenhalt vieler Mitarbeitender. Besonders in schwierigen Phasen haben sich viele gegenseitig unterstützt. Die Gründung des Betriebsrats empfand ich als wichtiges Signal für Mitbestimmung und Transparenz, und einige Kolleginnen und Kollegen haben durch persönlichen Einsatz viel zum Arbeitsalltag beigetragen. Dies empfand ich als sehr wertvoll.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Der größte Kritikpunkt aus meiner Sicht bleibt die Führung. Es fehlte an klarer Kommunikation, Transparenz und verlässlicher Präsenz. Besonders während der personellen Veränderungen wirkte die Führung auf mich wenig sichtbar. Insgesamt fehlte aus meiner Wahrnehmung eine stabile Unternehmenskultur sowie eine einheitliche, nachvollziehbare Führungsausrichtung.
Verbesserungsvorschläge
Aus meiner persönlichen Wahrnehmung steht dieses Engagement jedoch im deutlichen Kontrast zur internen Mitarbeiterführung. Ich hoffe, dass das Unternehmen zukünftig auch intern stärker auf Transparenz, Klarheit und Verlässlichkeit setzt.
Arbeitsatmosphäre
Das Unternehmen hat bereits mehrfach versucht, meine Bewertung anwaltlich entfernen zu lassen. Ich habe diese Bewertung deshalb bewusst gekürzt und rein subjektiv formuliert. Ich schildere ausschließlich meine persönlichen Eindrücke und Erfahrungen und beschränke mich auf Punkte, die für mich wesentlich waren. Alles, was ich erwähne, basiert auf eigenen Erlebnissen oder auf Unterlagen, die mir aufgrund meiner Tätigkeit dort vorlagen.
Image
Das Image des Unternehmens wirkte auf mich bereits vor Beginn des Projekts belastet. Die späteren Entwicklungen, insbesondere die Kommunikation und die umfassenden Personalveränderungen, haben meiner Wahrnehmung nach zu weiteren Schwierigkeiten geführt. Nach meiner Einschätzung wird es herausfordernd sein, verloren gegangenes Vertrauen zurückzugewinnen.
Nach meinen Erfahrungen wären grundlegende Veränderungen hilfreich – besonders im Bereich Führung. Die zurückhaltende Kommunikation, die fehlende Transparenz und die zum Teil uneinheitlichen Abläufe haben meiner Meinung nach Vertrauen gekostet. Ein kritischer Blick auf Strukturen und Verantwortlichkeiten könnte aus meiner Sicht ein sinnvoller Schritt sein.
Auch klarere Rahmenbedingungen, nachvollziehbare Entscheidungen und eine offenere Beteiligung der Mitarbeitenden würden nach meinem Eindruck zu mehr Stabilität beitragen. Ebenso wäre eine stärkere Ausrichtung auf eine gesunde Balance zwischen Arbeitsbelastung und persönlichem Wohlbefinden hilfreich.
Work-Life-Balance
Die Work-Life-Balance ist eindeutig verbesserungswürdig.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Mit der Biomethananlage am Küstenkanal, die seit Juli 2024 betrieben wird, leistet das Unternehmen einen wichtigen Beitrag zur regionalen Nutzung landwirtschaftlicher Reststoffe wie Mist und Gülle. Dieses Projekt fördert nicht nur den Klimaschutz und die nachhaltige Kreislaufwirtschaft, sondern unterstützt auch die lokale Landwirtschaft und stärkt die Gemeinschaft in der Region.
Trotz der schwierigen Arbeitsatmosphäre und der problematischen Führungssituation zeigt das Unternehmen in diesem sozialen Projekt echtes Engagement und ein Bewusstsein für gesellschaftliche Verantwortung. Dieses Engagement ist ein positives Zeichen und beweist, dass zumindest in diesem Bereich Anstrengungen unternommen werden, um einen nachhaltigen Beitrag für die Gemeinschaft zu leisten.
Allerdings steht dieses soziale Bewusstsein in starkem Kontrast zur internen Behandlung der Mitarbeitenden. Es bleibt zu hoffen, dass die nordfuel zukünftig auch intern ein ebenso verantwortungsvolles und respektvolles Verhalten an den Tag legt wie im Bereich des sozialen Engagements.
Kollegenzusammenhalt
In den letzten Monaten verschlechterte sich aus meiner Sicht auch das Miteinander. Das Verhältnis zwischen Mitarbeitenden und Führung wirkte zunehmend angespannt. Früher herrschte nach meinem Empfinden ein kollegiales Klima; später nahm ich mehr Zurückhaltung und Unsicherheit wahr. Dies beeinflusste aus meiner Sicht die Zusammenarbeit. Bereits vor den zahlreichen Kündigungen und Aufhebungsverträgen empfand ich die Arbeitsatmosphäre als belastet.
Die allgemeine Unsicherheit im Team war spürbar, da viele Kolleginnen und Kollegen nicht wussten, wie es weitergeht. Ich selbst nahm die Kommunikation seitens der Unternehmensführung als sehr zurückhaltend wahr, was die Unsicherheit zusätzlich verstärkte.
Vorgesetztenverhalten
Der Führungswechsel im März führte bei vielen zunächst zu Hoffnung auf Verbesserungen. Für mich persönlich stellte sich jedoch relativ schnell Ernüchterung ein. Meine subjektive Vermutung ist, dass manche Gehaltsanpassungen zeitlich in Zusammenhang mit späteren personellen Veränderungen standen. Belegen kann ich lediglich, dass von ursprünglich zehn LKW-Fahrern am Ende nur noch zwei im Unternehmen verblieben.
Als besonders schwierig empfand ich, dass es kaum Informationen zur wirtschaftlichen Lage gab. Ich selbst habe damals einen anonymisierten Brief an die Gesellschafter formuliert, in dem ich darum bat, offener mit der Belegschaft über die Situation zu sprechen. Dieser Brief wurde per E-Mail eingereicht und ist belegbar. Aus meiner Sicht hätte eine offenere Kommunikation für mehr Orientierung gesorgt.
Das Verhalten der Führungskräfte empfand ich häufig als unstrukturiert oder wenig unterstützend. Empathie, klare Kommunikation oder wertschätzender Umgang waren aus meiner Sicht nicht ausreichend vorhanden. Besonders während der Phase der personellen Veränderungen entstand bei mir der Eindruck, dass einige Führungskräfte sich zurückzogen. Das hat mein Vertrauen in die Führung zus
Arbeitsbedingungen
Die Ausstattung und Rahmenbedingungen erschienen mir teilweise unterschiedlich, wobei ich nicht erkennen konnte, welche Kriterien bei der Verteilung eine Rolle spielten. Für mich verstärkte dies den Eindruck fehlender klarer Strukturen.
Kommunikation
Es fehlte aus meiner Sicht häufig an klarer und regelmäßiger Kommunikation.
Führungskräfte waren nach meinem Eindruck nur eingeschränkt erreichbar, und bestimmte Abläufe erschienen mir wenig nachvollziehbar. Auch bei Gehaltsanpassungen entstand für mich der Eindruck, dass diese nicht einheitlich gehandhabt wurden.
Die interne Kommunikation empfand ich insgesamt als unzureichend. Informationen kamen nach meinem Eindruck häufig verspätet, und auf Rückfragen gab es teilweise nur kurze oder ausweichende Antworten. Eine kontinuierliche und transparente Informationsweitergabe habe ich persönlich kaum erlebt.
Gleichberechtigung
Eine einheitliche oder transparente Behandlung aller Mitarbeitenden konnte ich persönlich nicht erkennen. Da ich dort selbst gearbeitet habe, hatte ich Einblick , wodurch sich bei mir ein insgesamt uneinheitliches Bild ergab.