Alles eine Frage des Standorts
Gut am Arbeitgeber finde ich
Große Vergangenheit (kultureller und geistiger Reichtum).
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Zehrt von der eigenen Substanz (nicht zuletzt: unterstützt nicht motivierte Arbeitnehmer:innen, die vielleicht nicht mit allem einverstanden aber grundsätzlich loyal sind).
Verbesserungsvorschläge
Auf Fachleute hören - das sind in erster Linie die, die vor Ort die Arbeit machen.
Arbeitsatmosphäre
Meiner Erfahrung nach kann das Miteinander am Arbeitsplatz ganz schnell kippen, wenn jemand sich hochboxen will - es gibt keine Leitplanken für das Miteinander.
Image
... ich glaube, nur die katholische Kirche hat momentan ein schlechteres Image.
Work-Life-Balance
Hängt davon ab, wie viel "lange Leine" einem zugestanden wird. Viele Termine an unbequemen Zeiten (abends, Wochenende, Feiertage) und durch die dünne Personaldecke gibt es wenig Chancen, aus den Verpflichtungen rauszukommen.
Karriere/Weiterbildung
Innerhalb der Blase "Kirche" gut ("Seelsorgekurse", Low-level-Fortbildungen zu fantasievollen Themen, die außerhalb Kirche keine Relevanz haben).
Gehalt/Benefits
Für mich: erfreulich; ich habe aber den Eindruck, dass immer noch versucht wird, mit zu wenig Arbeitsstunden und schlechten Lohngruppen Leute zu bekommen.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Es muss halt billig sein - Künstler:innen werden zu Dumpingpreisen bevorzugt, Caterer nicht nach Qualität oder Nachhaltigkeit sondern nur nach Kosten ausgewählt.
Kollegenzusammenhalt
schwankt zwischen "sehr gut mit flachen Hirarchien" und "problematisch", wenn jemand sein eigenes Süppchen kocht.
Umgang mit älteren Kollegen
Rücksicht auf die Bedürfnisse älterer Kollegen wird meist gewährt.
Vorgesetztenverhalten
Die vorgesetzten Pastor:innen sind nicht in Mitarbeiterführung geschult und sind vom Studium her nicht Teamarbeit gewohnt. Es hängt also vom Einzelfall ab.
Arbeitsbedingungen
Hängt vom Glück vor Ort ab. Eine konkrete Nachfrage nach Wünschen/Mängeln habe ich nie erlebt.
Kommunikation
Findet statt oder auch nicht.
Gleichberechtigung
Ich erlebe eine rein inhaltliche Debatte; das Geschlecht hat keinen Einfluss.
Interessante Aufgaben
Wenn man die Freiheit hat, sich seine Aufgaben zu suchen, gibt es eine Chance auf interessante Arbeit. Allerdings ist das Umfeld "Kirche" natürlich eher dafür prädestiniert, den kleinsten gemeinsamen Nenner zu finden - Niveau und Anspruch werden also häufig misstrauisch beäugt.
