Nach außen gut, intern viel Chaos und wenig Wertschätzung
Gut am Arbeitgeber finde ich
Die Kommunikation im Alltag war grundsätzlich okay und die Work-Life-Balance in Ordnung. Durch die vielen Projekte und Tools kommt man mit unterschiedlichen Themen in Berührung.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Es war insgesamt sehr unruhig. Projekte, Tools und Führungskräfte haben ständig gewechselt, und teilweise wurde man einfach in einen anderen Bereich gesteckt, obwohl das fachlich nicht gepasst hat. Fachliche Unterstützung gab es kaum, und Feedback kam meistens nur, wenn etwas nicht gut lief. Die Organisation war leider ziemlich chaotisch, vieles ging nur über Umwege, und verbessert hat sich in meiner Zeit eher wenig.
Nach außen wird vieles schöngeredet, aber wenn man selbst ehrliches Feedback gegeben hat, kam schnell Gegenwind. Ich hatte den Eindruck, dass kritische Mitarbeiter nicht lange bleiben. In Projekte kommt man eher danach, wo gerade Geld verdient wird, als nach den eigenen Stärken. Als Senior hatte man da kaum eine Wahl. Dazu fand ich mich unterbezahlt, und eine Gehaltserhöhung war ein langer, zäher Kampf.
Verbesserungsvorschläge
Führungskräfte sollten mehr Schulungen im Bereich Soft Skills und Mitarbeiterführung bekommen, und sie sollten nicht ständig wechseln, damit die Mitarbeiter auch mal richtig ankommen können. Bevor jemand in ein anderes Projekt oder einen anderen Bereich geschickt wird, sollte man vorher mit ihm reden und schauen, ob es fachlich passt. Eine bessere Einarbeitung und mehr technische Unterstützung wären wichtig. Feedback von Mitarbeitern sollte ernst genommen werden, statt es als Angriff zu sehen, und auch Lob für gute Arbeit gehört dazu. Beim Gehalt wäre ein klarer und schnellerer Prozess fair, ohne dass man monatelang verhandeln muss.
Arbeitsatmosphäre
Durch die vielen Wechsel war es oft unruhig. Nach außen wird vieles positiv dargestellt, intern habe ich das leider anders erlebt. Kritik war nicht wirklich gern gesehen.
Kommunikation
Im Alltag war die Kommunikation eigentlich okay. Allerdings musste man vieles über Umwege klären, und bis eine Entscheidung kam, hat es oft gedauert.
Kollegenzusammenhalt
Einen richtigen Zusammenhalt habe ich kaum gespürt. Durch die ständigen Wechsel in Projekten und Teams ist nie wirklich etwas zusammengewachsen. Wenn man etwas angesprochen hat, kam eher Gegenwind als Rückendeckung.
Work-Life-Balance
Insgesamt in Ordnung, aber nichts Besonderes. Die Unruhe durch kurzfristige Wechsel und die schlechte Organisation hat schon zusätzlichen Stress gemacht.
Vorgesetztenverhalten
Die Führungskräfte haben sehr oft gewechselt, deshalb war es schwer, eine stabile Zusammenarbeit aufzubauen. Feedback gab es meistens nur, wenn etwas nicht gepasst hat. Lob war selten. Ich denke, ein Training zu Soft Skills und Mitarbeiterführung würde hier vielen helfen.
Interessante Aufgaben
Die Aufgaben waren meistens die gleichen, viel Abwechslung gab es inhaltlich nicht. Man ist eher nach wirtschaftlichen Gesichtspunkten in Projekte gekommen als nach den eigenen Interessen oder Stärken. Eine echte Wahl hatte man dabei kaum. Gerade als Senior hatte ich den Eindruck, dass man ein Projekt annehmen musste, das gerade Geld bringt, weil man sonst schnell auf der Abschussliste steht.
Arbeitsbedingungen
Die Rahmenbedingungen waren durch die schlechte Organisation oft schwierig. Man wurde ohne große Einarbeitung in neue Projekte und Tools geworfen und hatte wenig fachliche Unterstützung. Planbarkeit gab es kaum.
Gehalt/Benefits
Ich fand mich für meine Position unterbezahlt. Für eine Gehaltserhöhung musste man sehr lange diskutieren und überzeugen, und der ganze Prozess hat sich ewig gezogen. Am Ende hatte man eher das Gefühl, man muss um jeden Euro kämpfen, statt dass gute Arbeit von sich aus anerkannt wird.
Image
Nach außen präsentiert sich das Unternehmen gut. Intern habe ich das nicht immer so erlebt, da wird einiges schöngeredet.

