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Bewertung

Fehlende Expertise, keine Entwicklung und Stillstand als Unternehmensprinzip

1,6
Nicht empfohlen
Ex-Angestellte/r oder Arbeiter/inHat bis 2025 im Bereich IT bei Nortal Germany in Berlin gearbeitet.

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

Meiner Wahrnehmung nach fehlte es dem Unternehmen insgesamt an fachlicher Expertise. Viele Mitarbeitende schienen in ihren Bereichen nur wenig Erfahrung mitzubringen und kamen häufig aus fachfremden Richtungen. Zwar gab es einige High-Performer, jedoch hatte ich den Eindruck, dass deren Qualifikation im Umfeld des Unternehmens nicht ausreichend wertgeschätzt wurde und dadurch ihr Potenzial eher gebremst als gefördert wurde.

Für mich bleibt der Gesamteindruck eines Arbeitgebers zurück, der in seiner aktuellen Form weder nachhaltigen Erfolg noch eine attraktive Perspektive für Mitarbeitende bietet.

Verbesserungsvorschläge

Anstatt konstruktiv mit Problemen umzugehen oder Verbesserungen anzustoßen, wurde in meiner Wahrnehmung oft versucht, Schuldige zu finden und Verantwortung abzuschieben. Dies führte nicht nur zu einer belastenden Arbeitsatmosphäre, sondern auch dazu, dass aus Fehlern kaum gelernt wurde und sich dieselben Probleme immer wieder wiederholten.

Arbeitsatmosphäre

In meiner Wahrnehmung lag der Fokus stark auf der Maximierung abrechenbarer Stunden. Dadurch entstand oft der Eindruck, dass Quantität über Qualität gestellt wird. Meiner Erfahrung nach wurde von der Vorgesetzten der Fokus auf Zeitmaximierung gelegt, um möglichst alle Stunden auf Projekte buchen zu können

Image

Intern ist das Image eher stark gemischt. Extern eher unbekannt.

Work-Life-Balance

Meiner Erfahrung nach und nach dem, was ich von anderen Kollegen gehört habe, sind Überstunden die Regel.

Karriere/Weiterbildung

Meiner Ansicht nach ist Nortal nicht unbedingt förderlich für die persönliche Karriereentwicklung

Gehalt/Benefits

Das Gehalt liegt unter dem marktüblichen Durchschnitt.
Inflationsausgleich und andere Boni wurden kurzfristig nicht eingehalten bzw. gestrichen.

Kollegenzusammenhalt

Der Kollegenzusammenhalt war projektabhängig. In vielen Teams habe ich gute Erfahrungen gemacht und die Zusammenarbeit empfand ich als angenehm. Es gab jedoch einzelne Mitarbeitende, bei denen ich den Eindruck hatte, nicht gleichwertig behandelt zu werden. Dieses Verhalten wirkte auf mich diskriminierend. Zudem hatte ich den Eindruck, dass es aus meiner Sicht Mitarbeitende gab, die eine ideologische bzw. rassistische Haltung vertraten.

Vorgesetztenverhalten

Durch strukturelle Veränderungen und Fluktuation kam es während meiner Zeit zu häufigen Wechseln in der Führungs- und Vorgesetztenebene. Meine letzte direkte Vorgesetzte brachte zwar Engagement mit, verfügte meiner Wahrnehmung nach jedoch nicht über die notwendige fachliche Expertise, um in relevanten Bereichen fundierte Entscheidungen zu treffen oder Mitarbeitende fachlich zu unterstützen. Ihr Team verlor in kürzester Zeit an Mitarbeitern.

Für mich wikt Insgesamt die Führung in vielen Situationen wenig kompetent und konnte das Team nicht nachhaltig stabilisieren oder fördern.

Kommunikation

Die strategische Ausrichtung wirkt teilweise unklar und wenig durchdacht.

Interessante Aufgaben

Aus meiner Sicht mangelt es dem Unternehmen an wirklich interessanten und herausfordernden Aufgaben. Das Leistungsportfolio wirkt mMn eher allgemein gehalten, sodass kaum spezifische Kompetenzen oder tiefere Expertise aufgebaut werden. Dadurch bleibt auch die Möglichkeit zur fachlichen Weiterentwicklung stark eingeschränkt, was für die eigene Karriereentwicklung nachteilig sein kann. Dieser Eindruck wird zudem durch mehrere andere Bewertungen bestätigt, die ähnliche Erfahrungen schildern.


Umwelt-/Sozialbewusstsein

Umgang mit älteren Kollegen

Arbeitsbedingungen

Gleichberechtigung

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Arbeitgeber-Kommentar

Martin Rebs, Mitglied des Vorstandes
Martin RebsMitglied des Vorstandes

Liebe*r ehemalige Kolleg*in,

„Fehlende Expertise, keine Entwicklung und Stillstand als Unternehmensprinzip“ hat mich erst mal umgehauen. Hm. Ich weiß nicht genau, wo du bei uns warst, aber deine Einschätzung finde ich spannend, da ich diese so gar nicht wahrnehme. Sicher, das kann an meiner Rolle liegen.

Fehlende Expertise: gerade das wird von Kund*innen derzeit nachgefragt. Unsere Auftragsbücher sind gut gefüllt und wir freuen uns über immer neue Anfragen. Gerade die Expertise und das Wissen aus den hochdigitalen baltischen Staaten wie Estland und Finnland mit den tiefen Kenntnissen aus Deutschland sind ein Mix, den Kund*innen sehr schätzen und so am Markt kaum zu finden sein dürfte.

Entwicklung und Stillstand: Wenn Nortal eines nicht ist, dann Stillstand. Wir verändern uns oft, passen uns immer wieder an den Markt an. Gerade jetzt bauen wir uns intern wieder um. Das ist nicht immer ganz einfach – zugegeben, das ist zuweilen sogar nervig - und gleichzeitig bietet es immer neue Möglichkeiten. Das Wichtigste ist: wir bauen uns so um, dass wir unseren Kund*innen richtig gut helfen können, deren Herausforderungen zu lösen. Und diese sind heute anders als noch vor 2 Jahren.

Hier noch einmal ein paar Fakten: Richtig gute Arbeit für Kund*innen zahlt sich aus. Daher ist unser Umsatz von 2024 auf 2025 von 44,5 Mio. EUR auf 68,5 Mio. EUR gestiegen. Das sind 54 %. Wir machen auch nicht alles allein, denn wir sind eine Wachstumsplattform. Zum Beispiel mit neuen Kundensegmenten wie Aerospace & Defence. Klar, nicht alles klappt beim ersten Mal. Und wir bauen weiter auf. Insofern: Stillstand sehe ich hier beim besten Willen nicht.

Du schreibst, dass viele Mitarbeitende in ihren Bereichen nur wenig Erfahrung mitbringen und häufig aus fachfremden Richtungen kommen. Das stimmt. Denn wir mögen verschiedene Hintergründe, verschiedene Lebensläufe. Und hier hast du einen Punkt getroffen, den ich auch sehe: wir müssen uns viel fokussierter auf unsere Kund*innen ausrichten, auch ausbilden. Diversität im Team allein gewinnt noch nicht. Sondern das Gemeinsame stärken, (voneinander) lernen und das Wissen schnell zu den Kund*innen bringen. Das gehen wir an und machen es besser.

Bei Arbeitsatmosphäre merkst du an, dass „möglichst alle Stunden auf Projekte gebucht werden sollten“ und Quantität über Qualität geht. Was mir immer wichtig ist, dass unsere Kund*innen die Arbeit wertschätzen und diese auch für sie wertstiftend ist. Und dass alle Tätigkeiten, die dafür notwendig sind, sodann auch bezahlt werden, da die Arbeit das auch wert ist. Qualität in den Augen der Kund*innen ist aber absolut wichtig, denn das ist der Garant, dass diese uns immer wieder wollen und schätzen.

Was mich nachdenklich macht, ist, dass nach deiner Ansicht High-Performer nicht genug unterstützt werden. Unsere regelmäßigen Mitarbeiterumfragen oder die Feedback-Runden zeigen natürlich Verbesserungspotenzial, gleichzeitig fand ich diesen Aspekt in den Daten oder Gesprächen noch nicht. Dem würde ich aber gern nachgehen, denn High-Performer sollten auch eine richtig gute Umgebung bekommen. Melde dich doch bitte direkt bei mir, ein Gespräch mit dir würde ich sehr spannend finden.
Ansonsten wünsche ich dir alles Gute!!

Martin
CEO Nortal AG

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