Eine Niederlassung, die einen echten Kulturwandel braucht.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Auf Grundlage meiner Erfahrungen kann ich das Unternehmen nicht weiterempfehlen. Aus meiner Sicht besteht ein erheblicher Verbesserungsbedarf bei Führung, Kommunikation und Arbeitskultur.
Ich hatte den Eindruck, dass bestehende Probleme nicht ausreichend aufgegriffen werden und dadurch wenig Raum für nachhaltige Veränderungen entsteht. Die tägliche Belastung empfand ich als hoch, und ich habe erlebt, dass der anhaltende Stress sich auch auf die Stimmung und das Wohlbefinden der Mitarbeitenden ausgewirkt hat.
Nach meiner Wahrnehmung wirkten einige Kolleginnen und Kollegen durch die dauerhafte Belastung deutlich erschöpfter, als man es angesichts ihres tatsächlichen Alters erwarten würde. Für mich war dies ein Zeichen dafür, dass die Arbeitsbedingungen und die Führungskultur dringend hinterfragt werden sollten.
Ich wünsche dem Unternehmen, dass es die notwendigen Veränderungen erkennt und künftig stärker in eine wertschätzende, moderne Arbeitsumgebung investiert. Daran glauben tue ich allerdings nichts.
Verbesserungsvorschläge
Aus meiner Sicht würde das Unternehmen von neuen Führungsperspektiven profitieren. Ein Wechsel in der Führung könnte dazu beitragen, bestehende Strukturen zu hinterfragen, neue Ideen einzubringen und eine modernere Unternehmenskultur zu entwickeln.
Wichtig wäre aus meiner Sicht, Führungskräfte einzusetzen, die WIRKLICH Wert auf offene Kommunikation, Wertschätzung, Weiterentwicklung der Mitarbeitenden und einen zeitgemäßen Führungsstil legen.
Arbeitsatmosphäre
Nach meiner persönlichen Erfahrung war die Arbeitsatmosphäre dauerhaft belastend. Ich habe wiederholt erlebt, dass unmittelbar nach dem Verlassen des Großraumbüros über abwesende Kolleginnen und Kollegen abwertend gesprochen wurde. Nach meiner Wahrnehmung ging dies überwiegend von derselben Person aus, wobei sich der damalige Teamleiter an diesen Gesprächen beteiligte.
Auch mein Eindruck war, dass die Niederlassungsleitung über diese Problematik informiert war. Eine erkennbare Verbesserung oder ein Eingreifen habe ich während meiner Beschäftigung jedoch nicht wahrgenommen.
Die Auswirkungen auf das Arbeitsklima waren aus meiner Sicht erheblich. Ich habe mehrfach erlebt, dass Kolleginnen und Kollegen nach Besprechungen sichtlich emotional belastet waren; in einzelnen Fällen kamen Mitarbeitende sogar weinend aus Gesprächen zurück. Für mich war dies ein deutliches Zeichen dafür, dass kein wertschätzendes und vertrauensvolles Arbeitsumfeld bestand.
Work-Life-Balance
Das Thema Homeoffice war nach meiner Wahrnehmung ein wiederkehrender Streitpunkt. Entscheidungen hierzu wurden aus meiner Sicht nicht immer nachvollziehbar kommuniziert, was regelmäßig zu Diskussionen und Unzufriedenheit innerhalb des Teams führte. Insgesamt empfand ich den Umgang mit diesem Thema als wenig transparent und unnötig konfliktbehaftet.
Karriere/Weiterbildung
Nach meiner persönlichen Erfahrung wurden engagierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nur wenig gefördert. Möglichkeiten zur fachlichen oder persönlichen Weiterentwicklung habe ich kaum wahrgenommen.
Ich hatte den Eindruck, dass der Schwerpunkt darauf lag, die täglich anfallenden, überwiegend repetitiven Aufgaben zuverlässig abzuarbeiten, anstatt Eigeninitiative zu fördern oder Entwicklungsperspektiven aufzuzeigen. Wer sich über sein Tagesgeschäft hinaus einbringen oder weiterentwickeln wollte, erhielt aus meiner Sicht nur wenig Unterstützung.
Gehalt/Benefits
Nach meiner persönlichen Einschätzung lag die Vergütung eher im unteren Durchschnitt. Gemessen an der Arbeitsbelastung, dem Verantwortungsumfang und dem täglichen Stress empfand ich das Gehalt nicht als angemessen.
Kollegenzusammenhalt
Ich habe viele Kolleginnen und Kollegen als hilfsbereit, freundlich und engagiert erlebt. Gleichzeitig hatte ich den Eindruck, dass einzelne Personen durch ihr Verhalten regelmäßig zu Spannungen und Unruhe im Team beigetragen haben. Nach meiner Wahrnehmung wirkte sich dies negativ auf den Zusammenhalt und das Arbeitsklima aus.eine nette Kollegen, aber auch einige unruhestifter.
Vorgesetztenverhalten
Aus meiner Sicht besteht im Unternehmen ein grundlegender Verbesserungsbedarf im Bereich Führung und Führungskultur. Ich hatte den Eindruck, dass ein echter Generationswechsel in der Führung nicht stattfindet. Nach meiner Wahrnehmung werden Führungspositionen überwiegend mit Personen besetzt, die ähnliche Sichtweisen und Führungsansätze vertreten. Aus meiner Sicht würde das Unternehmen von neuen Perspektiven und einer moderneren Führungskultur profitieren. Der Niederlassungsleiter betonte nach meiner Erfahrung regelmäßig die Bedeutung der jüngeren Generation für die Zukunft des Unternehmens. Gleichzeitig hatte ich jedoch häufig den Eindruck, dass neue Arbeitsweisen und Sichtweisen kritisch bewertet wurden und traditionelle Ansätze bevorzugt wurden. Für mich standen Anspruch und gelebte Praxis daher nicht immer im Einklang. In Belastungssituationen wirkte der Führungsstil auf mich teilweise wenig souverän. Wenn etwas nicht nach den eigenen Vorstellungen lief, erinnerte mich die Reaktion mitunter an ein „Rumpelstilzchen“ – emotional, laut und für die Belegschaft deutlich spürbar. Nach meiner Wahrnehmung wirkte sich dies negativ auf die Arbeitsatmosphäre aus.
Kommunikation
Der Begriff „Kommunikation“ hatte im Unternehmen einen hohen Stellenwert. In den Büroräumen hingen entsprechende Schilder, und auch der Niederlassungsleiter betonte nach meiner Erinnerung regelmäßig die Bedeutung einer offenen Kommunikation.
Nach meiner persönlichen Erfahrung entsprach die gelebte Praxis diesem Anspruch jedoch nicht. Ich hatte mehrfach den Eindruck, dass ich über Angelegenheiten, die mich unmittelbar betrafen, nicht oder erst verspätet informiert wurde. Dies führte bei mir wiederholt zu Missverständnissen und dem Gefühl, nicht angemessen in relevante Informationen einbezogen zu werden.
Aus meiner Sicht klafften der kommunizierte Anspruch und die tatsächliche Umsetzung deutlich auseinander.
Interessante Aufgaben
Die Aufgaben waren nach meiner Erfahrung über weite Strecken sehr repetitiv und boten nur wenig Abwechslung. Hinzu kam, dass aus meiner Sicht ein sehr starker Fokus auf möglichst niedrige Einkaufspreise gelegt wurde. Dies führte nach meinem Eindruck häufig dazu, dass mit Partnern zusammengearbeitet wurde, deren Zusammenarbeit im Tagesgeschäft unnötig zeitaufwendig und anspruchsvoll war.
Wenn zugunsten einer besseren Qualität oder einer zuverlässigeren Zusammenarbeit höhere Kosten entstanden, wurden diese nach meiner Wahrnehmung regelmäßig hinterfragt. Entsprechende Entscheidungen führten häufig zu Diskussionen mit dem Niederlassungsleiter, bei denen der Einkaufspreis im Vordergrund stand.
Ich hatte dabei den Eindruck, dass die Einschätzung des Niederlassungsleiters nicht immer die praktischen Herausforderungen des Tagesgeschäfts berücksichtigte. Aus meiner Sicht fehlte ihm aufgrund seiner begrenzten Einbindung in die tägliche Zusammenarbeit mit den Geschäftspartnern teilweise der unmittelbare Einblick in die operativen Abläufe.