Erfahrungsreich, aber nicht immer einfach.
Gut am Arbeitgeber finde ich
Nicht alles an der Ausbildung war negativ. Ich konnte viele wertvolle Fähigkeiten erlernen, vor allem im Umgang mit Kunden und in der Entwicklung wichtiger Büro-Skills. Diese Erfahrungen sind für mich nach wie vor von großer Bedeutung.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Die Kommunikation und das Feedback während der Ausbildung waren nicht immer klar und kamen teilweise sehr spät, was es erschwert hat, sich direkt zu verbessern. Auch der Übergang nach der Ausbildung war wenig transparent geregelt, was zu Unsicherheit geführt hat.
Verbesserungsvorschläge
Aus meiner Sicht ist es wichtig zu prüfen, ob der Standort tatsächlich in der Lage ist, eine umfassende und qualitativ hochwertige Ausbildung zu bieten. Fehlen zentrale Bereiche wie Lager, Zollabwicklung oder ein eigener Fuhrpark und liegt der Fokus stark auf dem Verkauf von Transportdienstleistungen, kann es für Auszubildende schwierig sein, ein vollständiges Verständnis der Branche zu entwickeln.
Sollten sich die Gegebenheiten vor Ort langfristig nicht ändern, könnte es sinnvoll sein, zu überdenken, ob eine Ausbildung an diesem Standort zielführend ist – oder ob Ausbildungsplätze eher an größere, vielseitiger aufgestellte Niederlassungen vergeben werden sollten. Auszubildende am Hauptstandort Ladbergen, haben vermutlich ein ganz anderes Ausbildungserlebnis.
Arbeitsatmosphäre
Zu Beginn wirkte das Team sehr freundlich, doch dieser Eindruck änderte sich mit der Zeit. Der Umgang mit sensiblen Informationen war teils unprofessionell, was das Vertrauen beeinträchtigte. Trotzdem war die Zeit lehrreich, besonders in Bezug auf den Wert von Respekt und Transparenz im Team.
Arbeitszeiten
Die Arbeitszeiten waren grundsätzlich okay, allerdings wurden Arbeitsstunden generell nicht digital erfasst – auch nicht im Home-Office. Überstunden blieben dadurch oft unbemerkt und wurden nicht ausgeglichen. Man hatte häufig das Gefühl, ständig performen zu müssen, ohne dass der Mehraufwand anerkannt wurde.
Ausbildungsvergütung
Die Ausbildungsvergütung war im Vergleich zu anderen Auszubildenden in meiner Berufsschulklasse eher im unteren Bereich angesiedelt. Es kam außerdem vereinzelt zu Abweichungen in der Höhe der monatlichen Zahlungen, die nicht immer nachvollziehbar kommuniziert wurden.
Spaßfaktor
Der Spaßfaktor war vorhanden. Ich habe einige nette Kollegen kennengelernt, mit denen ich viel gelacht habe. Mit einigen Subunternehmern war man sogar per Du, was die Zusammenarbeit sehr angenehm machte. Trotz der stressigen Logistik gab es viele Momente, in denen man gemeinsam lachen konnte, was die Atmosphäre auflockerte.
Aufgaben/Tätigkeiten
Viele Transportprozesse werden durch Subunternehmer oder andere Standorte abgewickelt, was dazu führte, dass wichtige Aspekte der Ausbildung zu kurz kamen. Dadurch war die Ausbildung nicht vollständig und ich musste viele Tätigkeiten, die üblicherweise Teil der Ausbildung sind, nachträglich bei meinem neuen Arbeitgeber erlernen. Häufig wurde ich dort gefragt, warum ich bestimmte Dinge nicht bereits in der Ausbildung gelernt hatte, was im Nachhinein frustrierend war.
Variation
Am Standort Duisburg war der Aufgabenbereich eher klar umrissen und teilweise repetitiv, was unter anderem daran lag, dass weder ein eigenes Lager noch ein eigener Fuhrpark vorhanden war.
Respekt
Grundsätzlich wurde man respektvoll behandelt.