Unerträglich toxisch
Gut am Arbeitgeber finde ich
Positiv hervorzuheben sind kostenloses Leitungswasser für alle Mitarbeitenden und ein sehr kurzer Betriebsausflug am Standort mit Rückkehr bereits am Nachmittag, damit die Arbeitsplätze nach einem Tech-Up wieder in Betrieb genommen werden konnten.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Unangemessener Ton, wenig Wertschätzung, viel Druck, übermäßige Fehlerfixierung und fehlende Verlässlichkeit bei Absprachen.
Verbesserungsvorschläge
Dringend notwendig wären eine reflektierte Führungskultur, ehrliche und transparente Kommunikation sowie ein respektvollerer Umgang mit Mitarbeitenden. Wertschätzung von Leistung, realistische Arbeitsbedingungen und die Bereitschaft, Kritik auch von unten anzunehmen, würden viel zur Stabilisierung des Teams beitragen.
Arbeitsatmosphäre
Die Kultur empfinde ich als eher destruktiv. Ich hätte mir mehr Wertschätzung statt dominierenden Druck und einen äußerst unangenehmen Umgangston gewünscht. Von einer positiven Unternehmenskultur kann aus meiner Sicht keine Rede sein.
Image
Auch extern entsteht kein positives Bild – zumindest entsprach die Wahrnehmung durch andere Notariate meiner eigenen Erfahrung.
Work-Life-Balance
Aus meiner Sicht kaum vorhanden. Erwartete Verfügbarkeit und Arbeitszeiten lassen wenig Raum für Erholung oder Privatleben.
Karriere/Weiterbildung
Wer hier Weiterbildung machen möchte, zahlt selbst oder verpflichtet sich für zwei Jahre. Die Unterstützung bei der Weiterbildung empfand ich als durchaus ausbaufähig.
Weiterbildung während der Arbeitszeit: nur kurze Online-Seminare.
Gehalt/Benefits
Niedriges Gehalt, kaum Aufstiegschancen, schlechte Atmosphäre – das ergibt zusammen ein frustrierendes Gesamtpaket.
Kollegenzusammenhalt
Man hilft sich untereinander, wo man kann.
Umgang mit älteren Kollegen
Der Umgang mit älteren Mitarbeitenden ist überwiegend in Ordnung. Dennoch entsteht der Eindruck, dass ihre geringeren Wechselmöglichkeiten auf dem Arbeitsmarkt stillschweigend einkalkuliert werden, was sich im Umgang und in der Wertschätzung widerspiegelt.
Vorgesetztenverhalten
Die Führung war aus meiner Erfahrung sehr schwach. Ich habe oft Entscheidungen als willkürlich empfunden. Ich hätte mir gewünscht, dass Zusagen eingehalten und Aussagen von Vorgesetzten einer Überprüfung auch Stand gehalten hätten.
Vertrauen konnte so nicht entstehen.
Die Fehlerkultur habe ich leider als sehr kritisch wahrgenommen. Es wäre sicher gut gewesen, konstruktiv nach Lösungen zu suchen. Einseitige Schuldzuweisungen führen selten zu etwas Gutem.
Wer so hohe Ansprüche hat, sollte meiner Meinung nach selbst ein gutes Vorbild sein.
Arbeitsbedingungen
Es wird an den falschen Stellen gespart – selbst bei grundlegenden Arbeitsmaterialien.
Kommunikation
Untransparent und widersprüchlich. Die interne Kommunikation empfand ich oft als intransparent. Die Art und Weise, wie Informationen weitergegeben und relevanten Fakten dargelegt wurden, empfand ich als lückenhaft und widersprüchlich.
Das erschwert die Arbeit unnötig und sorgt für Frust.
Interessante Aufgaben
Teils, teils. Ich finde, dass in dieser Firma erbrachte Leistungen und anspruchsvolle Arbeitsbedingungen systematisch kleingeredet und banalisiert, statt wertgeschätzt oder ernst genommen werden.