Nicht der Arbeitgeber, als der er sich präsentiert
Gut am Arbeitgeber finde ich
Home Office.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Wie bereits unter anderen kritischen Bewertungen zu beobachten ist, werden negative Rückmeldungen häufig öffentlich relativiert oder zurückgewiesen. Das ändert jedoch nichts an den geschilderten Erfahrungen.
Das Unternehmen bietet nur begrenzte Perspektiven für ambitionierte Mitarbeitende, die sich fachlich oder persönlich weiterentwickeln möchten. Kritik und Verbesserungsvorschläge finden häufig nur wenig Gehör, wodurch sich grundlegende Probleme kaum verändern.
Gleichzeitig entsteht der Eindruck, dass wirtschaftliche Überlegungen Vorrang vor einer langfristigen Mitarbeiterbindung haben und erfahrene Beschäftigte bei Bedarf durch kostengünstigere Alternativen ersetzt werden können.
Falls diese Bewertung intern kommentiert wird:
Statt Kritik öffentlich zu entkräften, wäre es zielführender, sich mit den geschilderten Problemen auseinanderzusetzen. Bewerber sollten die Möglichkeit haben, sich anhand unterschiedlicher Erfahrungsberichte ein vollständiges Bild zu machen.
Viele der beschriebenen Themen bleiben für Außenstehende unsichtbar, weil sie innerhalb der Organisation häufig nicht bis zu den Ebenen gelangen, auf denen tatsächlich Veränderungen angestoßen werden könnten.
Verbesserungsvorschläge
Seit doch einfach ehrlicher mit eurem Vorgehen. Niemand hat was davon, wenn man täglich Zweifel an seiner Arbeit haben muss.
Arbeitsatmosphäre
Die Arbeitsatmosphäre ist stark leistungsorientiert und von einem hohen Arbeitsdruck geprägt. Trotz großem Einsatz entsteht der Eindruck, dass die erbrachte Leistung nicht ausreichend anerkannt oder wertgeschätzt wird.
Image
Das Unternehmen genießt ein gutes Image durch den Mutterkonzern, NTT DATA und NTT.
An sich ist aber dieses Subunternehmen eine Katastrophe.
Work-Life-Balance
Home Office macht es möglich, aber man wird auch im Urlaub genötigt.
Karriere/Weiterbildung
Karriere- und Weiterbildungsmöglichkeiten wirken wenig transparent und sind nicht für alle Mitarbeitenden gleichermaßen zugänglich.
Individuelle Entwicklung scheint teilweise stark von der Beziehung zur Führungskraft oder den jeweils aktuellen Prioritäten abzuhängen. Wer dabei nicht im Fokus steht, muss damit rechnen, über längere Zeit keine nennenswerten Entwicklungsmöglichkeiten zu erhalten.
Gehalt/Benefits
Vergütung und Zusatzleistungen liegen unter dem, was für die erwartete Arbeitsbelastung angemessen erscheint.
Besondere Leistungen werden kaum anerkannt oder honoriert. Das hohe Arbeitspensum bei gleichzeitig geringer Wertschätzung kann langfristig belastend sein. Wer großen Wert auf Anerkennung und ein gesundes Verhältnis zwischen Einsatz und Gegenleistung legt, wird bei anderen Unternehmen voraussichtlich bessere Rahmenbedingungen finden.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Das nach außen kommunizierte gesellschaftliche Engagement wirkt nur bedingt glaubwürdig.
Als SAP-Beratungshaus orientiert sich das Unternehmen in wesentlichen Teilen an den Interessen seines wichtigsten Technologiepartners und wirtschaftlichen Umfelds. Dadurch entsteht der Eindruck, dass wirtschaftliche Prioritäten letztlich Vorrang vor den öffentlich kommunizierten sozialen Werten haben.
Unabhängig davon, wie viele Auszeichnungen oder Anerkennungen das Unternehmen erhält, stehen am Ende die Interessen der wichtigsten Auftraggeber im Vordergrund.
Die SAP hat eine Partnerschaft mit Palantir, hier muss man nichts weiteres zu sagen.
Kollegenzusammenhalt
Die Kollegen sind füreinander da - Aber auch nur diejenigen, die sich nicht beim Manager einschleimen.
Vorgesetztenverhalten
Das Führungsverhalten wirkt uneinheitlich und stark von persönlichen Präferenzen abhängig.
Mitarbeitende, an denen ein besonderes Interesse besteht, erhalten Unterstützung, Entwicklungsmöglichkeiten und Aufmerksamkeit.
Für alle anderen beschränkt sich die Führung häufig auf das operative Tagesgeschäft, wodurch Wertschätzung und individuelle Förderung deutlich zu kurz kommen.
Arbeitsbedingungen
Die Arbeitsbelastung ist dauerhaft sehr hoch und führt zu einem erheblichen Stressniveau.
Der erwartete Einsatz steht in keinem angemessenen Verhältnis zur Wertschätzung oder den Entwicklungsmöglichkeiten.
Wer bereit ist, sich stark zu engagieren, findet dafür bei anderen Arbeitgebern bessere Rahmenbedingungen. Ein ehemaliger Kollege brachte die Situation treffend auf den Punkt: „Einen Burnout sollte man wenigstens dort bekommen, wo es sich lohnt.“
Kommunikation
Entscheidungen werden kurzfristig geändert oder bleiben intransparent, wodurch unnötige Unsicherheit entsteht.
Die häufig angeführte "Agilität" wirkt dabei eher wie eine Begründung für fehlende Struktur und mangelnde Verbindlichkeit als für effiziente Zusammenarbeit.
Gleichberechtigung
Zwischen dem öffentlichen Selbstbild des Unternehmens und dem erlebten Arbeitsalltag besteht eine deutliche Diskrepanz.
Wer nicht dem klassischen deutschen Erscheinungsbild entspricht, kann den Eindruck gewinnen, nicht als gleichwertiger Teil des Teams behandelt zu werden. Nach außen wird ein freundlicher Umgang gepflegt, intern werden jedoch Konflikte und Meinungen häufig nicht offen angesprochen, sondern hinter dem Rücken der Betroffenen diskutiert.
Auf allen Ebenen, von HR bis runter zu den einzelnen Divisionen.
Interessante Aufgaben
Hier gebührt Lob:
Die Aufgaben sind tatsächlich sehr spannend, von komplexen Integrationen zwischen mehreren unterschiedlichen Systemen bis hin zu KI.


