Es wird von Tag zu Tag schlimmer.
Gut am Arbeitgeber finde ich
Ich finde inzwischen nichts Positives mehr.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Die Tatsache, dass ich die Kernprobleme des Unternehmens benannt habe, wird wahrscheinlich nur von irgendeinem Praktikanten in der HR-Abteilung gelesen, der eine generische ChatGPT-Antwort darauf verfasst – und danach wird nichts passieren
Verbesserungsvorschläge
Man muss sich darüber klar werden, in welche Richtung man gehen will, und entsprechend in die Zukunft investieren. Über viele Jahre hinweg hat das Unternehmen den Fokus auf die Gegenwart gelegt – wenn man heute ausgelastet ist, spielt es keine Rolle, was man konkret tut. Die neuen Technologien sind gekommen, und nun ist das Unternehmen auf die neuen Anforderungen nicht vorbereitet. Es ist voller Leute mit den Kompetenzen von vor zehn Jahren und hat keine klare Vorstellung, was es mit ihnen anfangen soll.
Arbeitsatmosphäre
Viel druck wird gebaut, meiner Meinung nach. Jeden Tag schlimmer.
Kommunikation
Es gibt zwar eine gewisse Form der Kommunikation, diese ist jedoch eher einseitig. Das Management spricht, aber sehr oft wird den Mitarbeitern in den Calls gar nicht die Möglichkeit gegeben, sich zu äußern. Eine klare Strategie wird gegenüber den Mitarbeitern nicht kommuniziert, wobei ich glaube, dass das eigentliche Problem darin liegt, dass es schlicht an einer Strategie fehlt – denn wenn es eine gäbe, würde sie vermutlich auch kommuniziert werden.
Kollegenzusammenhalt
So und so…
Vorgesetztenverhalten
Was wirklich zählt, ist ausschließlich die Auslastung – das Wohlbefinden der Mitarbeiter oder deren persönliche Weiterentwicklung spielen praktisch keine Rolle. Solange man Stunden auf ein Projekt buchen kann, ist alles in Ordnung. Wenn man 150 % Auslastung erreicht, gilt das als großartig, aber niemand fragt, ob es überhaupt in Ordnung ist, dauerhaft so viel zu arbeiten. In dem Moment jedoch, in dem die Auslastung unter 90 % fällt, beginnt sofort der Druck und das Telefon klingelt. Zusätzlich kommt noch hinzu, dass laut Aussagen einiger Manager ohnehin niemand jemals liest, was im Formular für das Entwicklungsgespräch eingetragen wird.
Interessante Aufgaben
Das Unternehmen ist nicht bereit, in Innovation zu investieren. Ohne solche Investitionen ist es jedoch kaum möglich, innovative Projekte zu gewinnen, da Kunden gerade in diesem Bereich auch entsprechende Referenzen erwarten. Stattdessen besteht die Arbeit überwiegend aus Copy-and-Paste-Projekten und endlosem Zeitverlust in Meetings – darin ist NTT wirklich gut. Aber selbst im Bereich künstliche Intelligenz schafft es das Unternehmen nicht, auch nur einen einzigen wirklich überzeugenden Use Case auf die Beine zu stellen
Arbeitsbedingungen
Schon seit längerer Zeit gibt es für eigentlich nichts mehr ein Budget. Selbst Geschäftsreisen für Kunden sollen inzwischen reduziert werden. Es gibt keine Events, gar nichts.
Gehalt/Benefits
Zum zweiten Mal in Folge wird nicht einmal die grundlegende Gehaltserhöhung zur Inflationsanpassung gewährt. Und im dritten Jahr wird es vermutlich genauso sein. Beförderungen werden nur noch an Personen vergeben, die mit Kündigung drohen – und die gleichzeitig in Projekten eingeplant sind.
Karriere/Weiterbildung
Kurse sind vorhanden. Man kann die nehmen, wenn frei.

