Würde ich guten Freunden nicht empfehlen
Gut am Arbeitgeber finde ich
Die Benefits, Homeoffice-Möglichkeit, gute Kantine, gute Verkehrsanbindung
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Wie bereits gesagt: Führungskräfte, minütliche Abrechnung der Büroanwesenheit, veraltete oder schlecht funktionierende Technik, wenig merkliche Wertschätzung, enormer interner Druck der nach Außen überspielt wird
Verbesserungsvorschläge
Führungskräfte einstellen, die einen neutralen Blick haben und die auch zu den Abteilungen passen.
Mehr Flexibilität im Bereich Homeoffice bzw. Bürotage, um den Druck, der eh schon allgemein herrscht, nicht noch zu verstärken.
Möglichkeit der Gehaltsverhandlung, damit man sich zumindest finanziell etwas mehr wertgeschätzt fühlt.
Arbeitsatmosphäre
Insgesamt schon seit einigen Jahren auf einer Talfahrt. Nach außenhin und wenn es nach der Führungsriege geht, ist alles super.
Unterhält man sich aber mit den normalen Angestellten, die die NÜRNBERGER durch ihre tägliche Arbeit am Leben halten, sieht es ganz anders aus.
Die Stimmung ist gedrückt, die Unzufriedenheit wächst, aber unser Puls-Check sagt, den Leuten liegt die NÜRNBERGER am Herzen und sie verstehen die Einsparungen. Vielleicht liegt die schlechte Stimmung genau daran, dass den Menschen ihr Arbeitgeber am Herzen liegt und wir dabei zugucken müssen, wie die Firma gegen die Wand gefahren wird.
Genau dieser Puls-Check wird häufig als Totschlagargument für alles genommen. Aber mal ehrlich, was sagt die Frage "Liegt dir die NÜRNBERGER am Herzen" über die aktuelle Stimmung und Ängste der Mitarbeiter aus?
Image
Sieht nach Außen besser aus, als es inne ist. Die NÜRNBERGER weiß sich gut zu verkaufen. Allerdings sieht es im Inneren ganz anders aus. Siehe meine bisherigen Kommentare.
Work-Life-Balance
Mittlerweile eher semi-gut. Es gibt zwei Punkte, die die Work-Life-Balance mittlerweile ziemlich aushebeln.
Zum einen bekommen wir immer mehr Aufgaben, aber nicht mehr Kollegen und müssen regelmäßig in anderen Abteilungen aushelfen. Dadurch wird die Arbeitsbelastung immer größer, die Tage länger und anstrengender und zum Feierabend möchte man dann eigentlich nur noch ins Bett.
Wenn unsere Abteilung dadurch dann selbst in Rückstand gerät, heißt es am Samstag arbeiten.
Zum anderen die festgefahrene 40%-Regelung für die Anwesenheit im Büro. Vorher würde es an Tagen gemessen, mittlerweile minütlich abgerechnet. Man plant alles private um die Bürotage rum und wenn dann mal was dazwischen kommt - wie der Umbau eines Stockwerkes auf dem unsere Abteilung arbeitet und keine Büros buchen kann - kann man die nächsten Wochen alles über den Haufen werfen und sein Privatleben wieder umplanen, weil man dann die Bürotage nachholen muss, um auf die 40% zu kommen. Schafft man das nicht, hat der Führungskraft aber vorher plausible Gründe genannt, muss man trotzdem in unangenehmen Gesprächen Rede und Antwort stehen.
Karriere/Weiterbildung
Karriere kaum möglich durch den Stellenabbau und die Umstrukturierung.
Gehalt/Benefits
Erst das Positive: Mai-Gratifikation, Zuschuss zum Deutschland-Ticket und Weihnachtsgeld, heutzutage nicht mehr Selbstverständlich und ein großer Pluspunkt, dank unseres Betriebsrates.
Es gibt die Möglichkeit eines Jobrades und einen Zuschuss zur Kantine. bAV und VWL werden ebenfalls angeboten.
Ist man allerdings darauf angewiesen mit dem Auto in die Arbeit zu fahren, muss man für die hauseigene Tiefgarage zahlen. Falls man vor lauter Fremdvermietung überhaupt einen Platz bekommt.
Allerdings gibt es Gehaltserhöhungen nur noch durch die tariflichen Steigerungen.
Alles andere ist schon seit Jahren und für die nähere Zukunft ausgesetzt.
Man leistet also Mehrarbeit, bringt sich ein, übernimmt Sonderaufgaben und verdient trotzdem das Gleiche wie der Kollege, der "Dienst nach Vorschrift" macht. Das ist nicht sonderlich motivierend. Im Branchenvergleich ist die NÜRNBERGER hier also eher im Schlussfeld.
Auch werden in einer Abteilung, bei gleichem Tätigkeitsfeld, nicht alle Kollegen gleich bezahlt. Hier gibt es gravierende Unterschiede, die teilweise zwei Tarifstufen ausmachen, obwohl die Kollegen einen super Job machen.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Wahrscheinlich mehr Schein als Sein, da wir immer noch nicht wirklich in der digitalen Welt angekommen sind und massig Papier an die Kunden verschicken
Kollegenzusammenhalt
Aktuell der einzige Grund meine Abteilung oder sogar das Unternehmen nicht zu verlassen.
Hier wird Zusammenhalt groß geschrieben und man unterstützt sich gegenseitig.
Zwar gibt es auch hier schwarze Schafe bei denen man lieber vorsichtig sein sollte, aber der Großteil trotzdem dafür den Arbeitsalltag etwas erträglicher zu machen.
Umgang mit älteren Kollegen
Viele älter Kollegen sind mittlerweile gegangen oder ihnen wurde vorgeschlagen zu gehen.
Mit ihnen auch ein enormes Wissen, das sich so schnell nicht wieder aufbauen lässt.
In anderen Abteilungen hat man häufiger mitbekommen, dass langjährige ältere Kollegen bei Beförderungen übergangen wurden und jüngere Kollegen eingesetzt wurden.
Vorgesetztenverhalten
Ohne Worte. Unsere Führungskraft ist kaum greifbar und bekommt dadurch wenig vom Arbeitsalltag oder der Stimmung im Team mit.
Kritik ist absolut nicht gern gehört - zumindest nicht von jedem Mitarbeiter.
Während sich die einen Kollegen aufarbeiten, machen sich andere ein entspanntes Leben - ohne jegliche Konsequenz.
Anstatt der Abteilung den Rücken zu stärken und sich einzusetzen, wird noch mehr Arbeit ran geschafft und sich darüber gefreut, dass wir wieder was neues dazu bekommen.
Die Arbeitslast wird dabei nicht gesehen.
Pluspunkte sammelt man nur, wenn man sich ständig für noch mehr Projekte meldet und sich noch mehr einbringt, als ohnehin schon oder man sich ganz ruhig und ohne eigene Meinung verhält.
Kritische Äußerungen, die berechtigt sind, ziehen direkt wieder Mitarbeitergespräche nach sich oder man muss sich als Stressmacher deklarieren lassen.
ber Hauptsache auf Instagram sieht alles toll aus.
Arbeitsbedingungen
Wenn man durch die Flure geht sieht seit den vielen Umbau- und Modernisierungsmaßnahmen alles ganz schön aus.
Jetzt kommt das Aber:
Man muss sich jedes Mal einen Platz buchen, was bei den vielen Fremdvermietungen und somit wegfallenden Arbeitsplätzen, an manchen Tagen gar nicht so einfach ist. Oder man sitzt auf einem anderen Stockwerk, weit weg von seinen Kollegen uns bestreitet seinen Arbeitstag alleine.
Die neuen Bürostühle sind katastrophal und sorgen bei vielen Kollegen für Rückenschmerzen. Positiv sind die höhenverstellbaren Schreibtische.
An den Bürotagen muss man jedes Mal aufs neue Bildschirme, Stühle etc. wieder neu für sich einstellen.
Die Technik lässt allgemein zu wünschen übrig. Die Programme sind stellenweise veraltet, extrem langsam oder funktionieren zeitweise gar nicht. Wobei man hier die IT loben muss, die immer sehr schnell versucht das Problem zu lösen.
Vor zwei Wochen, als es so extrem heiß war, war das Arbeiten vor Ort eine absolute Zumutung. Wir hatten stellenweise fast 30 Grad im Büro, weil es keine Klimaanlagen gibt. In manchen Büros wurden die Rollläden entfernt...lüften unmöglich, Sauerstoff Mangelware.
Die neuen Touchpads haben ein Eigenleben
Kommunikation
Ja, es wurde offen über die schlechte finanzielle Situation und die Versuche eines Wandels kommuniziert. Das streite ich nicht ab. Auch die Verkaufsgespräche mit der VIG wurden, sofern ich das einschätzen kann, offen kommuniziert.
Das war's aber auch schon.
Letztes Jahr war nicht der erste große Stellenabbau, den ich miterlebt habe. Da stellt man sich als Vorstandsebene zwei Monate vorher hin und sagt niemand müsse sich um seinen Job sorgen - Zack! Zwei Monate später werden hunderte Stellen gestrichen.
Das schlimmste ist aber eigentlich die Kommunikations seitens der Fübrungskräfte. Alles wird schön geredet, Kritik möchte man aber nicht hören und schon gar nicht ernst nehmen.
Täglich muss man sich anhören, wie super alles ist und damit hört es mit der Kommunikation auch schon auf.
Gleichberechtigung
Kann ich nicht viel dazu sagen, da ich bisher noch keine wirklich negativen oder positiven Erfahrungen in dem Bereich gemacht habe.
Interessante Aufgaben
Ich war bisher mit meiner Tätigkeit zufrieden, weil sie sehr abwechslungsreich war. Durch die Umstrukturierung unserer Abteilung wird es allerdings mittlerweile sehr eintönig, weil uns viele Aufgaben weggenommen würden.

