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Bewertung

Leider wenig Abwechslung in der Ausbildung...

2,9
Nicht empfohlen
Ex-Auszubildende:rHat eine Ausbildung zum/zur Kauffrau für Büromanagement im Bereich Administration / Verwaltung in Hamburg gemacht.

Gut am Arbeitgeber finde ich

Die Möglichkeit, erste praktische Erfahrungen am Empfang zu sammeln, hat mir geholfen, meine Kommunikationsfähigkeiten weiterzuentwickeln. Auch der Kontakt zu Kunden und Kollegen per E-Mail und Telefon und die Verantwortung für Empfangsaufgaben waren eine wertvolle Lernerfahrung.

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

Die fehlende Flexibilität und Abwechslung während der Ausbildung hat mich oft frustriert. Auch die Tatsache, dass ich lange Zeit alleine am Empfang tätig war und in dieser Zeit nicht viele Aufgaben hatte, hat mir im Nachhinein gezeigt, dass die Verantwortung und Belastung für eine Auszubildende zu hoch war.

Verbesserungsvorschläge

- Mehr Abwechslung in der Ausbildung bieten und nicht nur die Groß- und Außenhandelsazubis in verschiedene Abteilungen einbinden.
- Respektvolle Kommunikation fördern und Azubis auf Augenhöhe begegnen.
- Schulungen zur Verbesserung der internen Kommunikation einführen.
- Bei personellen Engpässen sicherstellen, dass Auszubildende nicht über längere Zeiträume allein die Verantwortung tragen müssen.

Arbeitszeiten

Die Arbeitszeiten am Empfang waren fest geregelt und lagen für mich durchgehend bei 8:00 bis 17:00 Uhr. Diese starre Vorgabe ließ wenig Spielraum für eine flexible Freizeitplanung. Während die meisten anderen Kolleg:innen im Unternehmen Gleitzeit hatten und somit ihre Arbeitszeiten flexibel gestalten konnten, war dies am Empfang nicht möglich.

Ein konkretes Beispiel dafür war, als ich an einem Freitag aufgrund eines Bahnstreiks darum bat, circa 5 Minuten früher gehen zu dürfen, um die letzte Verbindung sicher zu erreichen. Dies wurde jedoch nur sehr ungerne und mit einem seufzen genehmight, mit der Begründung, dass die Besetzung des Empfangs eigentlich zu wichtig sei.
Natürlich verstehe ich die Notwendigkeit, den Empfang kontinuierlich zu besetzen, jedoch empfand ich diese Entscheidung als wenig nachvollziehbar. Gerade freitagnachmittags war es häufig ruhiger, da viele Kolleg:innen bereits früher gemeinsam Feierabend machten oder im Mobile Office arbeiteten. In dieser Situation hätte ich mir mehr Verständnis für die besonderen Umstände gewünscht.

Spaßfaktor

Mittlerweile gibt es ein Party-Komitee, welches sich dafür engagiert den Feierabend für alle schön zu gestalten. Es werden Sommerfeste und Jubiläen organisiert und sich viel Mühe gegeben.

Aufgaben/Tätigkeiten

Die Aufgaben in meiner Ausbildung waren hauptsächlich auf den Empfang beschränkt. Zu meinen Tätigkeiten gehörten die Begrüßung von Gästen, Telefonannahme, Postbearbeitung sowie die Organisation und Instandhaltung der Meetingräume. Ich hatte allerdings teilweise auch eigene Projekte wie dem Organisieren eines Firmenjubiläums. Ich hatte viele kleine "eigene" Aufgaben, welche das Grundrauschen des Empfangs unterstützen sollten.
Leider hatte ich nicht die Möglichkeit, weitere Abteilungen kennenzulernen oder meine Kenntnisse in anderen Bereichen auszubauen.

Variation

Die Variation in meinen Aufgaben war leider sehr gering. Über den gesamten Zeitraum von 18 Monaten war ich fast ausschließlich im Empfang tätig. Der Wunsch nach Abteilungswechseln oder neuen Aufgabenbereichen wurde nicht berücksichtigt, wodurch die Ausbildung sehr eintönig war.

Respekt

Ich hatte das Gefühl, dass die Azubis im Unternehmen nicht immer mit Respekt behandelt wurden. Oft wurden uns Anweisungen mit lauter Stimme erteilt, die uns deutlich machten, dass wir strenge Regeln zu befolgen hatten (z.B. unbedingt 15 Minuten zwischen Terminen einplanen). Gleichzeitig hielten sich andere Mitarbeitende und Führungskräfte selbst nicht an diese Vorgaben. Zudem fehlte das Vertrauen in unsere Fähigkeit, unsere Termine eigenständig zu planen.

Auch die Kommunikation zwischen Auszubildenden, festangestellten Mitarbeitenden und Führungskräften lief nicht immer reibungslos. Arbeitsanweisungen und deren Begründungen wurden häufig unklar oder widersprüchlich übermittelt.


Arbeitsatmosphäre

Karrierechancen

Ausbildungsvergütung

Die Ausbilder

HilfreichHilfreich?ZustimmenZustimmen?MeldenTeilen

Arbeitgeber-Kommentar

HR-Team

Lieber ehemalige*r Auszubildende*r,

vielen Dank, dass Du Dir die Zeit genommen hast, so ausführlich und ehrlich Deine Erfahrungen mit uns zu teilen. Wir schätzen Dein Feedback sehr, denn nur so können wir unsere Ausbildung stetig verbessern.

Es tut uns leid zu hören, dass die Abwechslung und Flexibilität in Deiner Ausbildung nicht Deinen Erwartungen entsprochen haben und dass Du Dich mitunter überfordert gefühlt hast. Wir nehmen Deine Hinweise sehr ernst, insbesondere den Wunsch nach mehr Einblick in verschiedene Abteilungen sowie die Sorge um die Belastung am Empfang.
Gleichzeitig möchten wir an dieser Stelle darauf hinweisen, dass bei der Ausbildung im Bereich Büromanagement mit Schwerpunkt Sekretariat & Assistenz der Haupteinsatzbereich bei uns im Unternehmen im Office Management liegt. Dies kommunizieren wir bereits von Beginn an ganz transparent entlang des gesamten Recruiting-Prozesses und weisen auf diesen Schwerpunkt auch in den Bewerbungsgespräche intensiv und ausdrücklich hin, damit eben nicht die Situation entsteht, dass Auszubildende mit anderen Vorstellungen in die Ausbildung starten, als das, was wir ihnen dann letztendlich bieten.
Natürlich - und das ist selbstverständlich - halten wir stets den Ausbildungsrahmenplan ein, sodass auch der Einsatz in anderen Abteilungen gewollt, notwendig und auch durchgeführt wird. Analog zur Ausbildung wie bspw. im Bereich Groß- und Außenhandelsmanagement ist ein Einsatz in der Beschaffung oder im Vertrieb aber nun mal leider nicht vorgesehen, sodass dies auch nicht im Rahmen Deiner Ausbildung realisiert werden konnte. An dieser Stelle sind die Azubi-Einsatzmöglichkeiten dann eben den Auszubildenden vorbehalten, für die der Einsatz auch essentiell für die Ausbildung ist.
Dennoch haben wir durch - die auch in Deiner Bewertung angesprochenen Azubi-Projekte - Variationen in den Ausbildungsalltag bringen wollen. So konnten wir zum Beispiel Azubis zu SDG-Scouts (Nachhaltigkeitsbotschafter*innen) ausbilden oder haben bspw. ein umfängliches Azubi-Projekt im Bereich Business Social Media implementiert.

Auch das Thema respektvolle Kommunikation und eine vertrauensvolle Zusammenarbeit liegt uns sehr am Herzen, und wir werden gezielt Schulungen für Führungskräfte und Teams ausbauen, um hier Verbesserungen zu erzielen. Es tut uns leid, wenn Du das Gefühl hattest, dass Dir nicht immer auf Augenhöhe begegnet wurde. Das entspricht nicht unserer Kultur und dem, wie wir mit allen Kolleg*innen - eben ganz unabhängig der Position oder Funktion - umgehen möchten!

Die Situation mit den Arbeitszeiten am Empfang und den begrenzten flexiblen Möglichkeiten nehmen wir ebenfalls gerne auf, um zu schauen, in wie fern hier Optimierungsmöglichkeiten bestehen. Dass man bei schwierigen Verkehrssituationen auch mal früher gehen kann, ist nach Absprache eigentlich immer möglich, sodass wir den Hinweis gerne intern besprechen werden.
Gleichzeitig ist eine vergleichbare Flexibilität mit Kolleg*innen aus anderen Unternehmensbereichen, welche ihre Arbeit rein theoretisch von überall und zu jeder Zeit erfüllen können, im Bereich Office Management schlicht nicht realisierbar, da hier die Aufgaben nun mal vor Ort und zu den üblichen Geschäftszeiten anfallen.

Nochmals vielen Dank für Dein offenes Feedback. Wir wünschen Dir für Deine berufliche und persönliche Zukunft alles Gute und hoffen, dass Du auf die positiven Erfahrungen zurückblicken kannst.

Herzliche Grüße
HR@nutwork

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