Ihr Unternehmen?

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NVISO 
GmbH
Bewertung

Ihr Unternehmen?

Subjektive Wahrnehmung: Kaum zu unterbieten

1,3
Nicht empfohlen
Ex-FührungskraftHat bis 2026 bei NVISO GmbH in Frankfurt am Main gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

Mein Eindruck: Ein paar sehr interessante Kollegen mit außergewöhnlichen Skills und Know-How.

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

Mein Eindruck: Big-4-Mentalität in einer kleinen Firma. HR und GF reden von flachen Hierarchien, das ist nachweislich grob falsch, es gibt teilweise sinnlos viele Ebenen. Die Feedback-KPI lähmt ehrliche Kommunikation und fördert fragwürdiges Verhalten von Vertrieb und Führung ggü den Mitarbeitern und unteren Führungskräften. Die angeblichen Team-Events wurden teils gestrichen, teils auf minimale officenahe Workshop-Aktionen reduziert, wurden aber nach wie vor als Benefit wie auf der Website angepriesen. Fast jeder, mit dem ich mich dort offen und ehrlich austauschen konnte, hat inzwischen ebenfalls gekündigt. Die Professionalität der DACH GFs/Partner, die ich dort erlebt habe entspricht der, die ich ansonsten bei 3-Personen-IT-Firmen erlebt habe. Der Fakt, dass einige belgische FK ihre FK-Ausbildung selbst bezahlen müssen und daher keine haben, tut sein übriges.

Verbesserungsvorschläge

Mein Eindruck: Solange die belgische HQ Führung die Arbeitsweise der DACH-Führung weiterhin toleriert, sehe ich hier keinerlei Verbesserungspotential. Wenigstens ein Mindestmaß an Ehrlichkeit wäre ein Anfang, sonst werden weiterhin reihenweise die Mitarbeiter und Führungskräfte kündigen. Man sollte keine Führungskräfte ohne jegliche Führungskräfteausbildung einsetzen. Die angebotene halb-interne Ausbildung müssen die belgischen Freelancer selbst bezahlung und sparen sich das natürlich. Mit entsprechenden Folgen für die Qualität der Führung.

Arbeitsatmosphäre

Mein Eindruck: Permamenter Druck und tiefes Misstrauen der Führung beherrschen die Atmosphäre.

Image

Mein Eindruck: Das Top-Image des belgischen HQ der Firma hebt das Rating hier. Die Firma hat ein paar weltbekannte Security-Researcher, Youtuber und Blogger. Damit wird das junge Publikum angezogen. Wer wirklich wissen will, wie's läuft, der kann einfach mal auf LinkedIn jemanden suchen, der vor kurzem gekündigt hat und nach den Gründen fragen.

Work-Life-Balance

Mein Eindruck: Von Führungskräften, insbesondere von Managern wird angeblich ein moderater Anteil beim Kunden erwartet und der Rest soll für das Team-Management etc. zur Verfügung stehen. Was ich erlebt habe, widerspricht dem erheblich. Jeder Partner und -anwärter und direkte Vorgesetzte erwartet etwa 100% für seine speziellen Vorstellungen. Macht in der Summe etwa 250-300%. Selbst nachdem ich gekündigt habe, schrieben mich wildfremde ehem. Führungskräfte an, die mich fragten, ob ich es dort auch so absurd empfunden habe und mehrere Headhunter schmunzelten nur beim Namen NVISO mit den Worten "Ach, das sind diejenigen, die die Leute verheizen."

Karriere/Weiterbildung

Mein Eindruck: Es gibt ein Ausbildungsbudget, wie auf der Website beschrieben. Man muss sich allerdings bewusst sein, dass für Führungskräfte eine Reihe halb-interner Führungskräfte-Workshops dazukommt, die ebenfalls vom Budget abgezogen werden, womit faktisch nichts übrig bleibt. Die sind zwar nicht Pflicht aber "dringend empfohlen" also letztlich doch Pflicht.

Kollegenzusammenhalt

Mein Eindruck: Reiner Einzelkämpfer-Modus. Führungskräfte, die Teams zusammenschweißen wollen, sind gefühlt unerwünscht. Hier hat jeder eine Feedback-KPI in seinen Zielen stehen, die auch Feedback von Mitarbeiter zu Mitarbeiter betrifft. Die Auswirkung kann man sich ausmalen. Niemand übt mehr Kritik aus Angst, selbst kein gutes Feedback zu erhalten. Einzelne obere Führungskräfte nutzen das aktiv um Kunden beliebig absurde Versprechen zu machen und dem darais entstehenden Probleme den umsetzenden Consultants anzuhängen. Diese hüten sich, sich zu beschweren. Sie kündigen lieber.

Umgang mit älteren Kollegen

Mein Eindruck: Bereits die HR-Leitung filtert schon im Interview hart gegen ältere Bewerber indem Gespräche wie mit einem Uni-Abgänger geführt werden. Z.B. ob man denn wirklich euphorisch für seinen Job ist. Niemand über 35 ist noch euphorisch, das gebietet die Professionalität, die man über die Zeit erlernt hat. Aber offiziell wundern sich HR und GF, wieso fast nur noch junge Bewerber kommen.

Vorgesetztenverhalten

Mein Eindruck: Eskalationen meinerseits wurden jedes einzelne Mal grob herablassend gehandhabt. Kein Vertrauen, kein Klartext. Jedes Wort wird auf die Goldwaage gelegt und jede Kritik an der Führung wurde als Blasphemie scharf sanktioniert und bei HR als meine angebliche Verfehlung ausgeschmückt dokumentiert.

Arbeitsbedingungen

Mein Eindruck: Das Büro zuletzt im Umbau. Der beliebteste Raum ist sehr laut. Einige spielen auch laut Musik während andere versuchen zu arbeiten. Es traute sich aber niemand, sich zu beschweren, weil er sonst als negative Person hingestellt werden könnte.

Kommunikation

Mein Eindruck: Eher -1 Sterne. Man wird als untere Führungskraft sogar von den eigenen Führungskräften als unzulänglich und faul beleidigt, während man gemeinsam in Teams auf das Protokoll schaut, das glasklar nachweist, dass man die nötigen Infos überhaupt erst am Tag zuvor erhalten hat, weil genau der Chef, der sich gerade beschwert, seit Wochen trotz täglicher Erinnerung die nötigen Infos nicht weitergibt oder keine Entscheidung trifft. Das ging nicht nur mir so, sondern fast allen Führungskräfte-Kollegen. Die Führungskräfte, die noch nicht geflüchtet sind, wirken auf mich mit wenigen Ausnahmen wie ein wandelnder Burnout in Person mit massiven Gedächtnisverlusten. Erinnerung an Vereinbarungen sind undenkbar. Falls du wirklich hier arbeiten solltest: Schreib jedes einzelne Wort auf. Ganz besonders von der GF und von HR.

Gehalt/Benefits

Mein Eindruck: Wenn gerade akute Nachfrage nach deiner Funktion besteht, kann das hoch bis sehr hoch ausfallen. Wenn man hoch verhandelt und dann ein Kunde mit dem konkreten Bedarf abspringt, wird man allerdings um so mehr unter Druck gesetzt um möglichst wieder rentabel zu werden.

Gleichberechtigung

Mein Eindruck: Nicht erkennbar.

Interessante Aufgaben

Mein Eindruck: Interessante Aufgaben gibt es nur, wenn du zu den wenigen Lieblingen der GF gehörst. Der Rest beschäftigt sich nach meinem Erleben mit den Kunden, die sonst niemand haben will und bei denen der Kern deiner Aufgabe darin besteht, den Sündenbock für das Scheitern des Kundenprojektes zu spielen, das der Kunde und die GF selbst verursacht haben. Wenn man gegenüber dem Kunden der Sündenbock wäre, wäre das ja ok, so läuft das Business. Aber nein. Man wird auch intern dafür zum Sündenbock gemacht, auch wenn man gerade einen Tag im Kundenprojekt ist und noch nicht einmal Accounts beim Kunden hat.

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Arbeitgeber-Kommentar

Anna-Sophie SchmitzHR Consultant

Danke für dein offenes Feedback. Es tut uns leid, dass deine Erfahrungen insgesamt so negativ waren. Dein Bericht steht im Gegensatz zu der Zusammenarbeit, die wir anstreben: respektvoll, vertrauensvoll und mit Raum für ehrliche Kritik. Wenn du möchtest, stehen wir für ein vertrauliches Gespräch zur Verfügung.

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Anonym · Sieh, ob’s deinen Kolleg:innen auch so geht.