1 Bewertung von Mitarbeiter:innenkununu Prüfprozess
kununu Prüfprozess
Ihr Unternehmen?
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Das Produkt ist interessant und vielseitig einsetzbar. Besonders positiv war der kollegiale Zusammenhalt im Team.
Seit der Umstrukturierung im Management haben sich Führungsstil und Unternehmenskultur aus meiner Sicht merklich verändert.
Eine stärkere Einbindung der Mitarbeitenden in Entscheidungsprozesse sowie eine gezieltere Nutzung des vorhandenen Erfahrungsschatzes könnten zur Weiterentwicklung des Unternehmens beitragen.
In der lokalen Niederlassung war die Atmosphäre überwiegend positiv, wozu insbesondere das gute Miteinander im Team beigetragen hat. Aus der Unternehmenszentrale wurden hingegen häufiger Vorgaben gemacht, die sich für einzelne Mitarbeitende belastend ausgewirkt haben. Es entstand stellenweise der Eindruck einer stärker kontrollierenden Arbeitsumgebung.
Das Unternehmen ist in seiner Branche bekannt, allerdings aufgrund seines sehr spezialisierten Produkts weiterhin eher ein Nischenanbieter.
Es gab die Möglichkeit, zwei Tage pro Woche im Homeoffice zu arbeiten. An den übrigen Tagen wurde Präsenz erwartet. Durch Gleitzeitregelungen war dennoch eine gewisse Flexibilität gegeben. Urlaub konnte mit entsprechendem Vorlauf in der Regel problemlos genommen werden.
Eine konzernweite Weiterbildungsplattform war vorhanden, jedoch empfand ich das Angebot – besonders außerhalb des Mutterlands – als eingeschränkt. Präsenztrainings fanden vorwiegend in Schweden statt und richteten sich vorrangig an Führungskräfte. Für andere Mitarbeitende blieben die Möglichkeiten begrenzt und wurden selten aktiv kommuniziert.
Die Vergütung war fair, jedoch fehlten zusätzliche Leistungen, wie sie in vielen vergleichbaren Unternehmen inzwischen Standard sind (z. B. Altersvorsorge oder Mitarbeitenden-Benefits). Das Bonussystem war aus meiner Sicht teilweise unrealistisch, da es an Zielsetzungen geknüpft war, die nicht immer erreichbar wirkten.
Das Unternehmen legte in der Außendarstellung großen Wert auf Umwelt- und Sozialverantwortung. In der praktischen Umsetzung zeigte sich jedoch ein eher durchschnittliches Engagement, das dem branchenüblichen Standard entsprach.
Der Zusammenhalt unter den Kolleginnen und Kollegen war einer der großen Pluspunkte in meiner Zeit im Unternehmen. Man konnte sich aufeinander verlassen, was den Arbeitsalltag oft sehr erleichtert hat.
In letzter Zeit fiel auf, dass vermehrt jüngere Mitarbeitende eingestellt wurden. Im Gegenzug nahm die Zahl älterer Kolleginnen und Kollegen merklich ab, was sich auf die Altersstruktur im Unternehmen auswirkte.
Der Führungsstil nach dem Wechsel im Management wurde als deutlich zahlenorientierter wahrgenommen. Einige Entscheidungen wirkten auf mich weniger transparent, was zu einer veränderten Wahrnehmung von Wertschätzung im Arbeitsalltag geführt hat. Das Verhältnis zu Vorgesetzten war dadurch teilweise angespannt. Unter der vorherigen Führung war der Umgang aus meiner Sicht offener und persönlicher.
Die Arbeitsbedingungen waren insgesamt in Ordnung. Allerdings war man häufig selbst dafür verantwortlich, sich um aktuelles Equipment oder notwendige Arbeitsmittel zu kümmern.
Regelmäßige Meetings auf Team- und Unternehmensebene fanden statt und dienten der Weitergabe wichtiger Informationen. Darüber hinaus war die Kommunikation zu bestimmten Themen jedoch teilweise verzögert oder intransparent, wodurch informelle Wege wie der Flurfunk gelegentlich eine größere Rolle spielten.
Im Unternehmen wurden im Hinblick auf Geschlecht, Herkunft oder andere persönliche Merkmale keinerlei Unterschiede gemacht - Gleichberechtigung wurde konsequent gelebt.
Mit der Zeit wurden die Aufgaben stärker standardisiert und detailliert vorgegeben. Das reduzierte die Möglichkeit, eigenverantwortlich zu arbeiten oder eigene Ideen einzubringen. Für mich persönlich ging damit ein Stück Motivation verloren.