Schlecht am Arbeitgeber finde ich
In meiner Erfahrung konnte OMT weder als Arbeitgeber noch als Ausbildungsbetrieb überzeugen. Es gibt in vielen Bereichen deutlichen Verbesserungsbedarf. Aus diesem Grund würde ich Bewerbern gut überlegen, ob dieser Betrieb die richtige Wahl für ihre Ausbildung ist.
Verbesserungsvorschläge
Die Geschäftsführung und die Leitung der Personalabteilung setzen nicht einfach nur Leistungsdruck, sondern üben systematisch Druck auf die Mitarbeitenden aus, der weit über das normale Maß hinausgeht. Die Geschäftsführung lobt sich dabei selbst und nicht die Mitarbeitenden – Aussagen wie „Der Laden läuft, weil wir unsere Arbeit machen“ zeigen eine selbstzufriedene und realitätsferne Haltung. Mitarbeitende werden als selbstverständlich angesehen und erhalten kaum Wertschätzung oder Unterstützung. Dieses Wunschdenken ist nicht nur unrealistisch, sondern gefährdet langfristig den Erfolg des Unternehmens. Ein Führungswechsel und eine neue Unternehmenskultur, die Mitarbeitende ernst nimmt, faire Arbeitsbedingungen schafft und Tarifverträge einführt, sind dringend notwendig.
Arbeitsatmosphäre
Die Arbeitsatmosphäre unter den Kolleginnen und Kollegen war überwiegend positiv und von gegenseitiger Unterstützung geprägt. Im direkten Team herrschte ein guter Zusammenhalt. Sobald es jedoch um den Umgang mit Vorgesetzten oder bereichsübergreifende Themen ging, konnte die Stimmung schnell kippen.
Karrierechancen
Karriere- und Weiterbildungsmöglichkeiten werden im Unternehmen zwar kommuniziert, in der Realität scheinen sie jedoch kaum umgesetzt zu werden. Anfragen zu Weiterbildungen werden häufig abgelehnt, wodurch der Eindruck entsteht, dass Aufstiegschancen eher theoretisch als praktisch vorhanden sind.
Ausbildungsvergütung
Die Vergütung während der Ausbildung ist sehr fair und liegt über dem Branchendurchschnitt. Das ist definitiv der einzige Pluspunkt des Unternehmens.
Die Ausbilder
Die Betreuung durch die Ausbilder war leider nicht ideal. Es kam häufiger vor, dass ich um den Verbleib in meiner Abteilung kämpfen musste. Zudem hatte ich den Eindruck, dass Auszubildende oft zur Kompensation von krankheitsbedingten Ausfällen eingesetzt wurden, was den Ausbildungszweck in den Hintergrund rückte.
Spaßfaktor
Der Spaß an der Arbeit blieb mit der Zeit leider auf der Strecke. Wenn von der Geschäftsführung Druck aufgebaut wurde, war das in nahezu allen Abteilungen spürbar. Die Stimmung unter den Vorgesetzten war oft angespannt, was sich auch auf das Teamklima ausgewirkt hat. Besonders im Bereich Warenlager/Versand fiel die Führung durch einzelne Schichtleiter negativ auf. Die Art der Leitung wirkte häufig unpassend für die Anforderungen an eine motivierende und unterstützende Führungskraft.
Aufgaben/Tätigkeiten
Während meiner Ausbildung wurden mir häufig Aufgaben übertragen, die nicht dem Ausbildungsrahmen entsprachen. Teilweise war ich über Wochen in Abteilungen eingesetzt, die wenig bis gar nichts mit meinem eigentlichen Berufsbild zu tun hatten. Der Eindruck entstand, dass Auszubildende eher als zusätzliche Arbeitskraft statt als Lernende gesehen wurden.
Variation
Ich konnte während meiner Ausbildung viele verschiedene Abteilungen kennenlernen, was grundsätzlich positiv sein könnte. Allerdings war ich insgesamt deutlich länger in fremden Bereichen eingesetzt als in meiner eigentlichen Fachabteilung, was die Qualität der Ausbildung beeinträchtigt hat.
Respekt
Einziger Zusammenhalt im Unternehmen - Arbeitskollegen