Viel Potenzial, wenig Umsetzung
Gut am Arbeitgeber finde ich
Tolle Arbeitskolleginnen und ‑kollegen sowie die Unterstützung durch die IG Metall.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Die stellenweise veraltete Denkweise sowie die Verschlossenheit einiger Personen gegenüber der Digitalisierung und der Erneuerung von Prozessen. Die nicht vorhandene Förderung von motivierten Mitarbeitern.
Verbesserungsvorschläge
Mehr Transparenz mit klaren und logischen Argumenten, statt lediglich schön klingender Phrasen, wäre wünschenswert. Mitarbeitende, die deutliches Interesse und Engagement zeigen, sollten gezielt gefördert werden. Zudem sollte das Thema Work-Life-Balance offen und zeitgemäß gelebt werden. Solange die Arbeit in sehr guter Qualität und mit angemessenem Tempo erledigt wird, stellt sich die Frage, was dagegen spricht, den Mitarbeitenden in bestimmten Punkten mehr entgegenzukommen.
Arbeitsatmosphäre
Die Arbeitsatmosphäre ist abteilungsabhängig: In manchen Abteilungen läuft es etwas besser, in anderen etwas holpriger, insgesamt jedoch gut.
Image
Wenn es um Produkte und Kunden geht, könnten wir marketingtechnisch noch moderner und präsenter auftreten, auch wenn sich hier von Jahr zu Jahr Verbesserungen zeigen. Themen wie Flexibilität, Work-Life-Balance und Weiterbildung werden nach außen besser dargestellt, als sie intern in der täglichen Praxis tatsächlich gelebt werden.
Work-Life-Balance
Es wird von flexiblen Modellen gesprochen, je nach Teamleiter wird jedoch klar nahegelegt, zu festen Zeiten von–bis anwesend zu sein. Dadurch ist die vermeintliche Flexibilität in der Praxis oft eingeschränkt vorhanden. Mobiles Arbeiten war einige Jahre lang an zwei Tagen pro Woche möglich, wurde jedoch ohne logische Begründung auf einen Tag reduziert. Es gibt einige Abteilungen in denen man problemlos 1 Tag Mobiles Arbeiten machen könnte, jedoch wird auch da festgelegt, dass es nicht gehen würde. (kaufmännische Abteilungen) Auch bei der Urlaubsplanung nehmen die abteilungsabhängigen Vorgaben und Einschränkungen stetig zu.
Karriere/Weiterbildung
Weiterbildungs- und Entwicklungsmöglichkeiten sind kaum vorhanden. Weiterbildungen finden nur selten statt, ausgenommen sind verpflichtende Schulungen, die gesetzlich oder unternehmenspolitisch vorgeschrieben sind. Mit Karrieremöglichkeiten wird zwar regelmäßig geworben, in der Praxis werden Sonderaufgaben jedoch meist immer denselben Personen übertragen, die teilweise bereits stark ausgelastet sind, anstatt gezielt andere Kolleginnen und Kollegen zu fördern. Zudem werden Stellen ins Ausland verlagert oder gestrichen und die verbleibenden Aufgaben auf mehrere Schultern verteilt.
Gehalt/Benefits
IG Metall beste ;)
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Auch hier sind wir auf einem gutem Weg, jedoch in kleinen Schritten gerade was das Thema Digitalisierung angeht. Viel mehr könnte z.B. Papierlos abgewickelt werden.
Kollegenzusammenhalt
Die Situation ist stark abteilungs- und situationsabhängig. Zwar wird mit dem Leitgedanken One Oetiker geworben, dieser wird jedoch in der Praxis nicht konsequent gelebt. Auf persönlicher Ebene ist der Zusammenhalt in den meisten Abteilungen grundsätzlich stark. Geht es jedoch um Fehler oder zusätzliche Mehrarbeit, steht schnell jeder sich selbst am nächsten. In solchen Fällen wird weniger im Sinne von One Oetiker gemeinsam nach Verbesserungen gesucht, sondern vielmehr danach, wie man selbst oder das eigene Team möglichst schnell wieder aus der Verantwortung herauskommt.
Umgang mit älteren Kollegen
Soweit ich weiß ist dies vorhanden.
Vorgesetztenverhalten
Je höher die Position der Führungskraft, desto stärker steht der Fokus auf Zahlen. Das Interesse am praktischen Tagesgeschäft ist dabei kaum vorhanden. Bei positiven Themen und guten Kennzahlen ist die Kommunikation präsent und engagiert, bei negativen Entwicklungen wird hingegen möglichst lange geschwiegen oder versucht, diese positiv darzustellen. Auf Abteilungsebene sind die meisten Vorgesetzten hingegen präsent und freundlich, sie können nicht nur fordern, sondern auch loben und zeigen echtes Interesse am Tagesgeschäft in der Praxis.
Arbeitsbedingungen
Einige Räume sind stark in die Jahre gekommen. Es wird versucht, Verbesserungen umzusetzen, jedoch befindet sich ein Großteil der Räumlichkeiten in einem renovierungsbedürftigen Zustand, sodass nur schrittweise Fortschritte möglich sind. Wir sind auf einem gutem Weg.
Kommunikation
Der Flurfunk funktioniert zwar einwandfrei, ob das allerdings positiv oder negativ zu bewerten ist, sei dahingestellt. Es finden zwar regelmäßige Meetings statt, jedoch werden dort häufig überwiegend Zahlen präsentiert. Diese sind selbstverständlich wichtig, für die einzelnen Teammitglieder wäre es jedoch deutlich entscheidender, über Veränderungen in Prozessen informiert zu werden oder darüber, wenn sich in anderen Abteilungen etwas ereignet, das Auswirkungen auf die eigene Abteilung haben könnte. Oft werden Informationen mit oberflächlichen und positiv klingenden Aussagen kommuniziert, wobei es dabei an logisch nachvollziehbarem und inhaltlich greifbarem Input mangelt.
Gleichberechtigung
Soweit ich weiß ist dies vorhanden.
Interessante Aufgaben
In jeder Abteilung gibt es spannende Aufgaben, die entweder im täglichen Arbeitsalltag oder im Rahmen besonderer Sonderaufgaben anfallen.

