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Oetiker 
Deutschland 
GmbH
Bewertung

Viel Potenzial, wenig Umsetzung

3,2
Nicht empfohlen
Angestellte/r oder Arbeiter/inHat zum Zeitpunkt der Bewertung bei Oetiker Deutschland GmbH in Endingen gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

Tolle Arbeitskolleginnen und ‑kollegen sowie die Unterstützung durch die IG Metall.

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

Die stellenweise veraltete Denkweise sowie die Verschlossenheit einiger Personen gegenüber der Digitalisierung und der Erneuerung von Prozessen. Die nicht vorhandene Förderung von motivierten Mitarbeitern.

Verbesserungsvorschläge

Mehr Transparenz mit klaren und logischen Argumenten, statt lediglich schön klingender Phrasen, wäre wünschenswert. Mitarbeitende, die deutliches Interesse und Engagement zeigen, sollten gezielt gefördert werden. Zudem sollte das Thema Work-Life-Balance offen und zeitgemäß gelebt werden. Solange die Arbeit in sehr guter Qualität und mit angemessenem Tempo erledigt wird, stellt sich die Frage, was dagegen spricht, den Mitarbeitenden in bestimmten Punkten mehr entgegenzukommen.

Arbeitsatmosphäre

Die Arbeitsatmosphäre ist abteilungsabhängig: In manchen Abteilungen läuft es etwas besser, in anderen etwas holpriger, insgesamt jedoch gut.

Image

Wenn es um Produkte und Kunden geht, könnten wir marketingtechnisch noch moderner und präsenter auftreten, auch wenn sich hier von Jahr zu Jahr Verbesserungen zeigen. Themen wie Flexibilität, Work-Life-Balance und Weiterbildung werden nach außen besser dargestellt, als sie intern in der täglichen Praxis tatsächlich gelebt werden.

Work-Life-Balance

Es wird von flexiblen Modellen gesprochen, je nach Teamleiter wird jedoch klar nahegelegt, zu festen Zeiten von–bis anwesend zu sein. Dadurch ist die vermeintliche Flexibilität in der Praxis oft eingeschränkt vorhanden. Mobiles Arbeiten war einige Jahre lang an zwei Tagen pro Woche möglich, wurde jedoch ohne logische Begründung auf einen Tag reduziert. Es gibt einige Abteilungen in denen man problemlos 1 Tag Mobiles Arbeiten machen könnte, jedoch wird auch da festgelegt, dass es nicht gehen würde. (kaufmännische Abteilungen) Auch bei der Urlaubsplanung nehmen die abteilungsabhängigen Vorgaben und Einschränkungen stetig zu.

Karriere/Weiterbildung

Weiterbildungs- und Entwicklungsmöglichkeiten sind kaum vorhanden. Weiterbildungen finden nur selten statt, ausgenommen sind verpflichtende Schulungen, die gesetzlich oder unternehmenspolitisch vorgeschrieben sind. Mit Karrieremöglichkeiten wird zwar regelmäßig geworben, in der Praxis werden Sonderaufgaben jedoch meist immer denselben Personen übertragen, die teilweise bereits stark ausgelastet sind, anstatt gezielt andere Kolleginnen und Kollegen zu fördern. Zudem werden Stellen ins Ausland verlagert oder gestrichen und die verbleibenden Aufgaben auf mehrere Schultern verteilt.

Gehalt/Benefits

IG Metall beste ;)

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Auch hier sind wir auf einem gutem Weg, jedoch in kleinen Schritten gerade was das Thema Digitalisierung angeht. Viel mehr könnte z.B. Papierlos abgewickelt werden.

Kollegenzusammenhalt

Die Situation ist stark abteilungs- und situationsabhängig. Zwar wird mit dem Leitgedanken One Oetiker geworben, dieser wird jedoch in der Praxis nicht konsequent gelebt. Auf persönlicher Ebene ist der Zusammenhalt in den meisten Abteilungen grundsätzlich stark. Geht es jedoch um Fehler oder zusätzliche Mehrarbeit, steht schnell jeder sich selbst am nächsten. In solchen Fällen wird weniger im Sinne von One Oetiker gemeinsam nach Verbesserungen gesucht, sondern vielmehr danach, wie man selbst oder das eigene Team möglichst schnell wieder aus der Verantwortung herauskommt.

Umgang mit älteren Kollegen

Soweit ich weiß ist dies vorhanden.

Vorgesetztenverhalten

Je höher die Position der Führungskraft, desto stärker steht der Fokus auf Zahlen. Das Interesse am praktischen Tagesgeschäft ist dabei kaum vorhanden. Bei positiven Themen und guten Kennzahlen ist die Kommunikation präsent und engagiert, bei negativen Entwicklungen wird hingegen möglichst lange geschwiegen oder versucht, diese positiv darzustellen. Auf Abteilungsebene sind die meisten Vorgesetzten hingegen präsent und freundlich, sie können nicht nur fordern, sondern auch loben und zeigen echtes Interesse am Tagesgeschäft in der Praxis.

Arbeitsbedingungen

Einige Räume sind stark in die Jahre gekommen. Es wird versucht, Verbesserungen umzusetzen, jedoch befindet sich ein Großteil der Räumlichkeiten in einem renovierungsbedürftigen Zustand, sodass nur schrittweise Fortschritte möglich sind. Wir sind auf einem gutem Weg.

Kommunikation

Der Flurfunk funktioniert zwar einwandfrei, ob das allerdings positiv oder negativ zu bewerten ist, sei dahingestellt. Es finden zwar regelmäßige Meetings statt, jedoch werden dort häufig überwiegend Zahlen präsentiert. Diese sind selbstverständlich wichtig, für die einzelnen Teammitglieder wäre es jedoch deutlich entscheidender, über Veränderungen in Prozessen informiert zu werden oder darüber, wenn sich in anderen Abteilungen etwas ereignet, das Auswirkungen auf die eigene Abteilung haben könnte. Oft werden Informationen mit oberflächlichen und positiv klingenden Aussagen kommuniziert, wobei es dabei an logisch nachvollziehbarem und inhaltlich greifbarem Input mangelt.

Gleichberechtigung

Soweit ich weiß ist dies vorhanden.

Interessante Aufgaben

In jeder Abteilung gibt es spannende Aufgaben, die entweder im täglichen Arbeitsalltag oder im Rahmen besonderer Sonderaufgaben anfallen.

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Arbeitgeber-Kommentar

Nicole RiesHead of HR Germany

Liebe:r Kolleg:in,

vielen Dank, dass du dir die Zeit genommen hast, uns ein so differenziertes Feedback zu geben. Wir freuen uns, dass du die Zusammenarbeit mit deinen Kolleg:innen hervorhebst- das sind Werte, die uns wichtig sind.

Auch dass du deine Aufgaben als spannend empfindest und die Chancengleichheit sowie den Umgang mit älteren Kolleg:innen positiv bewertest, freut uns sehr.

Deine differenzierte Rückmeldung zur Arbeitsatmosphäre, Kommunikation und zum Kollegenzusammenhalt zeigt uns, dass es abteilungsübergreifend noch Luft nach oben gibt, gerade wenn es um den Informationsfluss und das gemeinsame Einstehen für Herausforderungen geht.
Im Moment läuft bei uns ein Vorgesetztenentwícklungsprogramm mit 4 Modulen über einen längeren Zeitraum, deine angesprochene Punkte sind ein großer Teil dieses Programmes und hilft den Vorgesetzten dabei in Zukunft solche Themen weiterzuentwickeln.

Zum Thema Homeoffice möchten wir kurz einordnen: Die Anpassung auf einen Tag pro Woche wurde bewusst vorgenommen, um den persönlichen Austausch im Team wieder stärker zu fördern. Gleichzeitig gibt es weiterhin Möglichkeiten, über flexible Arbeitszeitmodelle im kaufmännischen Bereich sowie tarifliche Leistungen wie Sonderurlaub, Überstundenregelungen, T-Zug-Tage, 36 Stunden Woche, Teilzeitregelungen oder den Jubiläumsurlaub eine gute Work-Life-Balance zu gestalten.

Zum Thema Weiterbildung möchten wir zudem auf unser Unterstützungsprogramm hinweisen, denn wir beteiligen uns an privaten Weiterbildungen.
Sprich uns hierzu gerne direkt an, wir freuen uns, wenn du dieses Angebot nutzt.

Deine Hinweise zu den Arbeitsbedingungen und zur Digitalisierung nehmen wir ernst - wir wissen, dass hier noch nicht alles optimal ist, arbeiten aber kontinuierlich an Verbesserungen.

Dein Wunsch nach mehr Transparenz und gezielter Förderung engagierter Kolleg:innen ist uns wichtig und wir nehmen dies gerne als Ansatzpunkt für weitere Gespräche mit.

Melde dich jederzeit gerne bei mir für ein offenes Gespräch oder über FeedbacktoHr@oetiker.com, wenn du deine Erfahrungen und Ideen näher mit uns teilen möchtest.

Nochmals vielen Dank für dein ehrliches Feedback – es hilft uns, als Unternehmen zu wachsen und uns kontinuierlich zu verbessern.

Beste Grüße
Nicole

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Wie läuft deine Arbeitswoche?

Anonym · Sieh, ob’s deinen Kolleg:innen auch so geht.