Glänzende Außendarstellung – bröckelnde Realität dahinter
Gut am Arbeitgeber finde ich
- Die Möglichkeit zum Homeoffice ist ein klarer Pluspunkt und hilft, den Arbeitsalltag zumindest teilweise flexibel zu gestalten und etwas Belastung abzufangen.
- Fachlich gibt es spannende Themen und interessante Projekte, bei denen man theoretisch viel lernen könnte – sofern das Arbeitsklima es zulässt.
- Die Nähe zu wissenschaftlicher Arbeit und aktuellen Forschungsthemen ist grundsätzlich reizvoll.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Strukturelle Probleme wie Schein-Gleichberechtigung, subtile Einschüchterung und persönliche Abhängigkeiten werden ignoriert oder sogar aktiv gefördert.
Verbesserungsvorschläge
- Stärkere Kontrolle und Sensibilisierung von Führungskräften
- Keine Duldung von Günstlingswirtschaft
- Gleichberechtigung nicht als PR, sondern als Haltung leben
- Förderung nach Leistung, nicht nach Nähe zur Leitung
- Vermeidung unterschwelliger Drohungen + Konsequentes Vorgehen gegen Mobbing und Einschüchterung
- Klare Richtlinien für Beziehungen am Arbeitsplatz
Arbeitsatmosphäre
Die Atmosphäre ist unangenehm und toxisch. Besonders in bestimmten Gruppen herrscht eine ausgeprägte Ellbogenmentalität, und Mobbing gehört zum Alltag. Ein Liebling, kurz vor dem Abschluss seiner Dissertation, ist fachlich völlig inkompetent und ohne Informatik‑Hintergrund, kompensiert dies jedoch erfolgreich durch gezieltes Einschmeicheln und konsequentes Delegieren seiner Aufgaben an Kolleginnen, Kollegen und Studierende.
Work-Life-Balance
Die Work-Life-Balance ist dank der Möglichkeit des Homeoffice akzeptabel, da nur so die anhaltende Belastung im Arbeitsalltag abgefedert werden kann. Ohne diese Flexibilität wäre es nicht auszuhalten.
Vorgesetztenverhalten
Unter den Mitarbeitenden herrscht permanent Angst, da regelmäßig unterschwellige Drohungen bezüglich Probezeit und Vertragsverlängerungen ausgesprochen werden wie „Wie lange geht deine Probezeit nochmal?“ oder „Wann muss dein Vertrag verlängert werden?“. Durch die doppelte Abhängigkeit von Dissertation und Einkommen ist diese Situation besonders belastend.
Interessante Aufgaben
Fachlich gibt es spannende Themen und interessante Projekte, bei denen man theoretisch viel lernen könnte – sofern das Arbeitsklima es zulässt.
Gleichberechtigung
Im Hinblick auf Gleichberechtigung dominiert Schein statt Substanz. Obwohl offiziell mit „Female Empowerment“ geworben wird, spiegelt der Arbeitsalltag das Gegenteil wider.
Frauen werden gezielt bei öffentlichen Terminen in den Vordergrund gestellt, um Diversität nach außen vorzutäuschen. Auch die Personalentwicklung trägt zu dieser problematischen Situation bei, indem sie weibliche Mitarbeitende in klischeehaften Mediationskursen, virtuellen Kaffeekränzchen und Selbstfindungsseminaren zusammenfasst, was das diskriminierende Narrativ bedient, Frauen seien grundsätzlich defizitär.
All dies findet ausgerechnet unter dem Deckmantel von „Female Empowerment“ statt und verstärkt das strukturelle Problem, statt es zu lösen.
Gehalt/Benefits
Es wird nach Tariflohn bezahlt. Ist also nicht schlecht.
Karriere/Weiterbildung
Gibt für alle das gleiche Seminarangebot. Wenn du ganz lieb fragst, wird es dir vielleicht genehmigt - die Mehrarbeit dadurch bekommst du natürlich oben drauf.
