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Ogilvy 
GmbH
Bewertung

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Wenn es um die Drehtür schneit...

2,2
Nicht empfohlen
Ex-Angestellte/r oder Arbeiter/inHat zum Zeitpunkt der Bewertung nicht mehr bei OgilvyOne GmbH in Frankfurt am Main gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

Wo soll ich da nur Anfangen…?
Beruflich bin ich in einer kleinen Agentur mit eher regionalen Kunden in einer Provinzgroßstadt gestartet und habe schon in der Ausbildung natürlich in einschlägigen Fachzeitschriften der Branche von den großen und tollen Agenturen gelesen und wollte natürlich bin ich ehrgeizig genug mich weiterentwickeln zu wollen und irgendwann eben auch dann Karriere machen und bei den großen internationalen Etats mit zu spielen. Der Absprung nach oben ist mir dann auch zeitnah zunächst in bzw. nach Hamburg nach der Ausbildung gelungen und so war ich einige Jahre schon in einem der Top-Agenturen-Netzwerke am Standort Hamburg wo auch schon nicht alles Gold ist was glänzt und entwickelte mich.

Nach einigen Agenturen und Berufsjahren wechselte ich 2005 dann zu einem Ableger von OGILVY der OGILVY ONE WOLRDWIDE nach Frankfurt/Main um auch meiner Heimatstadt wieder etwas näher zu sein.

Die Agenturen-Welt die den Namen OGILVY trägt, hielt ich bis dahin auch für die weltbeste Agentur, die für tolle kreative und manchmal etwas verrückte crossmediale Kommunikation und Werbung einerseits und die neben internationalem Ansehen auch für ein gutes Betriebsklima, Karriere-Chancen und Berufs-Perspektiven steht andererseits.

Vor allem aber auch für einen fairen Umgang miteinander, für Werte und Professionalität wie ich glaubte und man ja auch stets zu vermitteln versucht im Außenauftritt. Man macht ja so viel für das Wohlbefinden der Mitarbeiter und den Teamzusammenhalt.

Doch alles hat seinen Preis! So auch das.

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

So ist es nicht gern gesehen wenn man den Luxus der Räume in der Darmstädter-Landstraße 112 verlässt. Also statt in der subventionierten Kantine
in Restaurantqualität man außerhalb spießt und das Haus verlässt. Es gibt einen kleine internen Supermarkt und sogar eine eigene Bar, was schon recht beeindruckend und auch etwas für mich Gewöhnungsbedürftig gewesen ist, während der Arbeitszeit einfach mal eine Besprechung an der Bar zu machen. Es braucht seine Zeit bis man mit den Freiheiten bei Ogilvy umgehen lernt und weiß wo die Grenzen gesetzt sind. Dies gilt auch für die AGILE Arbeitsweise dort, die damals noch nicht so hieß und noch nicht so bekannt war die aber auch so ihre Tücken hat. Zwar sind alle sehr freundlich am Anfang aber dennoch ist mal beim On-Boarding erst mal ziemlich lost.

Als ich den Job bekam, war ich unvorstellbar Happy, und dachte ich hab das große Los gezogen und sei nun in der Profi-Liga angekommen und werde dort meinen Weg gehen. Weit gefehlt! Ich wurde sehr schnell von meiner Wolke auf den Boden der Tatsachen geholt. Gutes Image ist bei Ogilvy wohl nur das Ergebnis einer hervorragenden, Arbeit der internen PR für sich selbst, hinter den Kulissen sieht es leider ganz anders aus.
Zunächst einmal sind natürlich die modernen Arbeitsausstattung und Büros wo es an nichts fehlt toll, auch die ganzen Freiheiten und Räume sich selbst zu organisieren. Aber da fängt e schon an mit den Problemen denn neue Firme, neues Team, neue Kunden, neues Niveau, neue Freiheiten, sind auch herausfordernd und man muss sich erst mal selbst auch etwas zurechtfinden und ausprobieren, das braucht seine Zeit. Doch die hat man nicht da direkt eine Stoppuhr läuft die sagt wann Du funktionieren musst.

Nach 4 Wochen spätestens musst du laufen oder du bist weg vom Fenster. Bei aller Lockerheit und scheinbarer Freundlichkeit acht drauf, dass Du nicht auch nicht versehendlich plötzlich am falschen Tisch sitzt bei den obersten Chefs, selbst wenn diese dir freundlich einen freien Platz anbieten, du kannst dich bei deiner Führungsetage da damit schnell unbeliebt machen wenn Du zu gut im Netzwerken bist, das wird teils wohl als bedrohlich betrachtet. Denn OGILVY hat zwei Ebenen.

Die offensichtliche und die verborgene. Es sagt dir niemand Bescheid, dass alle auf Samstags und Sontags im Büro sitzen und es eigentlich keine echte Work-Life-Balance gibt für Projektleiter sowieso nicht, denn die können nicht etwas Feierabend machen während das Team noch arbeitet.
Das man erwartet, dass du auch am Wochenende dort antrittst ergibt sich wohl aus der Zugangskarte und dem Hinweis das der Counter am Empfang sei 24/7 besetzt, nur Abends und am Wochenende man sich nicht wundern sollte, weil statt der Empfangsdamen dort dann ein Wachschutz sitzt.
Ich hab es nicht kapiert, erst als ich am WE nochmal ins Büro bin weil ich im Schreibtisch meinen Geldbeutel vergessen hatte, und erstaunt war das jeder da ist…

Weniger toll ist auch das Klima in vielen Teams und die ganzen Herrschaften die glauben „es nicht nötig zu haben“, die ständig „Befindlichkeiten haben“ und „Kreative die herumzicken“. Sicher ich verstehe auch, dass Kreativarbeit nichts ist was auf Knopfdruck geht und seine Zeit und Muse braucht. Dafür sind aber dann die Fristen und Abgabetermine extrem knapp gefasst, was schon einen gewissen nicht mehr so ganz entspannten Druck aufbaut. Hinzu kommen in meinem Fall zumindest einige Kunden ständige Änderungswünsche haben, und sich am Tag 38 mal dann aber umentscheidet was sie nun wollen, was zum einen nicht mehr im avisierten Budget liegt und man nachkalkulieren muss, aber eben auch was zu Frust bei den Kreativen führt, aber auch zu einer Abwehrreaktion sich weniger Mühe zu geben bzw. zu einer Haltung bei einigen „der Kunde soll mal froh sein dass ich überhaupt für ihn arbeite“ beides keine sehr guten Haltungen und keine gute Situation. Wenn widerspenstige Kreative und das Web-Development das eigentlich ein nachgelagerter Betrieb ist der zwar auch zum Ogilvy-Netzwerk gehört jedoch aber eigentlich Zulieferer ist, und Projekte programmiertechnisch umsetzen soll, dann aber ständig noch reinquatscht und seine Kompetenzen überschreitet, wenn sich raus stellt, das eigentlich jeder ein Eigenleben dort hat macht was er will und eigentlich selten was er soll. Und man als der Projektleiter zwar alles verantwortet aber quasi dank einer „dienenden Führung“ keinerlei wirklichen Einfluss oder gar ein Druckmittel hat das Team auf Spur zu halten. Wir die Luft ziemlich dünn und die Möglichkeiten sind recht dürftig. Stattdessen soll man „vertrauen“ was einem wenn es schief geht aber schnell das Genick brechen kann und klar wird warum es eine Drehtür gibt. Der Projektleiter bei Ogilvy sitzt auf einem ständigen Schleudersitz und wird gewissermaßen „verbraucht“.

Verbesserungsvorschläge

Rückbesinnung auf alte Werte, vernüftige Strukturen und nicht wie in einer Hippie-WG wo jeder macht was er will aber keiner was er soll!

Arbeitsatmosphäre

Es als berufliches Kriegsgebiet zu bezeichnen, würde ich jetzt nicht als übertrieben ansehen. es ist jedengfalls nicht das was es versucht nach außen darzustellen.

Image

Das Image ist (leider) sehr hoch... und das ist glaube ich auch ein teil des Problems von: To big, to fail!

Work-Life-Balance

Existiert quasi nicht wer drot anfängt geht nur noch zum schlafen heim!

Karriere/Weiterbildung

Leider nicht man hat dafür garkeine Zeit!

Gehalt/Benefits

Für das was man sich dort antut und wa erwartet wird ist es definitiv deutlich zu nidrig...

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Offiziell ja, inoffiziell nein!

Kollegenzusammenhalt

Es gibt zwei ebenen die offensichtliche und die hinternrum.

Denn es gibt quasi drei Teams dort in jemadem Team…

Das erste das aus der Führung und der A-Auswahl besteht, dieunberührbaren diese sind quasi unantatsbare egal was sie machen.

Das zweite meist aus den Kreativen und egal wie viel Mist die bauen sind das Kapital der Agentur und haben meist Narrenfreiheit, wird Ihnen von der Führung noch das Köpfchen getätschelt und drüber hinweg geschaut bzw. es dann anderen Mitarbeitern aus dem dritten Team also die das Verschleißmaterial darstellen angehangen.

Denn einer muss ja immer schuld sein, und die werden früher oder später alle einfach verheizt. Man versucht zwar extrem professionell sich nach außen darzustellen, doch stellenweise kam ich mir nicht wie in „DER PROFI-LIGA“, sondern wie im Kindergarten vor. Und hab mich manchmal gefragt, ob man statt der Cocktail-Bar im Keller nicht lieber ein Bällebad, und ein Laufställchen mit Bauklötzen und Wachsmalstiften eingerichtet hätte.

Umgang mit älteren Kollegen

Wie in allen Agenturen gibt es nur an der Spitze wenn überhauopt ältere Kollegen, alles was im Feld steht wird irgendwann rasiert...

Vorgesetztenverhalten

Irreführen wenn Du am einen Tag gesagt bekommst, im Feedbackgespäch wie super alles mit dir ist und wie gut du dich machst und du zwei Tage später von de rgleichen Person erklärt bekommst dass man dich aus irgendwelchen vorgeschobenen Gründen leider absägt... statt wenigstens bei der Wahrheit zu bleiben... ganz mies finde ich aber dann dass noch versucht wird einem einen rein zu drücken und man sogar zum Dank noch nachtritt und einem erstmla versucht ein schlechte Zeugnis auszustellen bevor man etwas bekommt was aktzeptabel ist.

Arbeitsbedingungen

Die Umgebung und Austattung ist oberste Soitze man sollte sich davon aber nicht alleine blenden lassen und genauer hinschauen!

Kommunikation

Es wird zwar viel Wert auf Kommunikation gelegt ob die aber ankommt und Beachtung findet ist so das eine das andere man selbst wird zugespamt...

Gleichberechtigung

Ja

Interessante Aufgaben

Grundsätzlich wäre alles okay wenn man halt das Onboarding für neue Kollegen verbessert vor allem für Nachwuchskräfte und Ihnen auch erstmla die zeit gibt und die Unterstützung besser reinzukommen, dann man die leute nicht verheizrt... auch ein Kunde muss mal gesagt bekommen was dann halt nicht mehr geht, also Abgabetermin halten und 38 mal alles komplett ändern wollen und dann noch das gleiche bezahlen wollen dafür passt nicht zusammen und bekommt eben auch sonst niemand harmonisiert... weil weder sie Zeitreisen bereits erfunden, noch kann man
nur ein Haus bezahlen wollen es sich aber 38 bauen lassen bis eins eines dann mal passt. Das ist unwirtschaftlich!

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Arbeitgeber-Kommentar

Kai Schlüter, Senior Talent Acquisition Manager
Kai SchlüterSenior Talent Acquisition Manager

Wir danken Dir sehr für Deine sehr ausführliche Bewertung.
Alle Deine angesprochenen Punkte werden wir im Detail prüfen.

Solltest Du darüber hinaus noch Gesprächsbedarf haben, melde Dich gerne direkt bei uns unter talents@ogilvy.com.

Viele Grüße
Dein Ogilvy People Team

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