Gut am Arbeitgeber finde ich
Nothing comes to mind
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
1. Arbeitsatmosphäre
- Sehr schlechte, vor allem in globalen Teams stark amerikanisch geprägte Arbeitsatmosphäre.
- Bei globalen Meetings wurden häufig nur die Zeitzonen USA und Japan berücksichtigt, mit Terminen um zwei oder drei Uhr nachts deutscher Zeit.
- Viele globale Teams hatten diverse wöchentliche Regeltermine und die lagen immer für mindestens eine Zone extrem unglücklich
- Die „No Global Meetings Week“ wurde häufig ausgehebelt.
- Das Büro musste abends um acht verlassen werden, wodurch nächtliche Arbeit von zu Hause nötig war - aber auch Termine morgens um 5 Uhr war nicht unüblich
- Kaum gemeinsame Präsenz im Büro und wenig erlebbarer Austausch.
2. Kommunikation
- Sehr schlecht, intransparent und kaum bis in die Teams kaskadiert.
- Informationen wurden im Unternehmen schlecht geteilt; vieles wurde unter „geheim“ zurückgehalten.
- Der letzte Restrukturierung wurde versucht über Monate geheim zuhalten, obwohl viel Gerüchte schon kursierten und die Mitarbeiter Fragen gestellt haben
- Dauerhafte Unsicherheit darüber, ob weitere Entlassungen kommen, wen sie treffen und nach welchen Kriterien entschieden wird, das Zielbild war unklar
- Kurzfristige Anfragen frühmorgens oder spätabends mit 12-24-Stunden-Turnaround, ohne erkennbare Priorisierung oder realistische Planung.
3. Zusammenhalt
- Praktisch nicht vorhanden.
- Gerade in der Restrukturierung ging zuletzt jeder für sich selbst.
- Kaum gegenseitige Unterstützung oder das Gefühl, sich auf Kolleginnen und Kollegen verlassen zu können.
- Schlechterer Kollegenzusammenhalt als in allen anderen Corporates, die ich kenne
- Inzwischen ausgeprägte Hire-and-Fire-Kultur
4. Work-Life-Balance
- Faktisch nicht gegeben.
- Erwartung, 24/7 für Olympus verfügbar zu sein (Loyalität wurde erwartet, aber nur in eine Richtung)
- Mitternachtstermine, nächtliche Arbeit und kurzfristige Deadlines machten Privatleben und Planbarkeit unmöglich.
- Widerspruch zwischen den propagierten Werten wie Empathie und Integrität und der tatsächlichen Arbeitsorganisation.
5. Vorgesetztenverhalten
- Über die gesamte Zeit sehr schlecht: Kommunikation fand nicht statt; kaum Unterstützung oder sichtbarer Rückhalt für Mitarbeitende.
- Intrigantes, taktisches und wechselhaftes Verhalten, „Fähnchen im Wind“.
- Keine Verlässlichkeit, kein Rückgrat, keine Verantwortungsübernahme.
- Die Führungspersonen hätten aus meiner Sicht keine Führungsverantwortung tragen dürfen.
- Viele haben sich nmE strafbar verhalten und die Verschwendung und wie Ressourcen verbrannt wurden war *ohne Worte*
- Es ging die Angst um, dass wenn man etwas bspw. nicht macht man auf eine 'schwarze Liste' kommt und damit die Karriere beendet ist
6. Gleichberechtigung
- In meiner Abteilung gingen Beförderungen ausschließlich an Männer.
- Frauen wurden systematisch übergangen, obwohl ihnen Entwicklungsschritte oder Beförderungen zugesagt worden waren.
- Zusagen, etwa eine Beförderung nach einem Abschluss, wurden über Jahre nicht eingehalten.
- Für Frauen wurden immer neue Gründe gesucht
- Beförderungen von Männern wurden möglichst wenig offen kommuniziert, waren durch Titeländerungen aber sichtbar.
- Frauen verließen das Teams / Olympus immer wieder frustriert.
- Führungs- und Entscheidungspositionen waren von Männern geprägt.
7. Arbeitsbedingungen
- Moderne Büros, aber nahezu vollständig Open Space und zu wenige Rückzugsmöglichkeiten für konzentriertes Arbeiten.
- Kaum nutzbarer Stauraum; kleine Locker sollten angeblich nicht über Nacht genutzt werden.
- Arbeitsmaterial wie Maus, Tastatur und Unterlagen hätte täglich transportiert werden müssen.
- Passiv-aggressive Post-its zur Arbeitsplatznutzung verschlechterten das Zwischenmenschliche.
- Alte Laptops, häufige technische Probleme und schwer auffindbare Dokumente.
- Langsamer, schlecht geregelter IT-Support.
- HR war nicht direkt erreichbar; selbst dafür musste ein Ticket eröffnet werden.
- Insgesamt für ein Unternehmen dieser Größe maximal schlecht organisiert.
8. HR
- HR äußerst unprofessionell, Verträge enthielten idR Fehler, Unterlagen gingen verloren
9. Grundsätzliche Unternehmensentwicklung
- Eine laufende Abwärtsspirale, die sich in den kommenden Jahren eher verschärfen wird.
- Durch BCG und McKinsey angestoßene Prozesse nicht mehr kontrollierbar.
- Kosmetische Personalmaßnahmen lösen das Problem nicht.
- Untere Mitarbeitende werden zur Kostenreduktion abgebaut, obwohl sie die Probleme nicht verursacht haben, während der Vorstand pP ein Jahresgehalt eines durchschnittlichen MA im Monat für First Class Flüge ausgibt
- Langjährigen, problematische Führungskräfte, die Veränderung verhindern und ein toxisches Umfeld prägen.
- Erforderlich wäre ein breiter Austausch der Führungsriege statt punktueller Korrekturen.
Verbesserungsvorschläge
Aus meiner Sicht ist der Punkt erreicht, an dem kosmetische Einzelmaßnahmen nicht mehr reichen. Die Abwärtsspirale ist bereits in vollem Gang. Zu viele, mit externen Beratungen angestoßene Prozesse wirken nicht mehr steuerbar und verschärfen die Probleme, statt sie zu lösen.
Es braucht eine grundlegende (globale) personelle Erneuerung der Führungsriege. Einzelne problematische Personen zu entfernen, während der überwiegende Teil der bestehenden Strukturen und Führungskräfte bleibt, ist reine Kosmetik. Führungskräfte, die über Jahre keine Verantwortung übernommen, Veränderungen verhindert oder ein toxisches Umfeld geprägt haben, müssten gezielt aus ihren Rollen genommen werden.
Stattdessen werden Mitarbeitende auf unteren Ebenen abgebaut, obwohl sie die Ursachen der Probleme nicht geschaffen haben. Solange Kostenreduktion vor echter Führungsverantwortung und konsequenter Erneuerung steht, wird sich die Situation aus meiner Sicht weiter verschlechtern.
Arbeitsatmosphäre
Die Arbeitsatmosphäre in den globalen Teams war für mich dauerhaft belastend. Zwar gab es eine Regel, nach der einmal im Monat keine Meetings über alle drei Zeitzonen angesetzt werden sollten. Bei Terminen mit oberster Führungsebene galt dieser Schutz nach meiner Erfahrung faktisch nicht. Die Zeiten orientierten sich dann vor allem an den USA und Japan, wodurch Meetings in deutscher Zeit teilweise bis zwei oder drei Uhr nachts gingen.
Für diese späten Termine musste von zu Hause gearbeitet werden, da das Büro abends geschlossen wurde. Gleichzeitig war im Büro wenig gemeinsames Arbeiten oder Austausch erlebbar. Die Kombination aus dauerhaft ungünstigen Arbeitszeiten, geringer Rücksicht auf die europäische Zeitzone und fehlender Präsenz führte bei mir zu Erschöpfung und einer sehr schlechten Arbeitsatmosphäre.
Image
Nach dieser Erfahrung ... sehr negativ. Außen "hui" Innen "pf-ui" trifft es aus meiner Sicht am besten.
Work-Life-Balance
Eine Work-Life-Balance war in meinem Arbeitsumfeld faktisch nicht möglich. In globalen Teams wurden bei Terminen mit oberster Führungsebene vor allem die Zeitzonen in den USA und Japan berücksichtigt. Meetings fanden dadurch schonmal um zwei oder drei Uhr nachts deutscher Zeit statt, Termine in den späten Abendstunden mir den USA waren die Regel. Da das Büro ab 20 Uhr geschlossen war, bedeutete das zusätzlich regelmäßige Arbeit von zu Hause zu ungewöhnlichen Zeiten.
Hinzu kamen kurzfristige Anfragen am frühen Morgen oder späten Abend mit einer erwarteten Bearbeitung innerhalb von 24 Stunden. Planbarkeit und eine verlässliche Trennung zwischen Arbeitszeit und Privatleben waren unter diesen Bedingungen kaum gegeben. Für mich stand diese Arbeitsorganisation in deutlichem Widerspruch zu den Werten wie Empathie und Integrität, die Olympus für sich in Anspruch nimmt.
Karriere/Weiterbildung
Nicht das ich wüsste.
Kollegenzusammenhalt
Einen verlässlichen Kollegenzusammenhalt habe ich in meinem Arbeitsumfeld bei Olympus nicht erlebt. Gerade während der Restrukturierung wurde der Austausch spürbar vorsichtiger und gegenseitige Unterstützung war kaum vorhanden. Viele waren verständlicherweise mit der eigenen Situation beschäftigt, doch das führte dazu, dass Mitarbeitende weitgehend auf sich allein gestellt blieben.
Im Vergleich zu anderen Konzernumfeldern, die ich kenne, war dieses fehlende Miteinander besonders ausgeprägt. In einer ohnehin unsicheren Phase gab es kaum das Gefühl, sich auf Kolleginnen und Kollegen verlassen zu können.
Vorgesetztenverhalten
Über meine gesamte Zeit bei Olympus hinweg habe ich ein Vorgesetztenverhalten erlebt, das ich für Mitarbeitende als nicht tragbar empfunden habe. Kommunikation, Verlässlichkeit, Unterstützung und Verantwortungsübernahme waren aus meiner Sicht nicht gegeben. Aussagen und Positionen wirkten oft taktisch und wechselhaft, sodass keine belastbare Orientierung entstand.
Ein spürbares Eintreten für Mitarbeitende habe ich nicht erlebt. Statt Führung, Klarheit und Rückhalt zu geben, wurden Mitarbeitende mit Unsicherheit, widersprüchlichen Signalen und fehlender Unterstützung allein gelassen.
Die Führungspersonen, mit denen ich gearbeitet habe, hätten aus meiner Sicht keine Führungsverantwortung tragen dürfen und am liebsten würde ich Leute vor diesen warnen.
Aber ich denke, wenn man sich die Skandale der obersten Führungsebene anschaut (zB. CEO mit Drogen erwischt) und das nur kosmetisch (CEO gekündigt) aufgeräumt wurde (all seine Freunde sind geblieben) - kann man sich den Rest zusammenreimen.
Arbeitsbedingungen
Die Büros wirkten zwar stylisch, boten aber kaum Bedingungen für konzentriertes Arbeiten. Die Flächen waren vollständig Open Space, Rückzugsmöglichkeiten gab es viel zu wenige. Auch funktionaler Stauraum fehlte. Es gab nur kleine Locker beziehungsweise Spinde, die angeblich nicht über Nacht genutzt werden durften. Damit hätte man Tastatur, Maus, Unterlagen und weiteres Arbeitsmaterial täglich wieder mitnehmen müssen.
Besonders schräg war, dass Post-its mit passiv-aggressiven Nachrichten verteilt wurden, die Kolleginnen und Kollegen einander hinterlassen konnten, wenn jemand vermeintlich einen Arbeitsplatz falsch belegt hatte. Das förderte kein gutes Miteinander, sondern machte die ohnehin angespannte Arbeitsatmosphäre noch schlechter.
Auch IT und interne Services waren sehr schlecht geregelt. Laptops waren alt, vieles funktionierte regelmäßig nicht, Dokumente waren schwer auffindbar und der IT-Support brauchte häufig lange. Selbst die Personalabteilung war nicht direkt erreichbar; dafür musste zunächst ein Ticket eröffnet werden. Für ein Unternehmen dieser Größe waren die Arbeitsbedingungen aus meiner Sicht maximal schlecht organisiert und unnötig komplex im Alltag.
Kommunikation
Die Kommunikation habe ich als sehr intransparent erlebt. Informationen wurden in meinem Umfeld selten verlässlich bis in die Teams weitergegeben; wesentliche Themen blieben lange unklar oder wurden unter Verweis auf Vertraulichkeit nicht erläutert. Besonders während des letzten Restrukturierungsprozesses entstand dadurch über längere Zeit erhebliche Unsicherheit. Für mich blieb offen, ob weitere Maßnahmen folgen würden und nach welchen Kriterien Entscheidungen getroffen wurden.
Hinzu kamen regelmäßig sehr kurzfristige Anfragen, die frühmorgens oder spätabends versandt und innerhalb von 24 Stunden beantwortet werden sollten. Eine nachvollziehbare Priorisierung und realistische Zeitplanung waren aus meiner Sicht kaum erkennbar. Die Kombination aus zurückgehaltener Information und permanentem kurzfristigem Druck hat Vertrauen beschädigt und den Arbeitsalltag unnötig belastet.
Dies lag sowohl an einzelnen Führungskräften, also auch an der übergreifenden Kommunikationsstruktur lag.
Gleichberechtigung
In meiner Abteilung gingen Beförderungen ausschließlich an Männer. Frauen wurden systematisch übergangen, obwohl ihnen konkrete Entwicklungsschritte und Beförderungen zugesagt worden waren. Es wurden Versprechen gemacht, etwa dass nach einem bestimmten Abschluss eine Beförderung erfolgen würde. Diese Zusagen wurden über Jahre wiederholt nicht eingehalten, während Männer befördert wurden.
Für Frauen wurden immer wieder neue Gründe gefunden, warum eine Beförderung angeblich nicht möglich sei. Sogar steuerliche Gründe wurden als Begründung angeführt. Die Beförderungen von Männern wurden teilweise nicht offen kommuniziert, waren durch Titeländerungen in den Systemen aber dennoch sichtbar.
Das führte dazu, dass Frauen frustriert das Team verließen, nachdem sie über längere Zeit vertröstet und bei ihrer Entwicklung übergangen worden waren. Für mich war Gleichberechtigung in diesem Bereich nicht gegeben. Die Führungs- und Entscheidungspositionen waren von Männern geprägt.
Interessante Aufgaben
Nein