Kündigung aufgrund der Laune der rechten Hand der Teamleitung
Gut am Arbeitgeber finde ich
Die Auswahl der Mitarbeiter im Vertriebsinnendienst ist grundsätzlich gut gelungen. Es herrschte ein angenehmes teaminternes Klima.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Dass man aufgrund einer Laune der rechten Hand der Teamleitung gekündigt wird und keine stichhaltigen Gründe liefern kann. Das Innendienstteam konnte die Entscheidung nicht nachvollziehen und war von der Entscheidung sehr überrascht.
Verbesserungsvorschläge
Mehr Integrität und Kommunikation auf einer menschlichen Ebene, um im Rahmen der Probezeit mögliche Mängel aufzuweisen und eine Besserung zu ermöglichen, sollte etwas nicht passen. Weiterhin sollte die Teamleitung nicht entsprechend der persönlichen Launen eines ihr unterstellten Mitarbeiters agieren.
Arbeitsatmosphäre
Anfangs gehörte eine harmonische Arbeitsatmosphäre zum Alltag und auch der Umgang mit den direkten Innendienstkollegen war bis zum letzten Tag optimal, allerdings hat die rechte Hand der Teamleitung (ohne Weisungsbefugnis) zur Jahreshälfte entschieden enormen Druck auf diese auszuüben, sodass diese seinem Anraten folgte. Die Arbeitsatmosphäre hat sich dadurch spürbar verschlechtert, sodass innerhalb des Teams schon Gespräche über den Unmut wegen der rechten Hand geführt wurden. Die Teamleitung ließ dies größtenteils kalt.
Kommunikation
Arbeitsbezogene Kernzahlen und notwendige Informationen zu Neuerungen / Besonderheiten werden im Weekly regelmäßig kommuniziert und quartalsweise wird man über Unternehmenskennzahlen informiert.
Kollegenzusammenhalt
Der Zusammenhalt im Innendienst war grundsätzlich gut, allerdings hat der Außendienstmitarbeiter regelmäßig mit unangebrachten Sprüchen für Unmut gesorgt. In Meetings kamen auch mal Sprüche unter der Gürtellinie vor.
Work-Life-Balance
3 Tage die Woche HomeOffice, sobald die Einarbeitung nach Ermessen der rechten Hand der Teamleitung beendet ist. Urlaub kann in der Regel frei genommen werden, solange mindestens zwei Mitarbeiter des Innendiensts anwesend bleiben.
Vorgesetztenverhalten
Anfangs wurde eine klare Zielvereinbarung getroffen, an der ich strukturiert arbeitete. Es gab regelmäßige Rücksprachen und man hat sich darüber ausgetauscht, wie man sich entwickelt. Allerdings ging die Integrität schnell verloren, als der Außendienstler seine persönliche Agenda umsetzen wollte, um sein persönliches Ziel zu erreichen, was nur Einfluss auf seine persönliche Bonuszahlung hat. Das Gesamtziel des Unternehmens war bereits übertroffen. Da die Teamleitung weiterhin in Österreich sitzt und nur alle 3-6 Monate einmal im Vertriebsbüro in Essen zu sehen war, konnte sie auch keine eigene Meinung zur Leistung der Mitarbeiter abgeben. 3 1/2 Monate nach Vertragsbeginn hatte ich bereits 40% der Zielerreichung, die bis Ende des Jahres zu erreichen war, erreicht. Aufgrund der persönlichen Abneigung des Außendienstlers, der als rechte Hand der vertriebsunerfahrenen Teamleitung bekannt war, wurde dann eine Kündigung mit der leeren Phrase "Wir haben uns deine Leistungen angeschaut und sind zum Entschluss gekommen, dass diese nicht der Stelle entsprechen." - wäre die Erwartung höher gewesen, hätte man eine höhere Zielvereinbarung stellen können.
Interessante Aufgaben
Die Arbeitsaufteilung im Team ist fair und man kann sich die Arbeit selbstständig einteilen. Man sollte jedoch darauf bedacht sein gerade an Bürotagen, an denen der Außendienstmitarbeiter vor Ort ist, seine selbstständige Arbeitseinteilung zu missachten und im Akkord zu telefonieren. Er ist Vertriebler der alten Schule und nur das Telefon zählt für ihn. Die notwendigen Backoffice Aufgaben (Vertragsanlage, CRM-Pflege, ...) sind für ihn nur "Beiwerk".
Gehalt/Benefits
Das Gehalt ist passabel, jedoch stark variierend nach Betriebszugehörigkeit. Ich kann nur empfehlen bei der Gehaltsverhandlung hoch einzusteigen, da sich nach Aussage langjähriger Mitarbeiter im Anschluss nicht mehr viel ändert. Es gibt ein 13. Gehalt, das 2x zu 50% ausgezahlt wird und eine Bonuszahlung i.H.v. 2000€ bei persönlicher- UND Teamzielerreichung. Diese steigt auf bis zu 3000€ bei "Übertreffen der Ziele" - was genau mit Übertreffen der Ziele gemeint ist, wird nicht konkret dokumentiert.