1 Bewertung von Mitarbeiter:innenkununu Prüfprozess
kununu Prüfprozess
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Dass ich dort nicht mehr arbeiten muss :)
Mitarbeitende wertschätzen. Ohne die Menschen, die täglich die Arbeit machen, läuft dieser Betrieb nicht.
Ein branchenübliches und faires Gehalt zahlen, statt sich selbst für angeblich überdurchschnittliche Bezahlung zu feiern.
Trinkgeld sollte bei den Mitarbeitenden bleiben, die es durch ihre Arbeit verdient haben.
Nicht in Innenräumen rauchen — erst recht nicht in einem Betrieb mit Kundschaft, Paketannahme und Mitarbeitenden, die dadurch passiv mitrauchen müssen.
Führungskompetenz aufbauen. Eine Schulung für Führungskräfte wäre hier kein nettes Extra, sondern dringend notwendig.
Mehr Selbstreflexion entwickeln und den eigenen Umgang mit Menschen kritisch hinterfragen. Kontrolle, Druck und Herabwürdigung ersetzen keine Führung.
Die Arbeitsatmosphäre war dauerhaft angespannt, bedrückend und von Misstrauen geprägt. Besonders belastend war die permanente Videoüberwachung während der Arbeit. Mitarbeitende wurden über Kameras beobachtet; der "Chef" überwachte aus seinem Büro heraus beide Filialen. Nach meiner Wahrnehmung wurden teilweise auch Gespräche mitgehört.
Dadurch entstand kein produktives Arbeitsumfeld, sondern ein Klima aus Druck, Kontrolle und Unsicherheit. Selbst Kleinigkeiten wurden sofort aufgegriffen: Wenn man kurz eine private Nachricht am Handy beantwortete, wurde daraus direkt ein großes Thema gemacht — teils lautstark und vor anderen Mitarbeitenden oder Kundschaft. Natürlich sollte man während der Arbeit nicht dauerhaft privat am Handy sein, aber wer zuverlässig arbeitet, sollte heutzutage in der Lage sein mal eben eine wichtige Nachricht zu beantworten ohne dafür vorgeführt zu werden.
Sobald Chef oder Inhaberin anwesend waren, kippte die Stimmung spürbar. Gespräche unter Mitarbeitenden fanden deutlich offener statt, wenn die Geschäftsführung nicht im Raum war. Insgesamt war die Atmosphäre nicht motivierend, sondern belastend, unangenehm und geprägt von Kontrolle statt Vertrauen.
Ein Blick auf die öffentlichen Bewertungen sagt aus meiner Sicht bereits einiges. Ergänzend kann ich nur sagen: Es war mir unangenehm, dort zu arbeiten.
Besonders peinlich war der permanente Rauchgeruch. Der Chef rauchte regelmäßig in seinem kleinen Büro, teilweise bei offener Tür. Den Geruch nahm man schon vor dem Laden wahr, und auch im Laden wurden wir von Kundinnen und Kunden darauf angesprochen. Da dort auch Pakete angenommen und abgeholt werden, war das aus meiner Sicht ein absolutes Unding.
Für Mitarbeitende bedeutete das außerdem regelmäßiges Passivrauchen. Wenn man für ein Gespräch oder einen Vortrag ins Büro zitiert wurde, wurde dort weitergeraucht — auch im geschlossenen Raum. Nach einem Arbeitstag rochen Haare und Kleidung entsprechend stark nach Rauch.
Für einen Betrieb mit Kundenkontakt war das insgesamt extrem unprofessionell und hat das ohnehin schwache Image nicht gerade verbessert.
Work-Life-Balance gab es in diesem Betrieb vor allem für "Chef" und Inhaberin. Für normale Mitarbeitende galt sie nur eingeschränkt und meist mit Diskussionen, Rechtfertigungen und schlechten Sprüchen.
Während meiner Zeit war es keine Seltenheit, dass "Chef" oder Inhaberin während der Arbeitszeit privaten Dingen nachgingen — Friseurtermine, Maniküre, private Besuche im Autohaus oder auch einfach Abwesenheiten ohne große Erklärung. Bei Mitarbeitenden wurde dagegen schon ein Arzttermin oder ein späterer Arbeitsbeginn zum Problem gemacht.
Wer einmal ein paar Stunden frei brauchte, musste sich vorher ausgiebig erklären und konnte trotzdem mit einem unfreundlichen Kommentar rechnen. Die Zeit musste selbstverständlich nachgearbeitet werden. Flexibilität wurde von oben gerne genommen, aber nach unten kaum gegeben.
Positiv waren grundsätzlich die 30 Urlaubstage. Das ändert aber wenig daran, dass spontane oder notwendige Abwesenheiten unnötig schwierig gemacht wurden. Insgesamt herrschte hier eine klare Doppelmoral: Die Geschäftsführung nahm sich Freiheiten selbstverständlich heraus, während Mitarbeitende für jede Kleinigkeit kämpfen mussten.
Karriere und Weiterbildung waren in diesem Betrieb praktisch nicht vorhanden. Weiterbildungen wurden im Vorfeld zwar in Aussicht gestellt, tatsächlich gab es davon nach meiner Erfahrung jedoch nichts.
Besonders problematisch fand ich den Umgang mit Auszubildenden. Es kam vor, dass Azubis noch vor Ende der Ausbildung gehen mussten weil sie schlecht über den Betrieb geredet haben (zurecht) und anschließend neue eingestellt wurden. Nachhaltige Förderung oder ernsthafte Entwicklung sah für mich anders aus.
Eine langfristige Perspektive konnte ich dort nicht erkennen. Da viele Mitarbeitende ohnehin nicht lange bleiben, wirkt das Thema Karriere eher theoretisch. Wer sich fachlich entwickeln, weiterbilden oder langfristig etwas aufbauen möchte, ist hier aus meiner Sicht falsch.
Benefits gab es nicht. Zu Weihnachten gab es als Geschenk eine Tasse mit Pulver für heiße Schokolade. Ansonsten wurde man gelegentlich zum Essen eingeladen — wobei das Ganze einen faden Beigeschmack hatte, da das Geld dafür aus der Trinkgeldkasse aka. Portemonnaie vom Chef kommt. Ja genau - jeder in der IT eingenommene Cent an Trinkgeld muss beim "Chef" abgegeben werden. Wenn ich im Außentermin war und vom zufriedenen Kunden einen 10er Trinkgeld bekommen habe dann war das beim "Chef" zu melden. Das Geld landet dann in einer kleinen Spardose die der "Chef" jeden Abend in sein privates Portemonnaie entleert.
Das Gehalt bewegte sich nach meiner Erfahrung eher am unteren Rand. Wer hier eine deutlich über Mindestlohn liegende Bezahlung erwartet, wird vermutlich enttäuscht. Besonders absurd war, dass der Chef vor Mitarbeitenden oder sogar Kundschaft gerne den Eindruck vermittelte, hier würde überdurchschnittlich gut bezahlt.
Unter den Mitarbeitenden wurde offen über Gehälter gesprochen, und dabei entstand ein anderes Bild: Von „überdurchschnittlich“ konnte keine Rede sein.
Kurz gesagt: 0 Benefits, niedriges Gehalt und viel Eigenlob von oben.
Grundsätzlich gibt es hier zumindest Ansätze: Alte IT wird angenommen und an Schrotthändler weitergegeben, sodass Teile teilweise noch weiterverwendet oder verkauft werden können. Das ist grundsätzlich sinnvoll und besser, als alles direkt zu entsorgen.
Im Alltag wirkte das Umweltbewusstsein allerdings eher halbherzig. Müll aus Mittagspausen oder vom Kaffeetrinken wurde nach meiner Erfahrung kaum sauber getrennt. Am Ende landete vieles gemeinsam im gelben und anschließend in der schwarzen Tonne. Für einen Betrieb, der mit Elektrogeräten arbeitet, könnte man hier deutlich konsequenter sein.
Auch bei Bestellungen entstand nicht der Eindruck, dass Themen wie Fairtrade, Herkunft oder Nachhaltigkeit eine relevante Rolle spielen.
Insgesamt: ein paar gute Ansätze, aber im täglichen Handeln wenig konsequent.
Der Kollegenzusammenhalt war grundsätzlich gut — zumindest unter den Mitarbeitenden, die nicht auffällig nah an der Geschäftsführung standen. Innerhalb des Teams konnte man sich austauschen, gegenseitig unterstützen und offen über Probleme sprechen, solange Chef und Inhaberin nicht anwesend waren.
Positiv war, dass man mit seinem Frust über den Umgang im Betrieb nicht allein war. Nahezu alle Mitarbeitende hatten ähnliche Erfahrungen und konnten das Verhalten der Geschäftsführung entsprechend einordnen. Das hat den Arbeitsalltag zumindest etwas erträglicher gemacht.
Problematisch war allerdings die extrem hohe Fluktuation. Mitarbeitende wechseln ständig, was bei den Arbeitsbedingungen leider wenig überrascht. Innerhalb eines Jahres kann hier gefühlt eine komplett neue Belegschaft im Laden stehen, weil es kaum jemand lange mitmacht.
Der Zusammenhalt unter Kolleginnen und Kollegen war also gut — aber vor allem deshalb, weil viele im selben Boot saßen.
Was ich in diesem Zusammenhang erlebt habe, halte ich für äußerst bedenklich. Aus Rücksicht auf die betroffene Person und ihre Privatsphäre werde ich die Details hier nicht öffentlich ausbreiten.
Es sei nur so viel gesagt - Wer denkt dass hier auf alte und kranke Menschen Rücksicht genommen wird liegt meilenweit daneben.
Das Vorgesetztenverhalten war aus meiner Sicht inakzeptabel. "Chef" und Inhaberin vermittelten zu keinem Zeitpunkt den Eindruck, sich jemals ernsthaft mit guter Führung beschäftigt zu haben.
Statt Mitarbeitende anzuleiten oder zu motivieren, wurde kontrolliert, kritisiert und bloßgestellt. Fehler wurden regelrecht gesucht und dann unnötig groß gemacht. Positives Feedback gab es praktisch nicht; Kritik dagegen jederzeit und gerne auch vor anderen Mitarbeitenden oder Kundschaft.
Der Umgangston war häufig herablassend, respektlos und völlig unnötig scharf. Diskretion und Empathie waren nicht vorhanden. Probleme wurden nicht sachlich geklärt, sondern oft lautstark und vor Publikum ausgetragen.
Die Inhaberin sorgte regelmäßig für eine extrem unangenehme Stimmung, während der "Chef" viel Zeit in seinem Büro verbrachte und Mitarbeitende über Kameras überwachte. Kontrolle wurde hier offenbar mit Führung verwechselt.
Wer Mitarbeitende überwacht, öffentlich bloßstellt und dauerhaft kleinredet, führt kein Team — er sorgt nur dafür, dass gute Leute gehen.
Die Arbeitsbedingungen waren leider sehr schwach. Neben der Geschäftsführung, die den Arbeitsalltag unnötig belastend gemacht hat, war auch die technische Ausstattung in der IT teilweise eine Zumutung.
Gearbeitet wurde regelmäßig mit Rechnern, die kaum zuverlässig liefen, abstürzten, überhitzten oder ständig irgendwelche Macken hatten. Für einen IT-Betrieb war das aus meiner Sicht schlicht peinlich. Wer von Mitarbeitenden konzentriertes und sauberes Arbeiten erwartet, sollte ihnen auch Arbeitsmittel zur Verfügung stellen, die nicht selbst permanent zum Problem werden.
Besonders bitter war die Doppelmoral: Während Mitarbeitende mit veralteter und störanfälliger Hardware arbeiten mussten, war bei Chef und Inhaberin selbstverständlich bessere Ausstattung vorhanden.
Teilweise wirkte die Hardware fast so alt wie die Azubis, die daran arbeiten mussten. Für einen IT-Arbeitsplatz war das insgesamt traurig und wenig professionell.
Kommunikation wurde in diesem Betrieb fast ausschließlich als Werkzeug für Kritik, Druck und Bloßstellung genutzt. Der Chef legte extremen Wert auf „klare Aussagen“ und machte aus kleinsten Formulierungen regelmäßig ein riesiges Thema. Ein falsches Wort oder eine nicht exakt gewünschte Bezeichnung reichte aus, um vor anderen Mitarbeitenden und Kunden belehrt zu werden.
Besonders absurd war, dass erwachsene und fachlich kompetente IT-Mitarbeitende teilweise wegen banaler Formulierungen wie Schulkinder behandelt wurden. Wenn zum Beispiel eine SSD als Festplatte bezeichnet wurde, musste direkt mit Vorträgen über „klare Aussagen“ und „konzentriertes Arbeiten“ gerechnet werden.
Konstruktive Kommunikation oder positives Feedback gab es praktisch nicht. Wenn etwas gut lief, wurde es als selbstverständlich hingenommen. Wenn etwas nicht exakt nach Vorstellung formuliert wurde, wurde es ausgeschlachtet. Die Kommunikation war dadurch nicht hilfreich, sondern kleinlich, herablassend und demotivierend.
Insgesamt herrschte kein offener Austausch, sondern ein Klima, in dem man jedes Wort abwägen musste, weil einem fast jede Aussage zum Nachteil ausgelegt werden konnte.
Gleichberechtigung war in gewisser Weise vorhanden: Bis auf wenige Ausnahmen wurden Mitarbeitende ziemlich gleichmäßig respektlos, herablassend und von oben herab behandelt.
Wer der Geschäftsführung besonders nahestand, hatte es spürbar leichter. Für alle anderen galt jedoch weitgehend dieselbe Behandlung: wenig Wertschätzung, viel Kritik und ein Umgangston, der unabhängig von Person oder Position unangenehm war.
Man kann also sagen: Ungleichbehandlung gab es nur zugunsten einzelner Lieblinge. Der Rest wurde recht konsequent gleich schlecht behandelt.
Die eigentlichen IT-Aufgaben waren grundsätzlich abwechslungsreich und fachlich interessant. Daran lag es nicht.
Fragwürdig war eher, welche Aufgaben zusätzlich völlig selbstverständlich auf Mitarbeitende abgewälzt wurden. Natürlich gehört es in einem kleinen Betrieb auch mal dazu, Müll rauszubringen, kurz aufzuräumen oder gemeinsam Ordnung zu halten. Problematisch wurde es aber, wenn man als IT-Mitarbeiter täglich die Kaffeemaschine reinigen sollte, obwohl man sie selbst nie benutzt hat, oder das Geschirr der Geschäftsführung abspülen durfte.
Der Eindruck war klar: Solche Aufgaben waren für "Chef" und Inhaberin offenbar zu niedrig, für Mitarbeitende aber völlig selbstverständlich. Während sie selbst nie solche Dinge übernahmen, wurden sie nach unten weitergereicht.
Zusätzlich war bekannt, dass Mitarbeitende aus der ebenfalls von denselben Inhabern geführten Firma für haushaltsnahe Dienstleistungen auch private Reinigungsarbeiten bei "Chef" und Inhaberin zu Hause erledigen mussten. Das betrifft zwar nicht direkt die IT-Stelle, passte aber leider sehr gut zum Gesamtbild.