Ihr Unternehmen?

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Organic 
Garden 
AG
Bewertung

Ihr Unternehmen?

Teils positiv - teils negativ

3,4
Empfohlen
Hat zum Zeitpunkt der Bewertung nicht mehr bei Organic Garden AG in Ingolstadt gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

Die Aufgabenvielfalt, die (größtenteils) respektvolle Kommunikation, die flachen Hierarchien, das Büro, die gemeinsamen Mittagessen, die regelmäßigen Mitarbeiterevents und viele kleine Punkte.

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

Dass man sich nicht sicher sein konnte, ob man sein Gehalt rechtzeitig bekommt, dass manche Mitarbeiter benachteiligt wurden, die teils mangelnde Kommunikation, die Überstunden und viele kleine Punkte.

Verbesserungsvorschläge

- Die Mitarbeiter halten!
Es gab eine Fluktuation, die sehr viel höher war, als ich es bisher aus anderen Jobs kannte. Das liegt an Frustation (z. B. bei mir, dass ich sehr lange keinen passenden Laptop bekommen habe), dem Gefühl, dass die Firma kurz vor dem Aus steht (Gehalt zu spät, Insolvenz des Tochterunternehmen, ...) und dem Gefühl, dass einem nicht zugehört wird.
- Respekt, gute Kommunikation und langfristiger denken.
Dafür nehme ich mal dieses Beispiel: Ich hatte einen ganz guten Kontakt zu dem einzigen Azubi, den es im gesamten Unternehmen gab und ich hatte das Gefühl, dass er manchmal sehr unmotiviert war, vor allem bei langweiligen Aufgaben. Bei anderen Aufgaben war er aber sehr motiviert. Er meinte mal, dass er gerne mit jemanden zusammen arbeiten würde, aber das nicht geht, weil der Ausbilder gleichzeitig auch der CEO des Unternehmens ist und sehr wenig Zeit hatte. Der Azubi hat mir mal gesagt, dass er nach einem regelmäßigen Meeting mit seinem Ausbilder gefragt hat, aber ihm das verwährt wurde. Vom Ausbilder kam fast nichts, der Azubi hat sich fast alles selbst beibringen müssen, weil der Ausbilder gleichzeitig der CEO des Unternehmens war und sehr wenig Zeit hatte. Der Azubi hat mir mal gesagt, dass er gerne ein regelmäßiges (Meeting mit seinem Ausbilder hätte, ihm aber das aus "Zeitgründen" verwehrt wurde. Für einen Azubi wusste er nach meiner Einschätzung recht viel schon selbst, ich weiß nicht, was wäre, wenn er weniger gewusst hätte. Als "Ersatzausbilderin" wurden die HR-Chefin und danach die Assistentin genommen, die aber natürlich keine fachlichen Punkte besprechen konnten. Mit dem Azubi habe ich bis heute noch Kontakt, und er meinte, dass er in den letzten Monaten der Ausbildung gar keinen Ansprechpartner mehr hatte, weil der CEO zurückgetreten ist. Er konnte zwar noch eine WhatsApp an den für Fragen schreiben, aber nicht mehr wirklich umfangreiche Aufgaben besprechen. Er meinte auch, dass er trotzdem bei Organic Garden bleiben wollte, das aber aus privaten Gründen nicht gemacht hat. Was ich mit diesem (viel zu langen) Beispiel sagen will, ist, dass oft nicht wirklich nachgedacht wird, bevor man etwas macht, was langfristige Folgen hat, dass muss sich dringend bessern. Teils wird auch aus finanziellen Gründen etwas nicht gemacht, obwohl das sinnvoll wäre, an anderer Stelle wird Geld verbrannt (dafür gibt es hunderte Beispiele).
- Länger über Entscheidungen nachdenken.
Es gab Standorte wie den Tucherpark, wo von vorhinein klar war, dass fast niemand etwas kauft, weil der Laden ganz versteckt im Erdgeschoss eines Bürokomplexes war. Auf Hinweise und Bedenken von Mitarbeitenden deswegen - unter anderem mir - wurde nicht reagiert. Das kam mir so vor, als wäre das eine spontane Idee vom CEO, die aber nicht wirklich durchdacht war. Ich weiß zwar nichts davon, wie man einen richtigen Standort findet, aber dass das nicht klappt, war für fast jeden ziemlich offensichtlich. Die Sparte ging dann pleite und es wird sich mehr auf die Schul- und Kantinenverpflegung konzentriert, was ich persönlich sehr gut finde, da muss man keine Käufer finden, die kommen von selbst.

Arbeitsatmosphäre

Oft locker und entspannt, oft aber auch angespannte Situationen

Image

Ich denke, dass der Großteil der Mitarbeiter hinter der Firma steht. Das führt aber sehr oft dazu, dass (oft aktiv von oben herab) real existierende Probleme gekonnt wegignoriert oder schöngeredet wurden.

Work-Life-Balance

Gleitzeit und Vertrauensarbeitszeit wurden für alle angeboten, sofern das der Job zulässt. Es gab aber auch sehr oft sehr viele Überstunden. Wenn man zum Beispiel nach der Arbeit etwas geplant hatte, dann musste man eigentlich immer einen "Puffer" einbauen, falls man doch ein paar Stunden länger da ist.

Karriere/Weiterbildung

Hohe Aufstiegsmöglichkeiten, man kann schnell eine erste Führungsposition übernehmen. Weiterbildungen gibt es nur sehr beschränkt, aber auf Anfrage kann man was regeln. Darf allerdings nicht mehr als ein paar Hundert Euro kosten, sonst wird es dem Unternehmen zu teuer.

Gehalt/Benefits

Durchschnittliches Gehalt, positiv fand ich, dass die 3000 € Inflationsprämie, die man vor ein paar Jahren steuer- und sozialabgabenfrei bekommen hat, komplett ausgezahlt wurde, wenn auch in monatlichen Tranchen. Man war aber sehr abhängig vom Geld von Investoren, teils wurde deshalb das Gehalt zu spät ausgezahlt. Es wurden auch Aktienoptionen als "Benefit" verkauft, aber die konnte man nie einlösen, weil man dafür einerseits sehr lange beim Unternehmen bleiben müsste, andererseits auch absurd hohe Ziele gesetzt wurden, die nicht mal annährend erreicht wurden.

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Es wird so gut wie möglich auf die Umwelt geachtet.

Kollegenzusammenhalt

Kommt auf die Abteilung an, teils guter Zusammenhalt, teils sehr schlecht. Bei mir war es etwa im Mittelfeld.

Umgang mit älteren Kollegen

Ältere Kollegen sind rar, aber werden genau so behandelt wie jeder sonst

Vorgesetztenverhalten

Flache Hierarchien und ein vertrauensvoller Umgang. Wie vorhin schon erwähnt aber schlechte Feedbackkommunikation, aber insgesamt war das Verhalten mir gegenübe sehr gut. Teilweise hatte ich den Eindruck, dass man manchen Mitarbeitenden - speziell bei manchen Werkstudenten und vor allem dem Azubi - "schlechte" Arbeiten gegeben hat, die nicht zu deren eigentlichen Aufgaben gehören, einfach nur, weil sie gemacht werden müssen (Tische und Stühle aufbauen, Pfand weg bringen, Mittagessen für alle holen, ...). Das man mehr Aufgaben macht, als in der Stellenanzeige steht, ist ja erstmal bei einem Startup nichts Ungewöhnliches, aber ich finde es nicht gut, dass das nicht fair zwischen allen aufgeteilt wurde.

Arbeitsbedingungen

Sehr schönes und modernes Büro in der Nähe vom Westpark, in das man gerne kommt. Viel Tageslicht, die komplette Außenwand sind Fenster. Ich habe zu Beginn nur einen sehr schlechten Laptop bekommen, der viel zu schwach für meine Aufgaben war, und musste oft nachhaken, bis ich einen besseren bekommen habe, mit dem man effektiv arbeiten konnte. Zuständig dafür ist der Azubi, der hatte nichts passendes in seinem Inventar, durfte aber auch nichts neues bestellen, weil das vom Chef bzw. der Assistenz blockiert wurde. Es hat sehr lange gedauert, bis ich endlich was neues bekommen habe. Sehr viele Mitarbeiter kündigen schnell, ich denk mal sowas ist ein Grund dafür. Das Büro im Tucherpark in München, das inzwischen aber geschlossen ist, war sehr alt, hässlich und teils auch eklig. Dafür aber kein Sternabzug, da es einerseits wie gesagt nicht mehr existiert, andererseits ich aber da auch nur ein einziges Mal vor Ort war und sonst immer im Ingolstädter Büro oder im Home Office gearbeitet habe.

Kommunikation

Feedbackgespräche gibt es sehr selten oder gar nicht. Es gab allgemeine "All-Hands"-Meeting, in denen man über die aktuelle Lage des Unternehmens informiert wurde, das fand ich sehr gut.

Gleichberechtigung

Wie vorhin schon beschrieben, hatte ich den Eindruck, dass manche Werkstudenten und der Azubi schlechter behandelt wurden. Sonst aber hohe Gleichberechtigung, der Großteil der Mitarbeitenden ist weiblich und man hatte unabhängig vom Geschlecht gute Aufstiegschancen.

Interessante Aufgaben

Viele verschiedene Aufgaben, dadurch, dass Organic Garden ein Starup ist auch weniger repetetive Arbeiten, als ich es von vorherigen Jobs gewohnt war. Meistens waren die interessant, teilweise aber auch sehr weit von der Jobbeschreibung entfernt (was aber nicht unbedingt negativ sein muss).

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Anonym · Sieh, ob’s deinen Kolleg:innen auch so geht.