Einer für alle und alle für das Management - aber keiner für die Mitarbeiter.
Gut am Arbeitgeber finde ich
Nur 2 Punkte: Homeoffice-Möglichkeit und Kantine. Ich hätte aber auf beides für ein besseres Management verzichtet.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Siehe alle übrigen Punkte. Nahezu das gesamte höhere Management denkt nur an seinen eigenen Vorteil. In den letzten 5 Jahren gab es 3 Geschäftsführerwechsel. Einige Manager hielten teilweise keine 2 Monate durch. Manche waren für knapp 6 Monate da und wurden kurz vor Ende der Probezeit abgesägt, weil sie nicht nach den Vorstellungen anderer tanzten. Ich hatte auch noch nie erlebt, dass irgendwelche externen Berater, Managementpositionen interimsweise übernommen hatten. Entsprechend viel Unruhe herrschte bei allen übrigen Mitarbeitern. Die Fluktuation ist enorm hoch. Teilweise gab es bis zu 20 Neuanstellungen in einem Monat! Entsprechend viele sind zuvor gegangen. Ich schätze, dass von den rund 300 Mitarbeitern am Standort, gerademal 50 Mitarbeiter zur "alten Garde" gehören. Doch je weniger diese werden, desto mehr Wissen verschwindet.
Ein weiterer negativ Punkt: Es wird vom Management sehr vieles schön geredet, Zahlen werden aufgehübscht und Umsätze werden so verschoben, dass es gut aussieht. Damit ist eine Welle ausgelöst worden, die irgendwann zusammenbrechen wird. Bis zu diesem Zeitpunkt versucht das Management so viel wie möglich, nur für sich zu gewinnen. Nach ihnen die Sintflut.
Verbesserungsvorschläge
Einfach mal in die Mitarbeiter investieren, zuhören, motivieren, fördern, anstatt Geld in Berater und noch mehr Geld für noch mehr Berater auszugeben.
Klare Strukturen schaffen und Ziele setzen die kommuniziert werden. Es bringt nichts, wenn das höhere Management Ziele verfolgt, aber die Mitarbeiter keine Ahnung davon haben, sondern erst am Ende des Jahres erfahren, dass sie die Ziele nicht erreicht haben.
Arbeitsatmosphäre
Allgemein sehr schlechte Stimmung. Das Management hat keine Ahnung, was weiter unten (einfache Angestellte) passiert und wie demotiviert sie sind.
Kommunikation
Sehr intransparent. Informationen erhält man entweder zufällig über den Flurfunk, oder zu spät.
Kollegenzusammenhalt
Der Kollegenzusammenhalt ist in den meisten Teams gut. Abteilungsübergreifend aber eher weniger. Es herrscht allgemein viel Unmut.
Work-Life-Balance
Wohl der einzige Punkt, der positiv ist. 2 Tage Homeoffice pro Woche sind für gewöhnlich möglich. Vorgesetzte nehmen sich aber gerne mehr Tage - war mir aber recht, da ich dann weniger genervt wurde.
Vorgesetztenverhalten
Mikromanagement und "Two-Face" Verhalten. Gefakte Hilfsbereitschaft und Interesse. In Wirklichkeit nur zum eigenen Vorteil bedacht. Wenn diese keine Ahnung hatten, wurden die Aufgaben an die Mitarbeiter delegiert , um diese dann dem höheren Management als Eigenleistung zu präsentieren.
Interessante Aufgaben
Es gab diverse interessante Projekte. Jedoch waren diese Rückblickend gesehen umsonst gewesen, da sie nicht realisiert wurden.
Gleichberechtigung
Das Management hatte seine "Lieblinge". Alle anderen Mitarbeiter wurden kaum berücksichtigt bzw. nicht beachtet.
Umgang mit älteren Kollegen
Das höhere Management wurde öfters ausgetauscht als manche die Unterwäsche wechseln. Dadurch gab es überhaupt keine Bindung zum Unternehmen und erst recht nicht zu älteren Kollegen. Viele sind gegangen. Mit diesen ist aber auch sehr viel Wissen verloren gegangen.
Arbeitsbedingungen
Teilweise unmenschlich. Das höhere Management sitzt auf der Nordseite vom Gebäude und hat überwiegend zusätzliche Klimaanlagen in den Räumlichkeiten. Die meisten Mitarbeiter, die in Büros arbeiten müssen, sind auf der Südseite und haben keine Klimaanlage. Im Sommer werden regelmäßig schnell, weit über 30Grad erreicht. Unzumutbar! In einigen Laboren gibt es nichtmal eine Klimaanlage, wobei die Produkte temperaturempfindlich sind. Obwohl zahlreiche Audits stattfinden, gab es kein einziges im Sommer. Gerade da, sollte eigentlich mal eine Kontrolle stattfinden.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Es wird unnötig viel Müll produziert. Dieses könnte man locker um die Hälfte reduzieren. Interessiert aber niemanden.
Gehalt/Benefits
Unter dem Marktdurchschnitt. Die Fluktuation ist dementsprechend hoch.
Image
Das Image ist automatisch gut, weil es sich um ein Unternehmen im Bereich der Diagnostik handelt. Das wars aber auch schon. Ich habe von keinem einzigen (Ex-)Mitarbeiter gehört, dass er/sie diese Firma weiterempfehlen würde.
Karriere/Weiterbildung
Wenn man jemanden nichtmehr benötigt, wird man auf das Abstellgleis gestellt, unter einem Vorwand gekündigt, oder einfach bei Neubesetzungen, ignoriert.