Erfahrungsbericht zu Oskar Schunck: Große Namen, wenig Substanz – Finger weg
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Arbeitsatmosphäre:
Die Stimmung im Unternehmen ist zunehmend belastet. Mitarbeiter:innen äußern regelmäßig berechtigte Kritik, doch statt zuzuhören, wird meist direkt abgeblockt. Beschwerden werden nicht ernst genommen, sondern als “unangemessen” abgetan. Wer wiederholt Missstände anspricht, wird früher oder später intern unter Druck gesetzt oder direkt entlassen. Eine offene Fehler- und Feedbackkultur existiert faktisch nicht.
Führung & Geschäftsleitung:
Die Geschäftsführung wirkt abgehoben und realitätsfern. Statt sich mit den echten Herausforderungen im Unternehmen auseinanderzusetzen – wie Personalmangel, überforderte Abteilungen und veraltete Systeme – wird lieber öffentlich für private Projekte wie z. B. den Verein Blaue Blume e.V. geworben. Entscheidungen wirken häufig eigennützig und ego-getrieben, nicht unternehmerisch durchdacht. Die verbleibende Führungsebene ist weder handlungsfähig noch konsistent – fehlende Führungskompetenz auf nahezu allen Ebenen.
Kritikumgang & Unternehmenskultur:
In offenen Vertriebs- oder Teamrunden wird jede Form der sachlichen Kritik unterdrückt. Es wird schnell klargemacht, dass kritische Meinungen „nicht erwünscht“ sind. Kolleg:innen, die es dennoch wagen, Probleme offen anzusprechen, werden mundtot gemacht – entweder direkt oder subtil über Isolation und spätere Kündigung. So entsteht ein Klima der Angst, in dem Innovation, Verbesserung oder Zusammenarbeit auf Augenhöhe keine Chance haben.
Vertrieb & Innendienst:
Der Vertrieb holt neue Kunden an Bord, aber der Innendienst ist aufgrund von massivem Personalmangel und veralteten IT-Systemen nicht in der Lage, diese Aufträge ordentlich zu verarbeiten. Das führt zu Frust auf allen Seiten – intern wie beim Kunden. Key Accounter mit fundierter Erfahrung werden entlassen, weil sie „nicht ins Ego-Konzept“ passen, während neue Kolleg:innen ohne jegliche Vertriebserfahrung eingestellt werden. Kündigungsgründe sind oftmals vage – etwa, man sei „kein erwachsener Key Accounter“.
Digitalisierung & interne Kommunikation:
Die Geschäftsleitung spricht gerne über Digitalisierung und neue Tools, doch in der Realität ist niemand in der Lage, diese sinnvoll zu implementieren. Die Mitarbeitenden sind überfordert, es gibt keine Schulung oder Strategie, wie diese Systeme im Alltag helfen sollen. Stattdessen herrscht ein undurchschaubarer Kommunikationswirrwarr mit zig Plattformen, von denen keine konsequent genutzt wird. Die IT selbst ist völlig überlastet und reagiert kaum zeitnah.
Provisionsmodell & Verträge:
Provisionen werden nicht transparent abgerechnet, häufig nur nach mehrfacher Erinnerung ausgezahlt – wenn überhaupt. Eine nachvollziehbare Kalkulation sucht man vergeblich. Vertragsinhalte zu variablen Vergütungen sind schwammig und lassen bewusst Interpretationsspielraum zu Ungunsten der Mitarbeitenden. Es entsteht der Eindruck, dass hier systematisch auf Zeit gespielt wird.
HR & Personalentwicklung:
Die Personalabteilung ist weder durchsetzungsfähig noch professionell aufgestellt. Mitarbeitende werden nicht begleitet oder gefördert, sondern verwaltet. Konflikte werden ausgesessen oder – schlimmer noch – ignoriert. Entscheidungen werden selten gemeinsam getroffen, stattdessen regiert das Ego einzelner Entscheidungsträger über objektive Fakten oder die Interessen des Unternehmens.
Fazit:
Oskar Schunck hat gravierende strukturelle und kulturelle Probleme. Die Fassade wirkt professionell – aber wer hinter die Kulissen blickt, sieht ein Unternehmen, das von mangelnder Führung, systematischer Mitarbeiterunterdrückung und völlig unzeitgemäßen Prozessen geprägt ist. Wer eine berufliche Zukunft sucht, sollte sich sehr genau überlegen, ob er hier Zeit und Energie investieren will.


