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Bewertung

Erfahrungsbericht zu Oskar Schunck: Große Namen, wenig Substanz – Finger weg

2,6
Nicht empfohlen
Angestellte/r oder Arbeiter/inHat zum Zeitpunkt der Bewertung bei OSKAR SCHUNCK Assekuranz-Makler GmbH in München gearbeitet.

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

Arbeitsatmosphäre:

Die Stimmung im Unternehmen ist zunehmend belastet. Mitarbeiter:innen äußern regelmäßig berechtigte Kritik, doch statt zuzuhören, wird meist direkt abgeblockt. Beschwerden werden nicht ernst genommen, sondern als “unangemessen” abgetan. Wer wiederholt Missstände anspricht, wird früher oder später intern unter Druck gesetzt oder direkt entlassen. Eine offene Fehler- und Feedbackkultur existiert faktisch nicht.

Führung & Geschäftsleitung:

Die Geschäftsführung wirkt abgehoben und realitätsfern. Statt sich mit den echten Herausforderungen im Unternehmen auseinanderzusetzen – wie Personalmangel, überforderte Abteilungen und veraltete Systeme – wird lieber öffentlich für private Projekte wie z. B. den Verein Blaue Blume e.V. geworben. Entscheidungen wirken häufig eigennützig und ego-getrieben, nicht unternehmerisch durchdacht. Die verbleibende Führungsebene ist weder handlungsfähig noch konsistent – fehlende Führungskompetenz auf nahezu allen Ebenen.

Kritikumgang & Unternehmenskultur:

In offenen Vertriebs- oder Teamrunden wird jede Form der sachlichen Kritik unterdrückt. Es wird schnell klargemacht, dass kritische Meinungen „nicht erwünscht“ sind. Kolleg:innen, die es dennoch wagen, Probleme offen anzusprechen, werden mundtot gemacht – entweder direkt oder subtil über Isolation und spätere Kündigung. So entsteht ein Klima der Angst, in dem Innovation, Verbesserung oder Zusammenarbeit auf Augenhöhe keine Chance haben.

Vertrieb & Innendienst:

Der Vertrieb holt neue Kunden an Bord, aber der Innendienst ist aufgrund von massivem Personalmangel und veralteten IT-Systemen nicht in der Lage, diese Aufträge ordentlich zu verarbeiten. Das führt zu Frust auf allen Seiten – intern wie beim Kunden. Key Accounter mit fundierter Erfahrung werden entlassen, weil sie „nicht ins Ego-Konzept“ passen, während neue Kolleg:innen ohne jegliche Vertriebserfahrung eingestellt werden. Kündigungsgründe sind oftmals vage – etwa, man sei „kein erwachsener Key Accounter“.

Digitalisierung & interne Kommunikation:

Die Geschäftsleitung spricht gerne über Digitalisierung und neue Tools, doch in der Realität ist niemand in der Lage, diese sinnvoll zu implementieren. Die Mitarbeitenden sind überfordert, es gibt keine Schulung oder Strategie, wie diese Systeme im Alltag helfen sollen. Stattdessen herrscht ein undurchschaubarer Kommunikationswirrwarr mit zig Plattformen, von denen keine konsequent genutzt wird. Die IT selbst ist völlig überlastet und reagiert kaum zeitnah.

Provisionsmodell & Verträge:

Provisionen werden nicht transparent abgerechnet, häufig nur nach mehrfacher Erinnerung ausgezahlt – wenn überhaupt. Eine nachvollziehbare Kalkulation sucht man vergeblich. Vertragsinhalte zu variablen Vergütungen sind schwammig und lassen bewusst Interpretationsspielraum zu Ungunsten der Mitarbeitenden. Es entsteht der Eindruck, dass hier systematisch auf Zeit gespielt wird.

HR & Personalentwicklung:

Die Personalabteilung ist weder durchsetzungsfähig noch professionell aufgestellt. Mitarbeitende werden nicht begleitet oder gefördert, sondern verwaltet. Konflikte werden ausgesessen oder – schlimmer noch – ignoriert. Entscheidungen werden selten gemeinsam getroffen, stattdessen regiert das Ego einzelner Entscheidungsträger über objektive Fakten oder die Interessen des Unternehmens.

Fazit:

Oskar Schunck hat gravierende strukturelle und kulturelle Probleme. Die Fassade wirkt professionell – aber wer hinter die Kulissen blickt, sieht ein Unternehmen, das von mangelnder Führung, systematischer Mitarbeiterunterdrückung und völlig unzeitgemäßen Prozessen geprägt ist. Wer eine berufliche Zukunft sucht, sollte sich sehr genau überlegen, ob er hier Zeit und Energie investieren will.


Arbeitsatmosphäre

Image

Work-Life-Balance

Karriere/Weiterbildung

Gehalt/Benefits

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Kollegenzusammenhalt

Umgang mit älteren Kollegen

Vorgesetztenverhalten

Arbeitsbedingungen

Kommunikation

Gleichberechtigung

Interessante Aufgaben

HilfreichHilfreich?2Zustimmenstimmen zuMeldenTeilen

Arbeitgeber-Kommentar

Richard Renner, CEO SCHUNCK GROUP
Richard RennerCEO SCHUNCK GROUP

Liebe Kollegin, lieber Kollege,

vielen Dank für Dein ausführliches Feedback und Deine Ausführungen.

Wir haben uns intensiv mit Deiner Kritik auseinandergesetzt – und möchten die in Teilen tendenziösen Ausführungen nicht unwidersprochen lassen. Warum? Wir sind aus unserer Sicht definitiv nicht so, wie Du die SCHUNCK GROUP und die handelnden Personen darstellst.

Wie Du weißt, befinden wir uns in einem Transformationsprozess, in dem es durchaus auch einmal Unruhe geben kann. ABER: Wir folgen dabei einem klaren Plan, einer abgestimmten Strategie. Immer mit dem Ziel, die SCHUNCK GROUP fit für die Zukunft zu machen und Arbeitgeber der Wahl zu sein.

Im Zuge dessen haben wir die Themen Führung, Fehler- und Feedbackkultur und auch allgemeine Unternehmenskultur fokussiert und priorisiert. Im Ergebnis bieten wir regelmäßige und obligatorische Führungskräftetrainings und -fortbildungen an. Wir haben Anti-BIAS-Programme und Seminare gestartet und seit 4 Wochen gibt es für alle Mitarbeiter*innen Lernmodule im Videoformat, die wir unter dem Motto "Miteinander. Werte. Kultur.“ über das Intranet zur Verfügung stellen.

Um unsere inklusive Unternehmenskultur auszubauen haben wir in den letzten Jahren Diversitätsinitiativen und Projekte wie women@schunck im Unternehmen erfolgreich gefördert und unterstützt.

All diese Projekte und Initiativen sind essenzieller Bestandteil unseres Unternehmens und unserer Unternehmenskultur. Wir wollen den offenen und transparenten Dialog auf Augenhöhe führen. Dazu tragen verschiedene Kommunikations- und Austauschformate wie die GF-Roadshow oder auch die quartalsweisen „All Colleagues Calls“ bei.

Solltest Du Dich und Deine Anliegen nicht ausreichend wertgeschätzt sehen, oder möchtest lieber den Austausch unter 4 Augen - dann komme gern jederzeit auf eine der Vertrauenspersonen oder die Geschäftsführung zu.

Transformation bedeutet Veränderung – und nirgendwo ist dieses so deutlich zu spüren wie in unseren digitalen Prozessen und Tools. Wir arbeiten permanent daran, unsere IT-Systeme zu verbessern und die abteilungsübergreifende digitale Zusammenarbeit zu fördern. Auch hier folgen wir einer klaren Roadmap, über deren Fortschritt wir regelmäßig informieren und die für alle Kolleg*innen offen einsehbar ist. Neue Systeme und Plattformen werden umfangreich kommuniziert und von Schulungen, Best Practices etc. flankiert.

Zu Deinem Einwurf, dass Personalentwicklung nicht stattfände: Es sollte Dir bekannt sein, dass wir in den letzten 24 Monaten unsere HR und die zugehörigen Prozesse komplett reorganisiert und neu aufgestellt haben – eben um hier noch besser zu werden. Die Weiterbildungsmöglichkeiten werden kontinuierlich optimiert – so dass alle Kolleg*innen in Ihren jeweiligen Bereichen und Teams bestmöglich gefördert werden. Im Vertrieb haben wir zum Beispiel umfangreiche Schulungen und Weiterbildungen für alle Key Accounter angeboten.

Dass wir noch ein gutes Stück Weg zu gehen haben ist uns bewusst. Dass wir aber mit dem eingeschlagenen Weg richtig liegen, zeigen auch unsere Umfragen zur Mitarbeiter*innen-Zufriedenheit, die wir regelmäßig ermitteln. Ebenso freut uns das überwiegend positive Feedback und die vielen Posts, die unsere Mitarbeiter*innen auf und in den sozialen Medien und Kanälen teilen und die in Summe einen umfassenden Blick auf die SCHUNCK GROUP zulassen.

Gerne können wir uns auch nochmal in einem persönlichen Gespräch zu deinen Punkten austauschen.

Viele Grüße
Richard

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Wie läuft deine Arbeitswoche?

Anonym · Sieh, ob’s deinen Kolleg:innen auch so geht.