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Nicht zu empfehlen – Kontrolle statt Vertrauen, Stillstand statt Entwicklung

1,2
Nicht empfohlen
Ex-Angestellte/r oder Arbeiter/inHat zum Zeitpunkt der Bewertung nicht mehr bei Otto Christ AG Wash Systems in Memmingen gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

– Die Aufgabeninhalte waren teils spannend

– Die Vergütung war pünktlich und formal korrekt

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

Besonders schlecht empfand ich das Arbeits- und Betriebsklima, sowie das Verhalten meines Vorgesetzten.

Verbesserungsvorschläge

– Mehr Vertrauen in Mitarbeitende zeigen, weniger Mikromanagement

– Klare Führungskultur etablieren, in der Dialog möglich ist

– Aussagen von Führungskräften kritisch reflektieren und ggf. Konsequenzen ziehen

– Versprechungen im Bewerbungsprozess einhalten

Arbeitsatmosphäre

Ich habe das Betriebsklima als sehr kühl und distanziert erlebt. Es gab kaum echte Wertschätzung, Lob oder offene Kommunikation. Auch auf direkte Nachfrage, habe ich von meinem Vorgesetzten keine konkrete Rückmeldung erhalten. Der Umgangston war sachlich bis unterkühlt, sodass ich eher das Gefühl hatte, „überwacht“ als „gesehen“ zu werden.

Work-Life-Balance

Flexible Arbeitszeiten werden zwar beworben, aber in der Realität gibt der starre und eng gestrickte Gleitzeitrahmen wenig Flexibilität her. Die Work-Life-Balance kommt eher daher, dass man durch die 35h Woche früh gehen kann. Überstunden wurden in meiner Abteilung ohnehin ungern gesehen.

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Hierzu habe ich keine Initiativen erlebt, die über Pflichtmaßnahmen hinausgingen. Es war kein Thema in Meetings und Arbeitsbereichen, in denen ich involviert war.

Karriere/Weiterbildung

Ich habe in meiner Zeit keine echte Förderung erlebt. Ideen zur Weiterentwicklung wurden nicht gehört. Fachliches und persönliches Wachstum der Mitarbeiter schien kein Ziel meines Vorgesetzten zu sein. Das finde ich besonders schade, weil sich die Personalentwicklung sehr viel Mühe mit dem Weiterbildungsprogrammheft gibt.

Kollegenzusammenhalt

Die Kolleg:innen untereinander waren überwiegend freundlich, aber eher auf sich selbst fokussiert. Wahrscheinlich, weil der Druck von oben den Austausch schwierig gemacht hat. Offenheit oder Teamkultur habe ich kaum wahrgenommen. Ich hatte das Gefühl, dass ein kollegialer Austausch nicht gern gesehen wird und sofort mit Blicken und Kommentaren gestraft wurde.

Umgang mit älteren Kollegen

In einzelnen Gesprächen im Rahmen des Bewerbungsprozesses wurde gelegentlich auf das Alter von Bewerbenden Bezug genommen. Das hat bei mir den Eindruck hinterlassen, dass Altersfragen möglicherweise Einfluss auf die Entscheidung hatten. Ich persönlich halte das für kritisch.

Vorgesetztenverhalten

Mein direkter Vorgesetzter hat sich aus meiner Sicht nicht als Führungskraft gezeigt. Bei Nachfragen zu Entscheidungen oder Vorschlägen zur Verbesserung wurde meist nur gesagt: „Das sehe ich so, also machen wir das so.“ Rückfragen, Ideen oder Verbesserungsvorschläge waren nicht erwünscht. Entscheidungen wurden oft ausschließlich durch den Vorstand oder Personalleitung getroffen, selbst in operativen Kleinigkeiten. Es gab regelmäßig Kontrollrundgänge – das hat für mich kein Vertrauen, sondern Misstrauen ausgestrahlt. Das ging sogar soweit, dass sich mein Vorgesetzter direkt vor sein Fenster gestellt hat und mich beobachtet hat. Seitens des Vorstands wurde auch viel kontrolliert (Beispielsweise auch die Dienstwagen-Buchungen, Anmeldungen zu Weiterbildungen, etc.), welche Mitarbeiter was machen.

Arbeitsbedingungen

Viele Programme mit denen ich gearbeitet habe waren veraltet, Prozesse oft analog oder kompliziert. In meinem Büro habe ich es im Sommer vor lauter Hitze kaum ausgehalten - eine Klimaanlage gab es leider keine. Zu Homeoffice bestand leider auch keinerlei Möglichkeit.

Kommunikation

Kommuniziert wurde meiner Meinung nach wenig. Entscheidungen „von oben“ wurden selten erklärt, sondern einfach durchgesetzt. Konstruktiver Austausch fand in meinen Augen kaum statt.

Gehalt/Sozialleistungen

Die Bezahlung ist Dank IG Metall nicht schlecht. Mündliche Versprechungen zur Vertragsgestaltung wurden mir gegenüber allerdings nicht eingehalten.

Gleichberechtigung

In meiner Zeit im Unternehmen habe ich Aussagen auf Führungsebene mitbekommen, die ich persönlich als unangemessen und befremdlich empfand – insbesondere in Bezug auf Themen wie Gleichbehandlung und Diversität. Ich hatte den Eindruck, dass solche Aussagen nicht aktiv hinterfragt oder reflektiert wurden, was mich irritiert hat.

Interessante Aufgaben

Die Aufgaben waren teilweise fachlich interessant, aber es gab wenig Raum für Gestaltung oder Weiterentwicklung für mich. Alles musste abgesegnet werden, selbst kleinste Details. Das hat in meinem Fall dazu geführt, dass ich mich weniger motiviert gefühlt habe. Oft musste ich mit weiteren Aufgaben darauf warten, dass mein Vorgesetzter Zeit hatte, um die weiteren Schritte zu genehmigen. Dadurch hatte ich das Gefühl, dass man mit meiner Arbeitsleistung nicht zufrieden ist beziehungsweise mir nicht vertraut. Auf meine direkte Nachfrage, ob man mit meiner Arbeit zufrieden sei, wurde allerdings nichts negatives geäußert, sondern mir ausdrücklich bestätigt, dass man mit mir und meiner Arbeitsleistung zufrieden sei.

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Arbeitgeber-Kommentar

Personalabteilung, Otto Christ AG
PersonalabteilungOtto Christ AG

Liebe ehemalige Mitarbeiterin, lieber ehemaliger Mitarbeiter,
vielen Dank für Ihre ausführliche Bewertung und die differenzierte Rückmeldung auch wenn wir bedauern, dass Sie Ihre Zeit bei uns so erlebt haben.
Es freut uns, dass Sie einige Aspekte wie die Aufgabeninhalte und die korrekte Vergütung positiv hervorgehoben haben.
Ihre Kritik an der Arbeitsatmosphäre, an Führungsstil und Weiterentwicklungsmöglichkeiten nehmen wir ernst, insbesondere weil uns ein respektvoller, vertrauensvoller und fördernder Umgang im Unternehmen wichtig ist.

Einzelne geschilderte Situationen entsprechen allerdings nicht unseren Werten und unserem Selbstverständnis.
Wir legen großen Wert auf Chancengleichheit, einen wertschätzenden Umgang und offene Kommunikation.
Gleichzeitig wissen wir, dass es in einem gewachsenen Unternehmen immer wieder auch Themen gibt, an denen wir weiter arbeiten müssen – insbesondere dort, wo Wahrnehmungen und Ansprüche auseinandergehen. Auch kritische Rückmeldungen wie Ihre helfen uns dabei, neue Perspektiven einzunehmen.

Für Ihren weiteren beruflichen Weg wünschen wir Ihnen alles Gute.

Mit freundlichen Grüßen
Ihr HR-Team der Otto Christ AG

Dieser Kommentar bezieht sich auf eine frühere Version der Bewertung.
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