Große Familie nach außen, andere Realität im Alltag
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Ich bin derzeit in diesem Unternehmen tätig und leider sehr unzufrieden. Ich arbeite auf dem Recyclinghof im Volkspark und fühle mich insgesamt wenig wertgeschätzt. Es fallen regelmäßig Überstunden an, die zwar bezahlt werden, die Belastung ist für mich jedoch auf Dauer zu hoch.
Zusätzlich empfinde ich das Arbeitsklima als belastend. In der Kleinannahme gegenüber arbeitet ein Kollege, dem ich bei der Arbeit begegne und dessen Umgangston ich als respektlos wahrnehme. Auch von anderen Mitarbeitenden habe ich mitbekommen, dass sein Verhalten häufiger als schwierig empfunden wird. Das wirkt sich negativ auf mein persönliches Wohlbefinden aus. Da dieser Kollege bereits sehr lange im Unternehmen ist, habe ich den Eindruck, dass eine Klärung über Vorgesetzte wenig bewirken würde.
Nach außen wird das Unternehmen als „große Familie“ dargestellt. Meine persönlichen Erfahrungen decken sich damit leider nicht. Ein Beispiel hierfür war die Einweihungsfeier des Hofes in der Rahlau: Eingeladen waren ausschließlich Büro- und Vertriebsmitarbeitende. Ein langjähriger Fahrer war vor Ort, um Container für die Veranstaltung umzusetzen. Nach Abschluss dieser Arbeit wurde er von einer Führungskraft aus dem Vertriebsbereich angewiesen, seine Tätigkeit fortzusetzen, anstatt an der Feier teilzunehmen. Der Umgang in dieser Situation wirkte auf mich wenig wertschätzend gegenüber langjährigen operativen Mitarbeitenden.
Aufgrund dieser Erfahrungen habe ich für mich entschieden, mich beruflich neu zu orientieren und bewerbe mich derzeit auf andere Stellen.


