Freiheit, New Work, Beratung, Freundschaften, Business
Gut am Arbeitgeber finde ich
Freiheiten. Du kannst arbeiten wo du willst. Wohne wo du willst, solange es zum Projekt passt. Teil dir deine Arbeit ein, wie du willst. Keiner schaut drauf. Wichtig sind die Ergebnisse. Das mochte ich sehr gern. Kollegen sind super!
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Schlechte Zeiten hatte zur Folge, dass viele MA stillschweigend entlassen wurden. Unklarheiten, wie es mit einem selsbt weitergeht. Das sorgt für schlechte Stimmung. Sofortige Einsparung zulasten aller Werkis und Studis, egal ob sie extrem gute Arbeit geleistet haben oder nicht - das passiert und kann man verstehen, aber warum so drastisch und warum ohne transparenter Kommunikation?
Selbst meine 1:1 wusste stellenweise nicht, was sie zur aktuellen Lage kommunizieren soll, obwohl der Flurfunk schon viel mehr wusste. Es ist und bleibt ein Mysterium, die Art der Transparenz. Vielleicht ist das ja auch Business as Unusual, denn das finde ich tatsächlich unusual.
Verbesserungsvorschläge
Kommunikation ist das A und O. Entweder wurde hier auf falsche Pferde gesetzt oder man möchte schlichtweg nicht transparent kommunizieren. Hier ging eigentlich das, was die Menschen bewegt, über den Flurfunk.
Arbeitsatmosphäre
Ich hatte nie schlechte Erfahrungen mit meiner Kollegschaft gemacht. Mein Arbeitsdrill war da. Ich hatte mega bock auf meine Projekte. Es hat immer Spaß gemacht im Büro, aber auch Remote zu arbeiten.
Work-Life-Balance
Also ich hab wirklich, wirklich einen Großteil meiner Zeit in der und mit der Firma verbracht. Da man hier Freunde findet, verschwimmt alles um so mehr. An Wochenenden zu Arbeiten waren keine Seltenheit. Man redet sich ja oft selbst ein, dass es beim nächsten Projekt besser wird. Aber es wurde mehr. An bestimmten Momenten "Nein" sagen zu können, hilft weiter. Manchmal wird das aber nicht wirklich akzeptiert. Ehe du dich versiehst, bist du Teil des Projekts und du weißt gar nicht, wie das passiert ist.
Gleichzeitig habe ich mir aber dann auch zu ruhigen Zeiten mehr Freizeit gegönnt. Ich hatte dadurch auch mehr als 30 Tage Urlaub. In Summe waren es natürlich deutlich mehr Überstunden, was für mich zu der Zeit vollkommen ok war.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Kollegschaft: Also wenn ich mir ansehe, wie das Office und die Terrasse manchmal aussah... würde ich sagen in der Kollegschaft in Summe nein. Es gab natürlich hier viele, die ein hohes Nachhaltigkeitsbewusstsein an den Tag legen, aber die Summe schaut da doch eher auf sich.
Kultur: Es wird (wurde) schon viel zu viel Geld für Partys und alles, was dazu gehört, ausgegeben. Sozialprojekte sind wenn dann vom MA initiiert worden. Da das dann zulasten der Kundenfaktura geht, gabs hier eigentlich so gut wie keine soziale/ehrenamtliche Arbeit.
Karriere/Weiterbildung
Liegt an einem selbst.
Kollegenzusammenhalt
In meinem Arbeitsumfeld haben wir aufeinander gehört, zusammen gearbeitet, beigestanden, zugehört, wodurch man Freunde gewinnt. Der Zusammenhalt ist vermutlich auch deswegen so hoch, da jeder den immensen Workload zu stemmen versucht. Aber, wenn der Arbeitsdrill da ist, macht es auch mega Laune.
Vorgesetztenverhalten
Man kann seine Führungskraft jährlich aussuchen. Ich hab nicht wirklich gewechselt, was sich als Fehler herausgestellt hatte. Die FK (1:1), die ich hatte, war entweder selbst total eingespannt oder hatte schlichtweg kein wirkliches Interesse, meine Entwicklungspotenziale auszuschöpfen oder sich näher Gedanken zu machen. Da fehlte es mir an visionären Gedanken. Trotzdem war sie immer freundlich und hatte für akute Themen ein offenes, aber oberflächliches Ohr für mich.
Arbeitsbedingungen
Küche ist immer voll ausgestattet. Getränke so viel wie du willst. Überstunden sind mit Ende des Monats abgegolten. 24/7 Bereitschaft wird verlangt. Arbeite von wo immer du willst (von manchen sehr gelebt, wiederum manche wollen, dass man sich regelmäßig blicken lässt). Das verwirrt einen natürlich ein wenig.
Kommunikation
Also the one and only Geschäftsführer nennt die Dinge oft beim Namen und wie es gerade steht, das ist sehr gut! Es gab aber auch Communications, die waren unterirdisch. Leider ist das einer der Schwachstellen der P3, dass die Kommunikation (intern) keiner Strategie folgt(e) und oft willkürlich und unbedacht wirkt(e).
Gehalt/Benefits
Insgesamt in Ordnung. Aber extrem individuell. Die P3 zahlt wie eine gewöhnliche Unternehmensberatung, verlangt von dir aber den Drive, als wärst du bei den Big4.
Gleichberechtigung
Ich beziehe mich hier gezielt auf Hierarchie: Anfangs dachte ich ja, aber das Business as Unusual ist hier nicht (mehr) ganz richtig. Natürlich haben Personenkreise mit Leitungsfunktion das mehr Sagen. Im Zweifel lässt sich doch der Partner nichts sagen. Das war Anfangs meiner Zeit im Gefühl ganz anders.
DEI wird versucht zu verankern, aber das geht natürlich zulasten der Kundenfaktura.
Interessante Aufgaben
Meine Aufgaben waren in Summe wirklich top. Alle Themen rund um die Automotive waren vertreten.