Gut am Arbeitgeber finde ich
Dass die Mehrheit an Kolleg*innen sehr nett und vertrauenswürdig sind und man immer wieder viel Spaß in der täglichen Arbeit mit dem Team hat. Generell mag ich den Consulting Spirit, Geschäfte machen zu wollen. Ich denke in Summe sind das die einzigen positiven Aspekte für mich.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Führungskräfte teilweise katastrophal und Führungsskills oftmals mehr als ausbaufähig.
Kommunikation zumeist unzureichend und wenig transparent.
Firmenkultur (P3 Family) wird in Praxis m. E. so nicht gelebt - Im Gegenteil, Leute verschwinden still und heimlich und diesen wird auch tlw. noch (auf Nachfrage) eine „schlechte Arbeitsleistung“ nachgesagt oder dass es „iwie nicht mehr so gepasst hätte“, um die Kündigung in der Belegschaft zu rechtfertigen. Obwohl die Entlassenen davor teilweise lange Zeit gelobt wurden. Wie kann man sich von einem auf das andere Jahr als Berater*in so drastisch verschlechtern? Da stimmt etwas gewaltig nicht.
Positiver „Schleier“ wird über das Negative gelegt, um Belegschaft zu beschwichtigen.
Die Kultur und Werte, die P3 vorgibt, werden in Praxis m.E. so nicht gelebt. Mitarbeiter dient der Zielerreichung der Company. Dreht sich der Wind auf dem Markt, werden direkt und unmittelbar Leute entlassen. Kein Arbeitgeber, bei dem man auf lange Sicht eine Perspektive sieht. Im Unternehmen spiegelt sich kein ernsthaftes Einstehen für die eigenen Mitarbeiter*innen. Vllt auch der Grund, wieso so gut wie fast keine älteren Mitarbeiter*innen in der Company sind.
Verbesserungsvorschläge
Die eigentlich wichtigen Kernthemen, also die Themen die Berater*innen tatsächlich Sorgen bereiten, werden nur unzureichend behandelt. Es ist sehr seltsam, wenn die Mitarbeiter*innen merken, dass etwas in der Company nicht stimmt und darüber jedoch scheinbar ein "positiver Schleier" gelegt wird.
Lebt Nachhaltigkeit, bei Menschen als auch bei der Geschäftsentwicklung (Long Term). Nicht auf Family tun, denn wenn sich die Gegebenheiten für ein paar Monate ändern, werden direkt Leute entlassen - Teilweise MA hoch gelobt und ein Jahr später hätten sie „schlechte Leistung“ erbracht oder „es hätte iwie nicht mehr so gepasst“.
Es bringt auch nichts „junges Gemüse“ vorzustellen mit coolen Wortgebungen auf Flipcharts, wenn generell eine gedrückte Atmosphäse und ohnehin eine Dissbalance im HR (Führungs-)Kreis herrscht. Man kann Dinge noch so cool verpacken, dies hilft alles nichts im Kontext von immer wieder auftretendem unprofessionellem Verhalten. Menschen sind nicht blöd und spüren Veränderungen. HR ist m. E. nur dein Freund solange es gut in der Company läuft.
Die GF bzw. Führungskräfte sollten Vorbilder sein. Tolle Auftritte bei Firmenevents mit viel (künstlichem) Beifall zeugen noch lange nicht von professionellem Verhalten und dies sollte auch nicht so wahrgenommen werden, als sei die Belegschaft sehr zufrieden. Etwas Demut schadet den "besten" Managern nicht.
Geht die Thematik des guten Führens endlich an. Es zählen keine Argumente wie „zu wenig Zeit“ oder „zu teuer“. Es wird sich nachhaltig auszahlen, wenn ihr einen klaren Entwicklungsprozess für Führungskräfte etabliert, der verbindlich zu gehen ist, wenn man Führungskraft werden will. Keine kurze Nummer, ein langer konstanter Weg, der viele Module beinhaltet. Die Resultate werden sich erst in ein paar Jahren zeigen, dann wird jedoch vieles professioneller und effektiver ablaufen und letztendlich in verschiedensten Bereichen zur Entspannung beitragen. Dazu gibt es zahlreichen Studien. Es bringt auch nichts, oftmals nur akquisestarke Leute zu befördern. Diese sind auch automatisch noch lange keine guten Führungskräfte. Darüber hinaus kommt es mir so vor als wären viele FKs in einem Hamsterrad, haben jedoch selbst nicht die Toolbox, um aus dem Hamsterrad zu kommen. Wenn inhouse gute Führung vorgelebt wird, dann klappt auch das Coaching nach extern, also zum Kunden hin.
Leute die laut sind und vermeintlich gut Reden können, sind noch lange keine guten Arbeitskräfte. Die Arbeit im Daily Business trennt die Spreu vom Weizen.
Kein Micromanagement betreiben - andere Beratungen verteilen Kreditkarten an die Consultants (Stichwort: Vertrauen) - bei euch geben Partner immer noch händisch eingetragene Tankbelege für 27 Euro frei. Auf der einen Seite so viel beschäftigt, auf der anderen Seite minimale Euro Beträge freigeben. Teilweise werden real existierende Kosten willkürlich abgelehnt. Auch Verpflegungsmehraufwände sind zu zahlen, bei Auswärtstätigkeiten bei Kunden. Die Berater*innen geben alles und ihr tut tlw. wegen ein paar Euro rum. Nicht zu vergessen ist, dass jede Beraterin und jeder Berater manuell die Reisekosten einträgt. Wenn ihr die Summe an Arbeitszeit aufs Jahr mit ein paar hundert Mitarbeiter hochrechnet, dann muss man doch selbst merken, dass dies kein professioneller Ansatz ist (Consulting?).
LEBT DIE KULTUR UND DIE WERTE AUCH IN DER PRAXIS, DIE IHR PERMANENT PROPAGIERT.
(REAL) CULTURE EATS STRATEGY!
Arbeitsatmosphäre
Die Arbeitsatmosphäre ist geprägt von einer seltsamen Kultur. Es wird so verkauft, als wäre die P3 eine große Familie. Nach außen hin wird alles mega cool und locker rüber gebracht. Man muss sich immer vor Augen halten, dass die immer wieder erwähnte "tolle" Firmenkultur und Werte eigentlich nur einem Zweck dienen - man möchte mehr aus den Leuten herausholen. De facto werden Leute und gerade die jüngeren, die noch nicht so ein Standing haben, tlw. ausgenutzt. Mir tut es ebenfalls Leid für die Leute, die nur P3 kennen - quasi hier begonnen haben. Diese denken oftmals, es sei normal pro Woche 70h zu arbeiten und man müsse permanent erreichbar sein (als Junior Consultant (?)). Gerade in manchen Themenfeldern fordern die Partner quasi alles, weil sie von sich ausgehen und für die Firma leben.
Bei Firmenevents wird alles "locker" und "cool" rübergebracht. Die Leute ein wenig bei Lauen halten, wie toll alles ist - derweil verschwinden Leute still und heimlich (werden entlassen und niemand sieht sie mehr). Man muss sich immer die Frage stellen, würde man ein Familienmitglied wirklich so behandeln?
Image
P3 gibt sich als Player im Technology-Consulting Sektor. Ich denke bei Kunden hat dies grundsätzlich eine gute Wirkung. Negativ bei einigen Kunden kommen jedoch die ständigen Firmen-/Partyevents an. Gerade konservative deutsche Kunden denken sich teilweise, wir zahlen so viel an P3 wegen Beratungsleistungen, wieso feiern die die ganze Zeit oder sind nicht erreichbar teilweise Freitags etc.? Manche Kunden fühlen sich zudem „über den Tisch“ gezogen aufgrund der tollen Pitches, aber der weniger guten Arbeitsleistung in Alltag / der Praxis (nach Auftragseingang). Dies hängt sicherlich situativ vom Projekt ab.
Beflügelt wird eine solche Konstellation wiederum von Partnern, die es extrem fördern, wenn man einen Auftrag an Land zieht. Dass daraus ggf. nie mehr eine Folgebeauftragung resultiert, scheint zweitrangig zu sein. Und die Akquise-Consultants haben sogar noch ein Ziel ihres variablen Anteils erreicht. Hier ebenfalls kein nachhaltiger Aufbau von Kundenvertrauen. Es wirkt immer so, als müsse es um das schnelle Geld gehen. Auch wenn Kunden unzufrieden sind und am Ende des Tages kein Auftrag mehr kommt von einzelnen Kunden oder Teilbereichen.
Work-Life-Balance
Work-Life-Balance eher schlecht aufgrund geforderter permanenter Erreichbarkeit und dem All-in Vertrag, wobei es keine Überstunden gibt. Eine systematischen Erfassung der gesamten Arbeitszeit für alle Arbeitnehmer (welche Beginn, Ende und Dauer der täglichen Arbeit erfasst) empfand man als nicht gut. Untermauert wird das Ganze oftmals noch mit spontanen Vorbereitungen für Pitches etc., die tlw. abends um 17 Uhr auffallen - Deadline nächster Tag 9 Uhr. Es ist zumeist kein vorausschauendes Arbeiten möglich. Oft werden nur Brände gelöscht und ein durchorganisierter Arbeitsalltag (wofür Consulting eigentlich stehen müsste (!)) ist nicht möglich. Wir wollen Kunden beraten und ihnen sagen wie etwas geht, bekommen jedoch selbst die einfachsten Dinge nicht hin. Manche Leute (darunter auch Sportler) vermeiden gezielt Firmenevents, da hier nicht selten wenig getrunken wird. Es ist einfach nicht förderlich für die Work-Life-Balance, wenn man nach einem Firmenevent 2 Tage braucht, bis man wieder im Gleichgewicht ist. Termine 7 Uhr morgens, weil der Partner sonst keine Zeit hat, oder auch teilweise am Sonntag (!) kommen vor. Natürlich gibt es hier keinen Zuschlag für Arbeit an Sonn-/Feiertagen.
Karriere/Weiterbildung
Tatsächlich gibt es keine standardisierte Vorgehensweise, wie Karriere und Weiterbildung gestaltet wird. Man beruft sich ohnehin immer auf die ganze freie Gestaltung bei der P3 (Totschlagargument). De facto wird jedoch keine Harmonisierung bzw. Standardisierung des Entwicklungspfades mit flexiblen Komponenten in der Karriere / Weiterentwicklung forciert. D.h. es tümpeln Leute teilweise jahrelang auf selber Stelle herum, bekommen weder Schulungen noch Zertifizierungen, andere wiederum bekommen nur Schulungen, wenn dies strategisch für die Unternehmung wertvoll ist. Dies hat jedoch aus Perspektive der Berater*innen nichts mit einer Roadmap zu tun, wie man, in welchen Zeitabständen, bei guter Leistung, weiterkommt bzw. gefördert wird.
Oft sollen Consultans inhouse Schulungen (neben ihrem regulären Projekt / ihrer regulären Projekte, auf denen sie gestafft sind) halten. Qualitativ sehr hochwertige, von extern gehaltene Schulungen, finden nicht sehr häufig statt. Teilweise will man Zertifizierungen nach extern verkaufen, zertifiziert aber seine eigenen Leute selbst nicht.
Gehalt/Benefits
Das Gehalt würde ich als branchenüblich einstufen, nicht sonderlich gut, nicht sonderlich schlecht. In jedem Fall ist es kein extrem gutes Gehalt, wenn man die Überstunden, die permanente Fahrerei zu irgendwelchen Standorten und Kunden, die geforderte Erreichbarkeit spät abends und an Wochenenden sowie immer wieder aufkommende spontane Themen (Pitches, etc.) neben der normalen Arbeit mit einrechnet. Es besteht ein All-in Vertrag. Es gibt also keine Überstunden. Die Zeit, die man auf Autobahnen, in Zügen, an Flughäfen etc. verbringt, zahlt einem niemand, dies muss man sich immer verinnerlichen. Es gibt jedoch auch Firmen, die noch schlechter zahlen.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Ganze Themenfelder (Abteilungen) fliegen teilweise 1x pro Jahr mit 40-80 Leuten quer in Europa umher für einen Auslandsworkshop. Bei der Anzahl an Themenfeldern kann dies nicht umweltbewusst sein. Aufenthalte, die mit Zug oder Bus zu erreichen sind, tun es auch für ein tolles Themenfeld-Erlebnis. Teilweise wollen sich die Partner übertrumpfen, wer mit seinem Themenfeld das "coolere" Domizil ausgewählt hat. Ebenfalls fahren mehrmals jährlich (tlw. monatlich) Berater*innen durch ganz DE, um an irgendwelchen Firmenevents teilzunehmen. Immer das Gleiche - Ein paar Vorträge/ „News“ aus der Geschäftsführung und dann widmet man sich dem Eigentlichen. Dies ist nicht nachhaltig und zerrt zudem an den Leuten, da ständige lange Events sich in jedem Fall negativ für die Personen auswirken und zudem auch die Arbeitsleistung darunter leidet. Manche Leute fahren teilweise noch (verkatert) am nächsten Tag morgens mit dem Fahrzeug wieder heim. Solange nichts passiert, alles in Ordnung, wäre jedoch schade, wenn mal etwas auf der Autobahn passiert. Somit sehe ich hier sehr wenig Sozialbewusstsein. Man lässt die Leute zwar machen, aber gerade im Consulting (!) muss man Mitarbeiter aktiv schützen.
Kollegenzusammenhalt
Der Kollegenzusammenhalt ist oft gut und es besteht zumeist auch ein Teamspirit. Es gibt jedoch Leute, denen man immer wieder sagt, "wenn du dich nur so richtig anstrengst, kannst du alles erreichen" und hier muss man aufpassen. Hier ist ein nicht unerheblicher Anteil (jedoch nicht die Mehrheit) auf das eigene Vorankommen fokussiert und lässt einzelne Kolleg*innen auch mal ins Messer laufen. Es gibt Leute, die sich besser fühlen und vorankommen, wenn sie andere schlecht darstellen. Leider werden solche Persönlichkeiten auch oft durch Partner/GF gefördert. Der gesamthafte (negative) Outcome für P3 ist ja erstmal nicht erfassbar.
Es gibt einige Potentials, die noch mit anderen Werten aufgewachsen sind. Diese sind nicht so vorlaut und wären top Führungskräfte - sind jedoch nicht sichtbar. Einige FKs setzen klar auf Leute, die immer eine große Klappe haben (die real im Arbeitsalltag oft miserable Arbeitsleistungen abliefern (Quatschen>Arbeitsleistung)). P3 wäre viel gesünder, wenn Schreihälse weniger Befürworter hätten. Es gibt zunehmend Leute (und darunter leider auch viele der Gen Z), die leider beim Dunning-Kruger-Effekt auf der ganz linken oberen Seite der Skala sind.
Umgang mit älteren Kollegen
De facto gibt es kaum ältere Kollegen. Diese stellen lediglich eine totale Minderheit dar oder sind in der Unternehmensführung tätig. Es stellt sich die Frage, wieso so gut wie keine älteren Mitarbeitere*innen hier tätig sind. Vllt. sind diese nicht so formbar und machen jeden Quatsch mit (für teilweise wenig Geld und exorbitante Anzahl an Arbeitsstunden)?
Vorgesetztenverhalten
Auch hier leider negativ. Festzuhalten ist, dass einige Vorgesetzte bereits lange bei P3 arbeiten, tlw. die early birds der Firmengründung. Tlw. wurden/werden Personen gefördert, die gut in Akquise sind -> die dann irgendwann Führungskräfte werden. Das Resultat, manche sind miserable Führungskräfte. Gut in Akquise heißt nicht gleich gut in Führung. Sprüche und Umgangsformen werden gebracht/gelebt, die ich hier aufgrund Restriktionen nicht mal schriftlich erwähnen kann, um nicht gegen kununu Richtlinien zu verstoßen. Befördert werden oft Leute, die gut Aufträge an Land ziehen -> die wiederum viele Leute kaputt machen können und hier eine Resignation der Berater*innen gefördert wird. Was scheinbar der Führung nicht bewusst ist oder man es gezielt in Kauf nimmt, weil trotzdem die Bilanz soweit noch passt. Berater resignieren tlw. innerlich und fahren dann das In-Group Spiel. Also nach der Nase des Partners/FK reden, nur um nicht anzuecken. Ein offener, auf Augenhöhe basierter Umgang, ist nach meiner persönlichen Erfahrung nicht vorhanden. Man dient der Zielerreichung des Partners/der GF, Kritik an manchen Partnern nicht erwünscht. Schütze dich selbst.
Arbeitsbedingungen
Die Arbeitsbedingungen sind gemischt. Getränke und Kaffee gibt´s aufs Haus. Kaltes Essen auch. Dies wird oft als mega Argument angeführt. M. E. nach wird Essen an den Niederlassungen nur zur Verfügung gestellt, da keine Verpflegungsmehraufwände (wenn ein Consultant von Standort X and Standort Y arbeitet/arbeiten soll) gezahlt werden. Es wirkt also für die (jungen) Berater*innen oft mega zuvorkommend. De facto hat dies eine buchhalterische Komponente, Verpflegungsmehraufwände können umgangen werden. In der Praxis machen die Berater*innen von der Küche oftmals keinen Gebrauch, weil sie keine Zeit haben groß rum zu kochen, was letztendlich doch dazu führt, dass man sich schnell unter Stress irgendwo essen holt. Kein Verpflegungsmehraufwand und dazu teures Essen gekauft. Manche Niederlassungen sind gut ausgestattet, andere weniger. Teilweise gibt es gebrochene Stühle, zumeist keine höhenverstellbaren Schreibtische (Stuttgart) und die Atmosphäre in den Büros ist (je nach Standort) nicht so schön. Man kann definitiv mehr tun für die Optik der Büros. Es hat sich jedoch minimal verbessert in den letzten Jahren.
Kommunikation
Die Kommunikation ist unterirdisch. Diese findet oftmals nur mit arroganter Note statt., z. B. Verkündung Weihnachtsfeier 2022 - Wie viel Umsatz/Gewinn man eingebracht hat - Rekordjahr - Atmosphäre ähnlich wie bei "Wolf of Wallstreet". Die Führung hört sich selbst gerne reden, aber wenn´s ernster wird.. 2 Jahre später weniger Beauftragungen und Leute werden tlw. still und heimlich entlassen. Wäre es hier nicht toll, wenn man denn schon so viel Umsatz/Gewinn die Jahre zuvor macht, für die Leute, die dies ermöglichten (P3 Family?), einzustehen und nicht zu entlassen, wenn´s ein paar Monate etwas stürmisch wird?
Hier passiert auf Führungsebene viel im stillen Kämmerchen - die Berater*innen bekommen nur wenig/nur Fragmente mit. Werden dann Fragen gestellt, wo ist diese oder jene Person hin ist, wird tlw. gesagt, dass die "Performance nicht so gepasst hätte" oder dass „es iwie nicht mehr so gepasst hat“.
Auch werden Werte, für die man angeblich stand, immer weiter aufgeweicht. Läuft es nicht mehr so gut, macht man auf einmal Defense Beratung, was vor 2 Jahren noch nahezu undenkbar war. Und die GF findet traurigerweise auch immer wieder eigene Partner, die diese Themen treiben.
Gleichberechtigung
Wenn der Kunde eine Vollzeit Betreuung möchte, Monday to Friday, dann kann es für Mütter schwierig werden bzw. eigentlich ist wenig Raum für Mütter und deren Entfaltung vorhanden, wenn diese beispielsweise in Teilzeit arbeiten. Wenn man denn schon so "jung" und "hip" ist, dann sollte man doch auch hier ansetzen.
Nicht jede Meinung ist gleich viel Wert. Viel Vetternwirtschaft und jeder Partner bzw. FK hat so seine Lieblinge, die auch aktiv Einfluss auf die Partner nehmen (können). Wenn man nicht aufpasst, ist man schneller auf dem Abstellgleis, als einem selbst lieb ist. Es gab Leute, die kamen aus dem Urlaub zurück und waren vom Projekt abgesägt.
Interessante Aufgaben
Ehrlicherweise, so meine Erfahrung, sollte man die Projekte annehmen, die einem der eigene Partner auch vermittelt. Es wird in der P3 so getan, als könne jeder alles machen, sprich auch Projekte anderer Niederlassungen/Partner ausführen. In der Praxis gibt es unter den Partnern viel Neid. Das bedeutet, dass man idealerweise nicht im Projekt eines anderen Partners (unter dem man selbst nicht läuft) arbeitet, da wie beschrieben Missgunst unter Partnern besteht, man könnte seinen Bereich ja voranbringen. Man möchte seine Berater*innen lieber für eigene Projekte einsetzen und gute Leute nicht an andere Partner "ausleihen". Dies führte und führt immer wieder zu Unstimmigkeiten. Gerade wenn es weniger Projekte gibt, sollte man, um seine Person zu retten, Projekte des eigenen Partners annehmen, die auch noch relativ sicher (in ihrer Laufzeit) sind. Flexibilität und das Vordringen in neue Bereiche (anderer Partner) kann u.U. mit Kündigung enden, falls dieses (unsichere, neue) Projekt wegfällt. D.h. eine offene Einstellung zu Projekten, so wie es immer propagiert wird, kann sich sehr schnell negativ auswirken. Wer nicht gekündigt werden will, bleibt lieber im sicheren Hafen (wenn möglich).