Arbeitgeber mit Burn-Out-Garantie
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Hohe Fluktuation, um die Kinder geht es schon lange nicht mehr. Hauptsache die Wirtschaftlichkeit stimmt, der Betrieb läuft und die Eltern werden besänftigt. Dass das auf Kosten der Kinder und Mitarbeiter:innen geht, interessiert niemanden.
Verbesserungsvorschläge
Abläufe des Trägers sollten beschleunigt werden.
Image
Nach außen hin ganz toll, die Filmchen auf der Website versprechen das Blaue vom Himmel. Entspricht aber nicht dem, was ich und meine Kolleginnen erlebt haben.
Work-Life-Balance
Überstunden werden vorausgesetzt, es wird keine Rücksicht auf private Umstände genommen. Ob jemand alleinerziehend ist und die private Kinderbetreuung irgendwie umsetzen muss oder ob man Termine außerhalb der regulären Arbeitszeit hat, ist für den Träger irrelevant. Hauptsache der Betrieb wird aufrecht erhalten ohne zusätzliche Kosten für den Träger. Überstunden abbauen hingegen ist ein Ding der Unmöglichkeit.
Karriere/Weiterbildung
Fortbildungen ausschließlich bei der hauseigenen Akademie, seltenst mal außerhalb. Die Lieblinge schickt man dann sogar nach Italien.
Gehalt/Benefits
Nichts besonderes. Bezahlung nach TvÖD.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
In den Einrichtungen in Bezug auf Recycling ganz ganz wichtig, bezogen auf die Geschäftsführung wird im Bereich Mobilität darauf dann nicht mehr ganz so viel wert gelegt. Leider nicht sehr authentisch.
Kollegenzusammenhalt
Innerhalb der Einrichtungen ist der Zusammenhalt gut, aber „von oben“ kein Rückhalt oder Zuspruch.
Umgang mit älteren Kollegen
Jüngere Menschen werden generell bevorzugt, da leichter zu formen und zu beeinflussen.
Vorgesetztenverhalten
Arroganz in der Chefetage und die feste Überzeugung nichts und niemand sei so toll wie Pädiko. Man hat seine liebsten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die sich alles erlauben können. Alle anderen - vor allem Kritiker:innen - werden klein gehalten, ignoriert und am liebsten schnell wieder abgesägt.
Arbeitsbedingungen
Voll abhängig von der Leitung und der Motivation des Trägers. Es gibt ausreichend Aspekte der Arbeitssicherheit, die ewig ignoriert werden und auch auf Bitten nicht behoben werden (sehr heiße Räumlichkeiten im Sommer beispielsweise).
Kommunikation
Kommunikation ist wohl eine der größten Schwächen des Trägers. Abläufe dauern ewig, jede Anfrage muss einmal quer durch alle Abteilungen und ALLES geht durch die Hände der Geschäftsführung. Delegation gibt es nicht. Generell kaum bis keine Wertschätzung durch Vorgesetzte, aber wenn man mal einen Fehler gemacht hat, geht immer plötzlich alles ganz schnell. Hauptsache die Außenwirkung wird nicht gefährdet.
Interessante Aufgaben
Generell interessante Aufgaben, das gibt das Konzept her. Umsetzung aber kaum möglich, weil der Träger das Budget für die Nicht-Lieblingskitas möglichst gering und die Möglichkeiten damit möglichst einfach hält.