Rechtsschutzversicherung empfehlenswert
Gut am Arbeitgeber finde ich
Das großzügige Büro mit moderner Ausstattung.
Kleine Extras wie kostenloses Wasser und eine Müslibar.
In vielen Fällen sind auch Hunde im Büro willkommen.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Wer nicht mehr ins gewünschte Bild passt, muss mit einer Kündigung rechnen, auch langjährig und unbefristet Beschäftigte. Nachvollziehbare Gründe werden dabei nicht genannt. Eine Rechtsschutzversicherung ist hier zu empfehlen.
Aus meiner Sicht werden Mitarbeitende nicht immer gleich behandelt. Entscheidungen wirken teilweise wenig nachvollziehbar.
Kritisches Hinterfragen wird meiner Erfahrung nach nicht immer positiv aufgenommen. Wer Missstände anspricht, läuft Gefahr, als negativ wahrgenommen zu werden.
Engagement wird häufig daran gemessen, wie viel zusätzliche Arbeit jemand übernimmt. Mitarbeitende, die klare Grenzen setzen oder familiäre Verpflichtungen haben, werden dadurch teilweise benachteiligt.
Verbesserungsvorschläge werden oft nicht aufgegriffen. Wer wiederholt Kritik äußert, gerät aus meiner Sicht schnell in eine unangenehme Position.
Leistungskriterien erscheinen nicht immer transparent und nachvollziehbar.
Verbesserungsvorschläge
Mitarbeitende nicht als wenig motiviert einstufen, nur weil sie gesunde Grenzen setzen oder ihre vertraglich vereinbarte Arbeitszeit einhalten.
Wiederkehrende Kritikpunkte von mehreren Mitarbeitenden ernsthaft reflektieren und als Chance zur Verbesserung nutzen.
Eine offenere Feedbackkultur schaffen, in der Kritik nicht als Angriff verstanden wird.
Arbeitsatmosphäre
Ich habe bei Pechschwarz auch viele schöne Momente erlebt. Mit der Zeit entstand bei mir jedoch der Eindruck einer zunehmend angespannten Atmosphäre. Gerüchte, Unsicherheiten und widersprüchliche Aussagen erschwerten teilweise die Zusammenarbeit. Hinzu kamen häufige Wechsel zwischen Projekten und Kunden, was aus meiner Sicht auf eine unzureichende Planung zurückzuführen war.
Besonders belastend war für mich, dass es innerhalb kurzer Zeit zu mehreren Kündigungen kam. Für die Belegschaft waren die Gründe häufig nicht erkennbar oder wurden nicht transparent kommuniziert. Dadurch entstand eine Atmosphäre der Unsicherheit, in der viele Mitarbeitende befürchteten, jederzeit selbst betroffen sein zu können.
Kommunikation
Wichtige Informationen wurden nicht immer rechtzeitig an die ausführenden Mitarbeitenden weitergegeben. Dadurch entstanden häufig unnötige Schwierigkeiten in Projekten und Kundenterminen. Prozesse wirkten oft wenig strukturiert, gleichzeitig war der Grad an Kontrolle und Micromanagement sehr hoch.
Bei Krankmeldungen oder wenn Projekte aus Sicht der Geschäftsführung nicht schnell genug fertiggestellt wurden, wurde teilweise sogar in Gruppenchats mit Kündigung gedroht, auch wenn sich die betroffenen Mitarbeitenden völlig normal verhalten haben.
Kollegenzusammenhalt
Der Zusammenhalt unter den Kolleginnen und Kollegen war grundsätzlich gut. Ohne diese Unterstützung wäre vieles deutlich schwieriger gewesen. Gleichzeitig herrschte teilweise eine gewisse Unsicherheit darüber, welche Informationen man mit wem teilen sollte. Manche Kollegen nutzten auch ihre Chance, anderen in den Rücken zu fallen, um selbst besser dazustehen.
Work-Life-Balance
Offiziell sind Überstunden nicht erwünscht. In der Praxis hatte ich jedoch den Eindruck, dass längere Arbeitszeiten vieler Mitarbeitender als selbstverständlich angesehen wurden. Aufgaben wurden teilweise so geplant, dass sie innerhalb eines normalen Arbeitstags nur schwer zu bewältigen waren. Wer dies ansprach, wurde nicht immer ernst genommen.
Mir wurde beispielsweise signalisiert, dass man enttäuscht sei, wenn ich den Workload anderer Kolleginnen und Kollegen nicht zusätzlich auffange. Dadurch entstand für mich der Eindruck, dass die Bereitschaft zu Mehrarbeit stärker gewertet wurde als die Einhaltung gesunder Grenzen.
Vorgesetztenverhalten
Hier sehe ich das größte Problem am Unternehmen. Die Geschäftsführung präsentiert sich zunächst als entspannt und auf Augenhöhe, entpuppte sich für mich jedoch zunehmend als manipulativ im Führungsstil und kompromisslos auf die eigenen Interessen fokussiert. Die Kommunikation ist je nach Person sehr respektlos bis grenzüberschreitend.
Entscheidungen wurden mitunter direkt getroffen, ohne die zuständigen Projektverantwortlichen einzubeziehen, was zu Unsicherheit und hohem Arbeitsdruck führte.
In Personalgesprächen wurden Aussagen getroffen, die nicht belegbar waren und bewusst erfunden waren, um Mitarbeitende klein zu halten. Im Austausch mit Kolleginnen und Kollegen ergaben sich deutlich andere Einschätzungen.
Außerdem empfand ich den Umgang mit persönlichen und gesundheitlichen Themen als übergriffig.
Interessante Aufgaben
Die Projekte und Aufgaben waren überwiegend spannend und abwechslungsreich. Das war für mich einer der größten Pluspunkte des Unternehmens.
Gleichberechtigung
Ungleichheit ist bei pechschwarz Realität. Das Thema wird konsequent tot geschwiegen und von allen Männern in den Führungspositionen unter den Teppich gekehrt. Es bestanden Gehaltsunterschiede zwischen Männern und Frauen in vergleichbaren Positionen. Zudem hatte ich den Eindruck, dass männlichen Mitarbeitenden häufiger ein Vertrauensvorschuss entgegengebracht wurde.
Darüber hinaus habe ich vereinzelt abwertende oder unangemessene Kommentare gegenüber Frauen wahrgenommen.
Umgang mit älteren Kollegen
Dazu kann ich keine fundierte Aussage treffen. Das Durchschnittsalter im Unternehmen ist eher niedrig.
Insgesamt hatte ich jedoch den Eindruck, dass familiäre Verpflichtungen nicht immer ausreichend berücksichtigt wurden. Maßnahmen, wie der Entzug von fest vereinbarter Gleitzeit, werden teilweise willkürlich als "Strafe" eingesetzt, selbst wenn dadurch familiäre Verpflichtungen unmöglich werden.
Arbeitsbedingungen
Positiv hervorzuheben sind die ergonomischen Arbeitsplätze, die großzügigen Räumlichkeiten, die Homeoffice-Möglichkeiten und die Hundefreundlichkeit. Gleichzeitig herrschte aus meiner Sicht eine spürbare Unsicherheit im Arbeitsalltag, aufgrund der belastenden Kommunikation.
Regelungen zu Homeoffice, Arbeitszeiten und anderen Arbeitsbedingungen gelten nicht für alle gleichermaßen und werden teilweise willkürlich angepasst oder entzogen, um einzelne Mitarbeitende zu maßregeln.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Ich habe den Eindruck gewonnen, dass wirtschaftliche Interessen häufig Vorrang vor den Bedürfnissen der Mitarbeitenden hatten.
Manche Mitarbeitende sind häufiger unter besonderer Beobachtung. Zudem entstand bei mir der Eindruck, dass mit Krankmeldungen teilweise wenig verständnisvoll umgegangen wurde. Bereits nach relativ kurzen Ausfallzeiten kam es zu Gesprächen oder Nachrichten, die ich als unangenehm und druckvoll empfand.
Auch beim Umgang mit sensiblen persönlichen Informationen hätte ich mir mehr Professionalität und Vertraulichkeit gewünscht.
Der Einsatz von KI wurde aus meiner Sicht häufig vorangetrieben, ohne die ökologischen Auswirkungen oder den tatsächlichen Mehrwert ausreichend zu hinterfragen.
Gehalt/Benefits
Mein Gehalt lag aus meiner Sicht eher unter dem Niveau vergleichbarer Positionen. Gehaltsgespräche verliefen teils umprofessionell, unter Druck und sogar in Anwesenheit weiterer Mitarbeitenden. Forderungen nach mehr Gehalt wurden als "respektlos" bezeichnet, obwohl ein männlicher Kollege mit vergleichbarer Qualifikation deutlich mehr verdiente.
Teilweise werden für das Unternehmen wichtige Mitarbeitende sehr niedrig bezahlt. Diese trauen sich aus Angst vor Konsequenzen kaum, für eine angemessene Vergütung einzustehen.
Image
Nach außen präsentiert sich das Unternehmen sehr professionell. Intern hatte ich jedoch teilweise den Eindruck, dass Kunden Leistungen zugesagt wurden, die innerhalb der vorgesehenen Zeit nur schwer realisierbar waren. Die daraus entstehenden Herausforderungen mussten anschließend von den operativen Teams aufgefangen werden.
Karriere/Weiterbildung
Karrierewege und Rollen waren für mich nicht klar definiert. Verantwortlichkeiten und Positionen änderten sich teilweise kurzfristig, wodurch langfristige Entwicklungsperspektiven schwer einschätzbar waren.