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Personio
Bewertung

Verlorene Kultur, leere Worte und Orientierungslosigkeit

2,4
Nicht empfohlen
Angestellte/r oder Arbeiter/inHat zum Zeitpunkt der Bewertung im Bereich Vertrieb / Verkauf bei personio in München gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

direkt am Hauptbahnhof

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

Orientierungslosigkeit, Kontrollmentalität, fehlendes Vertrauen, leere Schlagworte, ständige Reorganisationen, Frustspirale mit Kunden, politische Beförderungen, Verlust guter Kolleg:innen, Kulturverfall, Überlastung, fehlende Strategie, oberflächliche Kommunikation, gestrichene Benefits, Misstrauen, Werteverlust, Scheintransparenz, Angstkultur, hohe Fluktuation, Führungswechsel, Sinnverlust

Verbesserungsvorschläge

Ich war mehrere Jahre bei Personio und habe die Entwicklung von innen miterlebt. In dieser Zeit hat sich viel verändert – leider in eine Richtung, die sich für viele zunehmend leer und fremd anfühlt. Was früher von Sinn, Energie und Vertrauen getragen war, ist heute geprägt von Unsicherheit, Kontrolle und Politik.

Viele der wirklich guten Kolleg:innen sind längst gegangen. Die, die noch da sind, erzählen sich oft, wo sie gerade Gespräche führen. Kaum jemand glaubt noch, dass sich das Ruder intern drehen lässt.

Eine neue Regel, nach der Office-Anwesenheiten über das WLAN getrackt werden, sagt viel über das aktuelle Vertrauensverhältnis aus. Statt Eigenverantwortung zu fördern, werden Mitarbeitende kontrolliert.

Auch viele erfahrene Senior-Leute und langjährige Führungskräfte sind im letzten Jahr freiwillig gegangen – Menschen, die finanziell stark am langfristigen Erfolg des Unternehmens beteiligt waren. Das sollte zu denken geben.

Von den Entscheidungen und Prozessen her wirkt Personio inzwischen wie ein Konzern, von der Unsicherheit und Unprofessionalität her aber wie ein Start-up. Leider oft das Schlechteste aus beiden Welten.

Arbeitsatmosphäre

Früher war die Stimmung von Sinn, Motivation und Teamgeist getragen. Heute ist die Atmosphäre geprägt von Unsicherheit, politischem Verhalten und Resignation. Viele kommen wegen der Kolleg:innen, aber kaum jemand wegen des Unternehmens.

Image

Das externe Image als „People Company“ passt längst nicht mehr zur internen Realität. Die Employer-Branding-Versprechen wirken für viele Mitarbeitende nur noch ironisch.

Work-Life-Balance

Work-Life-Balance hängt stark vom Team ab. Generell ist der Druck hoch, besonders durch ständige Reorganisationen und Zieländerungen. Die 60 %-Office-Regel verschlechtert die Flexibilität deutlich.

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Nachhaltigkeit spielt kaum eine Rolle. Zwar gibt es einzelne Initiativen, aber keine erkennbar ernsthafte Priorität.

Kollegenzusammenhalt

Der Zusammenhalt im Team ist das, was Personio noch trägt. Viele unterstützen sich gegenseitig, auch wenn sie selbst überlastet sind. Das Teamgefühl ersetzt ein Stück weit die fehlende Führung.

Umgang mit älteren Kollegen

Ältere Kolleg:innen gibt es eher wenige, weil die Kultur stark auf junge Profile ausgerichtet ist. Wer ruhiger oder erfahrener ist, wird schnell als „nicht mehr hungry genug“ wahrgenommen.

Vorgesetztenverhalten

Viele Führungskräfte sind überfordert oder orientieren sich stark an kurzfristigen KPIs. Empathische oder inspirierende Führung ist selten geworden. Feedback-Kultur wirkt oft aufgesetzt.

Kommunikation

Es wird viel kommuniziert, aber wenig gesagt. Die meisten Infos sind PR-getrieben, nicht ehrlich. Kritische Fragen werden höflich, aber wirkungslos beantwortet

Gehalt/Benefits

Die Bezahlung ist im Vergleich zu ähnlichen Positionen ordentlich, was viele hält. Gleichzeitig wurden zentrale Benefits gestrichen oder durch symbolische ersetzt.

Interessante Aufgaben

Es gibt spannende Themen – aber kaum Nachhaltigkeit. Kaum ein Projekt wird fertig, bevor die Richtung wieder geändert wird. Dadurch verliert selbst interessante Arbeit ihren Sinn.

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Puls

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Wie läuft deine Arbeitswoche?

Anonym · Sieh, ob’s deinen Kolleg:innen auch so geht.