Alles klang vielversprechend – doch geblieben sind nur enttäuschte Erwartungen!
Gut am Arbeitgeber finde ich
• Die Einarbeitung ist mittlerweile wirklich super und strukturiert.
• Die Tankkarte im Wert von 50 € ist ein netter Bonus.
• Der Gesundheitsbonus von ca. 900 € ist definitiv ein großer Pluspunkt.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
• Urlaubs- & Weihnachtsgeld gibt es nicht – ein echter Minuspunkt.
• Urlaubstage: Man startet in der Regel mit nur 27 Tagen.
• Überstunden werden nicht bezahlt – wer 10 Überstunden im Monat macht, bekommt dafür keinen Cent. Alles darüber muss man nachweisen, was bei Vertrauensarbeitszeit nahezu unmöglich ist.
Verbesserungsvorschläge
• Mehr Gleichberechtigung – jeder sollte die gleichen Chancen haben, unabhängig von Vitamin B.
• Mehr Wertschätzung für diejenigen, die wirklich die harte Arbeit erledigen und den Laden am Laufen halten.
• Führungskräfte austauschen oder besser schulen – denn ihre Arbeit wird größtenteils vom Team mitgetragen, während sie selbst wenig Rücksicht auf ihr Team nehmen. Eine Führungskraft sollte nicht nur delegieren, sondern auch Verantwortung übernehmen und unterstützen. So, wie es aktuell läuft, geht das gar nicht.
Arbeitsatmosphäre
Die Arbeitsatmosphäre ist grundsätzlich gut, aber am Ende zählt nur die Leistung. Es spielt keine Rolle, ob man vorher einen Monat lang Vollgas gegeben hat, die Erwartungshaltung steigt stetig, ohne Rücksicht auf individuelle Umstände.
Kommunikation
Die Kommunikation hat sich deutlich verbessert – es gibt mehr Austausch, und es wird darauf geachtet, dass die Prozesse zwischen den Abteilungen passen, sodass jeder davon profitieren kann. Leider gilt das aber nicht für alle, denn nicht jeder zieht gleichermaßen mit.
Kollegenzusammenhalt
Der Zusammenhalt im Team ist einerseits super, andrerseits aber auch problematisch. Das Team ist in zwei Gruppen gespalten: Diejenigen, die sich gut mit dem Chef verstehen, halten eng zusammen und würden füreinander alles tun. Dann gibt es die diejenigen, die meiner Meinung nach Unterbezahlt sind, alles geben und dennoch kaum Wertschätzung erfahren. Diese Gruppe hält ebenfalls zusammen, aber aus einem ganz anderen Grund.
Work-Life-Balance
Die Work-Life-Balance ist wirklich top – wenn man einen wichtigen privaten Termin hat, kann man später anfangen und dafür länger bleiben. Allerdings sind drei Office-Tage pro Woche Pflicht, während man sich die zwei Homeoffice-Tage flexibel einteilen kann. Was ich allerdings nicht feiere: Wenn in der Woche ein Feiertag ist, muss man trotzdem dreimal ins Büro kommen und hat dann nur noch einen Homeoffice-Tag.
Vorgesetztenverhalten
Eine reine Katastrophe. Die Führungskräfte haben keine Ahnung, wie man ein Team leitet, und sind überzeugt, immer im Recht zu sein. Eigene Vorschläge werden meist abgewimmelt, und man wird eher als unwissend hingestellt, weil der Vorgesetzte es ja „besser weiß“ – schließlich ist er der Experte. Wenn man überdurchschnittlich performt, wird im nächsten Monat noch mehr erwartet, aber ein einfaches „Danke“ sucht man vergeblich. Einspringen, wenn jemand im Team ausfällt? Fehlanzeige. Stattdessen werden lieber Termine abgesagt oder die Mehrarbeit auf das restliche Team abgewälzt, anstatt selbst mit anzupacken.
Interessante Aufgaben
Für Quereinsteiger mag die Arbeit anfangs spannend sein, weil alles neu ist. Doch spätestens nach zwei Wochen merkt man, wie eintönig die Aufgaben tatsächlich sind – und das gilt für jede Abteilung. Es gibt kaum Spielraum für eigene Ideen oder Abwechslung, da man genau für diese eine Aufgabe eingestellt wurde und dabei bleibt. Wirklich interessant wird es nur, wenn man die Abteilung oder innerhalb der Abteilung die Position wechselt, da man dann zumindest etwas Neues lernt. Aber auch das ist meist nur kurzfristig spannend – danach kehrt schnell wieder die Eintönigkeit ein.
Gleichberechtigung
Gibt es nicht. Entweder du verstehst dich gut mit dem Chef und sammelst Pluspunkte durch Vitamin B, oder du gehörst zu Team B – dort zählt nur die Leistung. Egal wie, egal wann, egal wo – du musst einfach liefern. Das zeigt sich schon in kleinen Dingen: Manche Teammitglieder können sich mehr erlauben als andere. Zum Beispiel müssen sich alle vor - und nach Arbeitsbeginn ein - und aus checken, doch aus irgendeinem Grund gibt es immer ein paar Ausnahmen, für die diese Regel scheinbar nicht gilt.
Umgang mit älteren Kollegen
Schwierig. Sie bemühen sich zwar, sich zu integrieren, aber da das Team größtenteils jung aufgestellt ist, kommt es häufig zu Missverständnissen. Oft werden Dinge falsch aufgenommen, obwohl sie nicht so gemeint waren, was die Zusammenarbeit manchmal kompliziert macht. Zudem merken die älteren Kollegen, dass ihnen bewusst nicht zugehört wird. Sie werden oft abgestempelt nach dem Motto: „Jaja, die haben ja eh keine Ahnung.“
Arbeitsbedingungen
Mehr als top. Man wird mit einem iPhone, MacBook, Kopfhörern und einer Maus ausgestattet. Die meisten haben sogar einen höhenverstellbaren Tisch – allerdings nicht alle. Es gibt eine Küche mit zwei Mikrowellen, und einen Parkplatz findet man eigentlich immer direkt neben dem Büro. Alternativ kann man sich auch einen festen Stellplatz mieten, allerdings gegen eine Gebühr. Das Büro selbst ist groß, sauber und hat große Fenster, durch die bei Sonnenschein viel Licht hereinkommt, was für eine angenehme Arbeitsatmosphäre sorgt.
Gehalt/Benefits
Passend zur Überschrift – anfangs werden dir viele Möglichkeiten versprochen, aber ohne Vitamin B sind diese kaum erreichbar. Man startet mit einem aus meiner Sicht Witzlohn und bekommt nach der Probezeit eine minimale Gehaltserhöhung – aber nur, wenn man bestimmte Ziele erreicht und genug Punkte gesammelt hat, die benötigt werden um „finanziell“ aufzusteigen.
Karriere/Weiterbildung
Wenn du nur kommst, um so viel wie möglich zu lernen, dann bist du bei PERSOX genau richtig. Langfristig jedoch eine Stelle auszuüben, wird schnell eintönig und langweilig, da du wirklich jeden Tag das Gleiche machst – wie ein Roboter.
Solltest du anmerken, dass dir die Arbeit zu langweilig wird oder du dich unwohl fühlst und gerne in eine andere Abteilung wechseln würdest, bekommst du oft zu hören: „Dann bist du hier falsch“ oder „Du hast keine Ahnung“. Alternativ heißt es, du kannst erst wechseln, wenn du gewisse Ziele erreichst – und wirst dabei wieder als unwissend hingestellt.