Verschenkt es Potential, eingefahrene Strukturen, insgesamt durchwachsen
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Keine Übergabezeit, man arbeitet pro Tag etwa 5-10 Minuten unbezahlt. Der Zeitkorridor für die Schichtmitarbeiter gehört abgeschafft, oder zumindest die tatsächliche tägliche Anwesenheit und somit Arbeitszeit verbucht
Verbesserungsvorschläge
Die Vorgesetzten müssen näher an die Mitarbeiter. Ein paar Minuten, in denen gefragt wird, ob alles in Ordnung ist, ob es Probleme gibt oder irgendetwas benötigt wird tun niemandem weh.
Die Verantwortlichen sollten dringend mit denen sprechen, die die Anlagen Tag und Nacht bedienen, bevor teilweise absurde Anweisungen erteilt werden. Auch sollte dringend an der zeitlichen Organisation gearbeitet werden, viel zu oft werden Anlagen mitten in der Nacht angefahren oder oder abgestellt, dann wenn die Konzentration ohnehin schon am schwierigsten ist
Arbeitsatmosphäre
Lob von Vorgesetzten existiert nicht, frei nach dem Motto nicht geschimpft ist gelobt genug. Neue Ideen um Abläufe zu verbessern werden ignoriert, das hätte man schon immer so gemacht.
Die Atmosphäre ist stark davon abhängig mit welchen Kollegen man auf einer Schicht zusammenarbeiten soll, viele Einzelkämpfer und wenig Teamgeist, auch wenn es einige wenige Ausnahmen gibt.
Work-Life-Balance
Die Schichtarbeit an sich fordert schon, dazu werden kurzfristig freie Tage gestrichen oder die Schicht geändert, weil entweder zu vielen gleichzeitig frei gegeben wurde, sich die Planung insgesamt mehr als kurzfristig geändert hat oder weil Kollegen krank geworden sind.
Karriere/Weiterbildung
Vereinzelt gibt es Möglichkeiten, aber die sind jedoch Einzelfälle.
Kollegenzusammenhalt
Stark von der Schicht und den einzelnen Kollegen abhängig.
Umgang mit älteren Kollegen
Schwierig. Anstatt das Wissen dieser Mitarbeiter zu nutzen werden sie unter Druck gesetzt, wenn sie nicht mehr dieselbe Leistung halten wie die wesentlich jüngeren Kollegen
Vorgesetztenverhalten
In der ganzen Zeit habe ich meine Vorgesetzten so gut wie nie gesehen. Maximal zum obligatorischen Jahresgespräch oder wenn ich mehr als nachdrücklich ein Gespräch gefordert habe. Oft erscheinen Entscheidungen willkürlich und abhängig davon, wie gut man mit dem jeweiligen Vorgesetzten kann.
Arbeitsbedingungen
Die Zusammenlegung der Messwarten ist von der Ausstattung der Arbeitsplätze auf dem aktuellen Stand. Allerdings ist der Lärmpegel durch die vielen notwendigen Gespräche recht hoch und die Belüftung (Heizung und Klimaanlage) ist definitiv nachzuarbeiten
Kommunikation
Hier ist noch sehr viel Luft nach oben. Die Teilnahme an den regelmäßigen Meetings mit dem Management sind für Schichtarbeiter quasi unmöglich, ebenso an einigen Veranstaltungen. Informationen werden lediglich digital weitergegeben, persönlich mit den betroffenen Mitarbeitern wird selten gesprochen.
Gehalt/Benefits
Tarifgebundenes Unternehmen, allerdings werden die Anforderungen und Aufgaben immer mehr, am Entgelt ändert das jedoch nichts
Gleichberechtigung
Stellen werden nach Sympathie vergeben, nicht nach Qualifikation.
Interessante Aufgaben
Viel Routine, kaum Spielraum für eigene Entscheidungen. Fort-/Weiterbildung wird weder gewünscht, noch unterstützt.