Enttäuschende Erfahrung in der Probezeit – Menschlichkeit vermisst
Gut am Arbeitgeber finde ich
Die technische Ausstattung und Arbeitsmittel waren modern und funktional.
Einige Kolleg:innen waren freundlich und hilfsbereit im Arbeitsalltag.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Meine kurze Zeit bei Pester pac Automation war leider von einer sehr enttäuschenden Erfahrung geprägt.
Obwohl die Probezeit eigentlich der beidseitigen Orientierung dienen soll, wurde ich ohne Vorwarnung und ohne vorangegangenes Feedback gekündigt. Am Mittwochnachmittag kam die Einladung zu einem Gespräch am Donnerstagmorgen – dort wurde mir überraschend die Kündigung mitgeteilt. Keine Rückmeldung zu meiner bisherigen Arbeit, kein Gespräch über mögliche Alternativen. Bereits eine Stunde später musste ich meine Arbeitsmittel abgeben und das Firmengelände verlassen. Der Umgang war kalt, distanziert und völlig frei von Wertschätzung.
Besonders enttäuschend war das für mich als Mensch mit Behinderung. Ich hätte gerade deshalb einen sensibleren und respektvolleren Umgang erwartet – besonders von einem Unternehmen, das öffentlich stark auf Werte wie Menschlichkeit und Mitarbeiterorientierung setzt „Pester Spirit“ und mehrfach als Top-Arbeitgeber ausgezeichnet wurde.
Meine persönliche Erfahrung war leider das genaue Gegenteil.
Ich wünsche mir für zukünftige Mitarbeitende, dass in solchen Situationen mehr Empathie und Professionalität gezeigt wird.
Verbesserungsvorschläge
Kündigungen – insbesondere während der Probezeit – sollten mit mehr Menschlichkeit und Feingefühl kommuniziert werden. Ein offenes Gespräch mit Feedback und ggf. Entwicklungsmöglichkeiten wäre respektvoller.
Menschen mit Behinderung sollten nicht nur formal, sondern auch im täglichen Umgang und bei schwierigen Entscheidungen mit besonderer Sensibilität behandelt werden.
Die Unternehmenswerte wie „Mitarbeiterorientierung“ und „Pester Spirit“ sollten nicht nur nach außen hin betont, sondern auch intern gelebt werden.
Vorgesetzte sollten regelmäßiges, ehrliches Feedback geben – sowohl positiv als auch konstruktiv – damit Mitarbeitende wissen, wo sie stehen.
Eine transparente Kommunikation auf Augenhöhe würde das Vertrauen und die Arbeitskultur nachhaltig stärken.
Arbeitsatmosphäre
Die Atmosphäre wirkte oberflächlich freundlich, aber wenig ehrlich oder unterstützend. Der abrupte Umgang bei der Kündigung ließ keinerlei Wertschätzung erkennen.
Kommunikation
Wichtige Informationen wurden nicht transparent oder rechtzeitig kommuniziert. Die Kündigung kam völlig überraschend – ohne vorheriges Feedback.
Kollegenzusammenhalt
Die Kolleg:innen wirkten freundlich im Alltag, jedoch konnte ich in der kurzen Zeit keine tiefere Zusammenarbeit aufbauen.
Work-Life-Balance
Die Work-Life-Balance schien okay, allerdings war meine Zeit im Unternehmen sehr kurz. Daher nur begrenzt beurteilbar.
Vorgesetztenverhalten
Sehr enttäuschend. Kein offenes Gespräch, keine Rückmeldung, keine Menschlichkeit beim Kündigungsprozess. Alles wurde still, formell und ohne Empathie abgewickelt.
Interessante Aufgaben
Die Aufgaben wirkten auf den ersten Blick interessant, aber es gab kaum Gelegenheit, sich wirklich einzubringen oder weiterzuentwickeln.
Gleichberechtigung
Als Mensch mit Behinderung habe ich leider keine besondere Sensibilität oder Rücksichtnahme gespürt. Hier ist definitiv Luft nach oben.
Arbeitsbedingungen
Die Ausstattung war in Ordnung, die Arbeitsmittel funktionierten gut. Aber das zählt wenig, wenn der Umgang mit Menschen nicht stimmt.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Nach außen wird auf soziale Verantwortung geachtet – intern konnte ich davon wenig spüren.
Gehalt/Benefits
Das Gehalt war fair für die Position. Sozialleistungen konnte ich in der kurzen Zeit kaum kennenlernen.
Karriere/Weiterbildung
Keine Chance zur Entwicklung – mein Arbeitsverhältnis wurde vorzeitig beendet, bevor überhaupt ein richtiges Onboarding abgeschlossen war.

