Gute Firma in der Holzindustrie
Gut am Arbeitgeber finde ich
Das Gehalt und die Schichtarbeit. Die Wertschätzung durch meinen Vorgesetzten. Selbstständiges Arbeiten.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Kommunikation, Organisation, Projekt-/planung-/umsetzung-/abnahme. Psychische Belastung der Revision durch fehlende Unterstützung. Extrem viel Verantwortung als tägliche normale Arbeitsleistung. Ein Betrieb, der immer älter wird und sich vergrößert, aber nicht mehr Instandhalter einstellt. Die Belastung pro Mitarbeiter ist enorm angestiegen. Modernisierung der Anlagen beginnt endlich im nächsten Jahr. Hoffentlich überleben die alten Anlagen ohne Ersatzteile bis dahin. Die Mitarbeiter dürfen nicht das WLAN benutzen, obwohl in einigen Gewerken kein Mobilfunkempang ist.
Verbesserungsvorschläge
Identifizierung mit der Firma verbessern durch betriebliche Altersvorsorge! Dadurch attraktiver werden für junge Mitarbeiter. Der Altersdurchschnitt liegt in der gesamten Produktion sehr hoch. Junge Menschen verlassen ständig das Unternehmen, weil es bessere Versorgung sogar in kleinen Betrieben gibt. Einführung neuer Mitarbeiter verbessern. Mehr Struktur schaffen, indem das Wissen der Verwaltung im Betrieb hilft. Fachpersonal kann im gesamten Unternehmen verwendet werden und nicht nur im Büro. Viele ältere Kollegen brauchen Hilfe bei Computertätigkeiten.
Arbeitsatmosphäre
Angespannt, aber zuversichtlich dank der Versprechen von der neuen Unternehmensführung an Standort.
Kommunikation
Viele Besprechungen und Konferenzräume. Die Verwaltung wird immer größer. Wenig abteilungsübergreifende Kommunikation. Viel über unaussagekräftige Emails. Projekte ohne Planung und Kontrolle. Wir brauchen bessere Schichtübergaben in den einzelnen Gewerken. Störungen aus der vorherigen Schicht sind unbekannt und die Mitarbeiter bemühen sind unnötig an bekannten Fehlern. Dadurch entstehen aber auch Arbeitsunfälle und gefährliche Situationen für die Instandhalter.
Kollegenzusammenhalt
Diejenigen die bleiben, sind Diejenigen die kämpfen. Denen ist die Firma nicht egal und machen oft viel mehr als nötig.
Work-Life-Balance
Schichtarbeit ist legendär. Besser geht es nicht, außer durch eine 4-Tage-Woche bei vollem Lohnausgleich. Aufgrund von Personalmangel müssen viele Abteilungsleiter die loyalen Kollegen anrufen und in ihrer Freizeit zur Firma holen.
Vorgesetztenverhalten
Die Führungen in den einzelnen Gewerken werden immer besser. Leider haben diese in den letzten Jahren viel mehr Bürokratie zu bewältigen. Gleichzeitig arbeiten diese mehr mit, um Prozesse zu beschleunigen oder reibungslosen Ablauf zu gewährleisten. Das sind "kleine" Helden der Firma, die zu wenig Anerkennung bekommen.
Interessante Aufgaben
Interesant und abwechslungsreich. Dank der industriellen Kultur freier und entspannter, was die Motivation erhöht.
Gleichberechtigung
Wird beachtet und gefördert in der Unternehmenskultur.
Umgang mit älteren Kollegen
Das Know-How wird geschätzt. Körperliche Arbeit bleibt natürlich.
Arbeitsbedingungen
Typisch Industrie. Kalt, heiß, staubig, verharzt, giftige Dämpfe, Lärm, viele Gefahren.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Wertschöpfung aus dem Rohstoff Holz. Mülltrennung ist ein Witz. In den meisten Abteilungen steht nur ein Mülleimer für alles. Wenn mehrere Mülleimer vorhanden sind, wird alles gemeinsam in einen großen Müllsack von den Reinigungsfachkräften zusammen geschüttet. Die Entsorgung von speziellem Müll funktioniert gut. Batterien, Leuchtmittel, Elektroschrott, Stahlschrott und Kabel. Aber Papier und Plastik sowie Haushalt sind unorganisiert.
Gehalt/Benefits
Großes Gehalt, ohne das bereits viele Mitarbeiter gegangen wären und die Firma zusammengebrochen wäre. Viele bleiben nur deshalb. 13. Gehalt und 30 Tage Urlaub für alle sind geblieben. Die Arbeitsplätze wurden separat bewertet und ein neues Gehaltssystem eingeführt. Die Prämie wurde optimiert und die jährliche Gehaltserhöhung war in Ordnung. Es fehlt aber die ganzheitliche Anpassung an den höheren gesetzlichen Mindestlohn (zuletzt April 2022). Es gibt das "Jobrad", VWL und täglich 3 kostenlose Kaffee am Automaten. Leider gibt es keine betriebliche Altersvorsorge, obwohl gesetzlich Verpflichtet, und keine Betriebsrente. Der Betrieb könnte viel mehr für die Bindung der Mitarbeiter machen.
Image
Wird immer besser. Öffentliche Werbung, Vertretung auf Messen und Schulbesuche helfen bei der Verbesserung des Image. Stellenbeschreibungen könnten aber ehrlicher sein.
Karriere/Weiterbildung
Betriebsinterne Karriere fast unmöglich. Alles Arbeitsplätze für festgelegte Tätigkeiten ohne Aufstiegschancen. Weiterbildungen sind schwierig. Sogar die vertragliche jährliche Schulung gab es in den letzten zwei Jahren nicht. Auch Weiterbildungen in der betriebsinternen Bauftragung wurden nicht genehmigt.
