Große Versprechen im Bewerbungsprozess – in der Realität für mich leider komplett enttäuschend
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Für mich persönlich: unstrukturierte Einarbeitung, laute Arbeitsumgebung, starre Arbeitszeiten, fehlende Benefits, hoher Leistungsdruck, sehr hohe Fluktuation, Umgang mit Krankheit, verspätete Gehaltszahlung und die Diskrepanz zwischen dem, was im Bewerbungsprozess versprochen wurde, und dem, was ich in der Realität erlebt habe.
Verbesserungsvorschläge
- Mehr Transparenz und Ehrlichkeit im Bewerbungsprozess
- Strukturiertere Einarbeitung und klare Verantwortlichkeiten
- Bessere Kommunikation und Bereitschaft, Kritik anzunehmen
- Technische Ausstattung modernisieren
- Arbeitsmodelle flexibler gestalten
- Fluktuation ernst nehmen und Wissen nachhaltig aufbauen
- Verlässliche Prozesse bei Gehaltszahlung und administrativen Themen
- Druck aus der Führungsebene reduzieren
Arbeitsatmosphäre
Ich habe die Arbeitsatmosphäre als laut, hektisch und unruhig erlebt. Viele Menschen in einem großen Raum, kaum Ruhe, hoher Druck durch Kennzahlen und ständig wechselnde Teams. Für mich war das Arbeitsumfeld eher angespannt als motivierend.
Image
Im Bewerbungsprozess wurde das Unternehmen sehr positiv dargestellt: tolle Kultur, starke Zusammenarbeit, strukturierte Einarbeitung, wertschätzendes Umfeld. Meine persönliche Erfahrung stand dazu im starken Gegensatz. Für mich waren viele Versprechen nicht erfüllt.
Work-Life-Balance
Starre Arbeitszeiten, kein Homeoffice in der Probezeit, wenig Flexibilität. In meinem Eindruck waren Überstunden eher normal als Ausnahme. Das hatte für mich wenig mit Work-Life-Balance zu tun.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Dazu habe ich nichts Konkretes wahrgenommen. Sozialleistungen oder nachhaltige Programme sind mir nicht begegnet.
Karriere/Weiterbildung
Ich habe weder eine echte Einarbeitung noch Weiterbildungsangebote erlebt. Man kann lediglich Team-Lead nach ein paar Jahren werden. Es gab keinen Mentor obwohl dies angekündigt war und eine Lernkultur konnte ich nicht erkennen.
Kollegenzusammenhalt
Mit einigen Kolleg*innen war der Austausch freundlich und hilfsbereit. Allerdings erschwert die hohe Fluktuation meiner Meinung nach echten Zusammenhalt, da ständig neue Leute beginnen und andere gehen.
Vorgesetztenverhalten
Ich habe Führung als eher distanziert und stark KPI-orientiert erlebt. Kritik oder Verbesserungsvorschläge wirkten aus meiner Sicht nicht willkommen. Entscheidungen waren für mich häufig kurzfristig und wenig nachvollziehbar.
Arbeitsbedingungen
defekte Technik, häufige Improvisation, ständiges Nachjustieren, weil Dinge nicht funktionieren. Insgesamt hatte ich das Gefühl, dass grundlegende Arbeitsbedingungen nicht sichergestellt sind.
Kommunikation
Kommunikation war für mich oft unstrukturiert und sehr kurzfristig. Anweisungen wirkten teilweise unklar, Feedback oder Nachfragen wurden nach meinem Gefühl nicht gern gesehen. Konstruktive Kritik wirkte unerwünscht.
Gehalt/Benefits
Als Social Benefits gibt es eine wöchentliche Rewe-Lieferung mit Snacks und Obst. Das in 2025 aber als Benefit anzugeben finde ich etwas fragwürdig. Keine nennenswerten Zusatzleistungen.
Interessante Aufgaben
Die Aufgaben an sich könnten interessant sein, jedoch fehlte mir eine strukturierte Einarbeitung. Vieles musste ich mir selbst beibringen oder durch Beobachten anderer Praktikant*innen erschließen, was die Aufgaben weniger sinnvoll erscheinen ließ.


