Führung? Wird überschätzt
Gut am Arbeitgeber finde ich
Ich lernte engagierte und hilfsbereite Kolleg:innen kennen, die trotz schwieriger Umstände zusammenhalten.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
- Arbeitsklima wirkte auf mich geprägt von Unsicherheit, Misstrauen und ständiger Überlastung.
- Unternehmenskultur wirkte auf mich geprägt von Intrigen, Machtspielchen und einem wichtigeren inneren Kreis, der Sonderbehandlungen genießt.
- Kommunikation wirkte auf mich geprägt von Widersprüchen und Unsicherheiten.
- Geschäftsführung redet Leistungsträger:innen schlecht, alsbald sie das Unternehmen verlassen.
- Ich nehme eine sehr hohe Fluktuation wahr.
- Viele unklare abteilungsübergreifende Prozesse und fehlende Struktur.
- nicht schlecht, sondern schade ist, dass das Unternehmensimage seit Monaten sehr geschädigt ist.
Verbesserungsvorschläge
- Doppelmoral ablegen und mit ehrlicher Kommunikation führen
- Mitarbeiter:innen ernst nehmen, statt sie zu instrumentalisieren
- Führungskräfte mit Integrität und Fachkenntnis einsetzen
Arbeitsatmosphäre
In meiner Wahrnehmung herrschte auf Mitarbeiterebene Kollegialität, Engagement und ein starker Zusammenhalt. Dafür 5 Sterne. Der Zusammenhalt war in gewisser Besetzungskonstellation und in vielen Projektteams groß, wurde meiner Meinung nach aber spätestens an der Führungsebene gebremst. Dort dominierten aus meiner Sicht Unsicherheit, Misstrauen und eine toxische Atmosphäre, die das Team trotz aller Bemühungen belastete.
Image
Es scheint, dass es seit Monaten zunehmende Probleme und einen Qualitätsverfall gibt.
Work-Life-Balance
Anfangs wurde eine flexible Arbeitszeitgestaltung und das Vertrauen in Eigenverantwortung betont. Die Realität wich teils deutlich vom Image ab.
Kollegenzusammenhalt
Meiner persönlichen Einschätzung nach war der Kollegenzusammenhalt ausgesprochen stark. Trotz hoher Fluktuation und chaotisch wirkenden Rahmenbedingungen (mit Beginn der Einarbeitung) unterstützten sich die Mitarbeitenden oft über das Erwartbare hinaus – dafür klare 5 von 5 Sternen. Allerdings: Einige wenige Kolleg:innen mit engen Verbindungen zur Führung wurden für mein Dafürhalten bevorzugt behandelt, was zu spürbaren Ungleichheiten bei Projektzuweisungen und Entscheidungsprozessen führte. Diese Sonderstellung wirkte sich meines Erachtens negativ auf das Fairnessgefühl im Team aus.
Umgang mit älteren Kollegen
Ich hörte, einer hat’s bis zur Rente geschafft.
Vorgesetztenverhalten
Die neuen, jungen Geschäftsführer verhielten sich meiner Meinung nach sehr unerfahren, dabei autoritär und manipulierend. Es fehlt Führungskompetenz und Transparenz. Es schien Mitarbeiter:innen werden bewusst angelogen, kritische Stimmen unterdrückt. Entscheidungen oft willkürlich und intransparent.
Die Haltung insbesondere von der Geschäftsführerin wirkte wenig professionell und hinterließ den Eindruck von mangelndem Respekt und Wertschätzung.
Kommunikation
Nach meiner Wahrnehmung war die Kommunikation aus der Geschäftsführung oft inkonsistent, teils widersprüchlich und häufig intransparent. Gerade bei personellen Veränderungen und strategischen Entscheidungen wurde meiner Meinung nach taktisch kommuniziert. Informationen wurden selektiv weitergegeben oder zurückgehalten. Klarheit und Verlässlichkeit fehlten größtenteils, stattdessen dominierten meiner Ansicht nach Andeutungen, Leerstellen und eine Rhetorik, die Raum für Spekulationen ließ.
Gehalt/Benefits
Ich denke, entscheidend ist Nähe zu den richtigen Personen. Wer gut vernetzt ist, profitierte, andere schauen eher in die Röhre.
Gleichberechtigung
Offiziell wird Gleichberechtigung propagiert. Tatsächlich erkennt man Formen von Machtspiele, Seilschaften und Bevorzugungen. Karrierechancen hängen weniger von Leistung ab, eher vom Beziehungsmanagement.

