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Philip 
Morris 
(Deutschland)
Bewertung

Gelungene Business Transformation in frostigen Zeiten?

2,2
Nicht empfohlen
Angestellte/r oder Arbeiter/inHat zum Zeitpunkt der Bewertung im Bereich Administration / Verwaltung bei Philip Morris Germany in Gräfelfing gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

Philip Morris GmbH gehört nach wie vor zu den besten und bekanntesten Konsumgüter Unternehmen der Welt mit allseits bekannten Zigaretten Marken wie Marlboro, L&M und Chesterfield, so wie seit über zehn Jahren IQOS und seit neusten Tabakbeutel Snus mit der Marke Zyn. Sofern man bereit ist im legalen Suchtmittelbereich zu arbeiten, bietet Philip Morris Deutschland ein einzigartiges Produktportfolio im Premiumpreisbereich vergleichbar mit Nestle, Unilever, Adidas, etc. an.

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

Der einst bekannte und geschätzte familiäre Mitarbeiterzusammenhalt ist seit knapp 1.5 Jahren einer frostigen, unterkühlten Unternehmenskultur gewichen, die von Angst und Furcht vor Arbeitsplatzverlust geprägt ist.
Sobald jemand auch nur ansatzweise den Versuch unternimmt kritische Töne sowohl im Tagesgeschäft, wie auch in Mitarbeiterangelegenheit zum Ausdruck zu bringen, wird höflich aber bestimmt vom höheren Management angedroht dies zu unterlassen, um Repressalien d.h. Versetzung bis hin zur potenziellen Kündigung zu vermeiden. Mehrere teilweise langjährige oder auch junge Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind von einem auf dem anderen Tag verschwunden und als Persona-non-grata deklariert worden über die man am besten gar nicht mehr spricht, damit einem bloß nicht ein ähnliches Schicksal widerfährt. Die indirekte Selbststeuerung hat mittlerweile Überhand gewonnen und Mitarbeiter auf allen Ebenen gehen mit Angst in Meetings oder resignieren vollständig.

Verbesserungsvorschläge

Setzt endlich das um, was Ihr den Leuten jeden Tag predigt und nehmt endlich mal das Feedback der internen Mitarbeiterbewertungen bspw. Employee Opionion Survey ernst auch wenn die Konzernzentrale Euch was anderes zwischendurch abverlangt. Rückgrat zeigen wird sich vor Euch und Euren Mitarbeitern immer bewähren. Fangt endlich an Euch die Tragweite der Entscheidungen in Hinblick auf den Mitarbeiterzufriedenheit bewusst zu werden und hört auf Probleme nur mit Geld zu lösen, damit bloß die interne und externe Compliance Rate stimmt.
Seid ehrlich den Mitarbeitern gegenüber und sprecht Misserfolge einmal offen an bspw. die kürzlich zusätzlichen 500 Mio. Tabaksteuernachzahlung an die Zollbehörde und den wahren Grund weshalb die Heets Sticks nicht mehr einer präferierten Tabaksteuer unterliegen, sondern analog Zigarette besteuert werden mussten. Hört auf Heerscharen an Anwälte sinnlos zu bezahlen nur um gegen NGOs oder Kunden und auch Mitarbeiter vorzugehen. Bildet lieber die Führungskräfte ordentlich aus damit derartige Stockfehler im Eifer des Tagesgeschäftes nicht mehr passieren.

Es bringt nichts auch auf diesem Portal nur generische Antworten zu schreiben – siehe andere Beiträge - nur damit der Eindruck entsteht man würde an Details interessiert sein.
Etwas mehr Demut und weniger Arroganz kann oft Berge versetzen, sowohl bei den eigenen Kolleginnen und Kollegen, als auch bei den Kunden und Dienstleistern.

Akzeptiert Kritik so wie Ihr es in jedem MAP Gespräch den Kollegen und Kolleginnen immer sagt, nämlich: „Feedback is a gift und kein Gift!“

Arbeitsatmosphäre

Analog einiger anderer Beiträge auf diesem Portal ist der Zusammenhalt unter den Kolleginnen und Kollegen meistens aus dem eigenen Team immer noch sehr gut. Je nach Altersstruktur werden sogar die alten Kernwerte wie Disziplin, Pünktlichkeit, Ehrlichkeit und auch authentische Kollegialität in dem man gemeinsam an einem Strang zieht aktiv gelebt. Durch den immer stärker werden äußeren Druck der einer „Meinungsdiktatur“ des oberen Managements gleicht ist Micromanagement an der Tagesordnung. Junge, unerfahrene teilweise menschlich instabile Persönlichkeiten mit kaum vorhandener Fachkompetenz wird Mitarbeiterführung zugetraut, die leider zu immer weiter steigenden Ausfallzeiten bspw. durch Verletzung der intimsten Privatsphäre führt. Exemplarisch hierfür steht, dass kürzlich Mitarbeiter von Vorgesetzen (-innen) während der krankheitsbedingten Abwesenheit über die private Mobilfunknummer per Whatsapp nach der exakten Diagnose ausgefragt werden, um dann im Verweigerungsfall in den folgenden Teammeetings vollmundig durch die Führungskraft anzukündigen, dass man mit der Person eh nicht mehr rechnen kann / sollte und daher die Stelle extern nachbesetzen werden wird.

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Steht sicherlich BMW oder Siemens in nichts nach. Möchte gerne Apple like cool sein, leider bleibt im Inneren aber kaum mehr etwas davon übrig.

Work-Life-Balance

Initiiert u. massiv unterstützt durch die Konzernleitung wurden gute lokale Möglichkeiten für sämtliche Kolleginnen und Kollegen geschaffen, um Ihr persönliches „Work-Life-Balance“ umzusetzen. Insbesondere Homeoffice Regelungen – 2 Tage Büroanwesenheit ohne Kontrolle - suchen Ihresgleichen in Deutschland. Das ganze System ist auch mit Hilfestellung des Betriebsrates hervorragend geeignet, um seine persönlichen Lebensbedürfnisse umsetzen zu können. Wo viel Licht auch einiges an Schatten d.h. Kollegen und Kolleginnen nutzen das System teilweise schamlos aus, um Arbeitszeit auf ein Minimum zu reduzieren. Stichwort: MS-Teams Calls mit sich selbst, um den „Busy“ Status permanent systemseitig anzuzeigen. Vorgesetzte nutzen unter dem Vorwand Kinder frühzeitig aus der Kita / Schule abzuholen oder deren Krankheit, um Ihre Arbeitszeit maximal zu reduzieren. Mittlerweile werden Kinder als dauerhafte Möglichkeit von immer mehr Kolleginnen und Kollegen genutzt, um die an sich notwendigen Aufgaben auf den Schultern anderer abzuladen. Aufgrund entsprechender Diversity, Inclusion u. DSGVO Richtlinien traut sich kein Vorgesetzter diese Trittbrettfahrer mit der Wahrheit zu konfrontieren.

Karriere/Weiterbildung

Im Zeitablauf der letzten Jahre sind diese Möglichkeiten immer weiter eingeschränkt worden. Philip Morris International ist aufgrund der Einfachheit des Produktes und dessen dauerhaften Suchtpotentials kaum mehr daran interessiert Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Karriereprozess durch externe Schulungen weiter zu entwickeln. Grundsätzlich jedoch besteht die Möglichkeit an digitalen Programmen teilzunehmen, die jedoch sehr stark und engmaschig auf die Tabakbranche ausgelegt sind. In Hinblick auf Karriereaussichten muss man leider von einer positiven Diskriminierung ausgehen d.h. um die aufoktroyierte Frauenquote im Management zu erreichen, wird Geschlecht vor Qualifikation gestellt. Mittelfristig liegt hier drin enormer Sprengstoff der Männer resignieren lässt, die gerne hinter vorgehaltener Hand sich zu frauenfeindlichen Aussagen hinreißen lassen, wohlwissend dass defacto die nicht mehr existierenden Compliance Abteilung Sie nicht im Ansatz ahnden wird.

Gehalt/Benefits

Weiterhin überdurchschnittliches Gehaltsgefüge insbesondere für tarifliche Mitarbeiter im Außendienst und niedrig eingestufte außertarifliche Kollegen ohne Personal- und Budgetverantwortung. In höheren Managementpositionen hohe Diskrepanz zwischen Qualifikation und Gehaltseingruppierung. Je länger jemand im Konzern „durchhält“ umso höher sein Gehaltspaket, welches automatisch zu einer Immobilität hinsichtlich externen Jobwechsel führt. Leider geht damit auch einher, die Fähigkeit und insbesondere Wille sich kritisch zu Konzernrichtlinien /-strategien und Mitarbeiter Führung zu äußern. „Befehl und Gehorsam“ ist leider an der Tagesordnung unter dem neuen Pseudonym PMI-DNA wird „Speak-Up“ und „We Care“ Verhaltensweise postuliert - s. Whatsapp Anfrage nach dem eigenen Krankheitsstand und potentiellen Rückkehr, sieht die Realität etwas anders aus.
Es wird oft über den Gängen und im 4-Augengesprächen die Aussage getätigt: „für das Gehalt müsste ich doppelt woanders arbeiten, da halte ich lieber meinen Mund“ bis ich die 50 erreiche.

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Solange es noch der ESG Auflagen dient, gerne. Ansonsten interessiert es niemanden. Wichtig ist es nur nicht Lausanne zu verärgern, dafür wird gerne auch „Datenoptimierung“ vorgenommen - Hauptsache es gibt keine unangenehmen Konzern Nachfragen.

Kollegenzusammenhalt

Jahrelang herrschte und wachte ein „Old Boys Club“ mit pyramidalen Hierarchiestrukturen über das Wohl und Wehen der Firma. Seit über einem Jahr wurde über saftige Vorruhestandsregelungen mit teilweise siebenstelligen Beträgen dieses System von Alteingesessenen Kollegen aufgebrochen, um es teilweise durch ein autoritäres von Mikromanagement geprägtes System zu ersetzen.
Um die neue Macht zu demonstrieren sind altgediente, kurz vor der Rente stehende Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vor versammelter Mannschaft unehrenhaft von einem auf den anderen Tag entlassen worden.
In diesem Spannungsfeld kann und wird eine kollegiale Zusammenarbeit kaum möglich sein, was im Übrigen durch die kürzlich erfolgten Mitarbeiterbefragung mehrfach dem teilweise neuen Management zurückgespielt wurde. Mit einem Wert von unterhalb 50% Employee Engagement, sowie minus 60% Vertrauen im Senior Management, etc. ist das Wohlbefinden sowie die Stimmung bei den Kolleginnen und Kollegen von Philip Morris Deutschland nachweislich auf dem Tiefpunkt.

Getreu dem Motto: „Jeder ist sich seiner selbst am nächsten und bloß nicht groß auffallen“.

Umgang mit älteren Kollegen

Der Manteltarifvertrag für die Zigarettenindustrie ist Fluch und Segen zugleich. Ab 50 Jahren ist man defacto unkündbar und das sorgt dafür, dass man vor willkürlichen Führungsverhalten und potentiellen Bossing Attacken gut geschützt ist. Gleichzeitig jedoch führt es bei dem einen oder anderen Kollegen zu einer Arbeitslethargie die förmlich ad Absurdum getrieben wird, um das doch so begehrte und lukrative Vorruhestandsprogramm zu provozieren. Es gibt kaum noch Mitarbeiterinnen oder Mitarbeiter bei Philip Morris Deutschland die älter als 55 Jahre sind und nicht an einem Altersteilzeitprogramm teilnehmen.
Aufgrund der exorbitanten Gehaltsstruktur sind diese Programme für Philip Morris Deutschland ein Segen, da teure, ältere Mitarbeiter ohne große Medienaufmerksamkeit in den Ruhestand mit steuerlichen Vorteilen für den Arbeitgeber verabschiedet werden können.

Vorgesetztenverhalten

Dilettantisch und von persönlichen Karriere Egoismen gepaart mit Angst um den eigenen Jobverlust geprägt. Es gibt kaum noch gestandene Führungskräfte außerhalb von External Affairs die mehr können, als nur Befehlsempfänger und Befehlsweitergabe zu beherrschen.

Arbeitsbedingungen

Die Qualität der Arbeitsmittel von IT Infrastruktur bis hin zur Büroeinrichtung sind weiterhin exzellent und sicherlich oberhalb der deutschen Industrienorm. In Hinblick auf ein strukturiertes, zielgerichtetes und professionelles Projektarbeiten werden jedoch Methoden und Bedingungen aus den 80/90er Jahren angepriesen. Ineffizienzen werden schlicht und ergreifend mit dem unerschöpflichen Geldmitteln eines Tabakkonzerns gelöst. Stichwort: "Money is not an issue", Hauptsache ich muss die Arbeit nicht erledigen, dafür gibt’s Praktikanten oder Salary Grade 9 Positionen.

Kommunikation

In einem älteren Beitrag auf dieser Plattform ist folgendes geschrieben worden: „Der Ton in Meetings ist oftmals harsch bis aggressiv…Compliance interessiert niemanden.“ Dem kann kaum etwas hinzugefügt werden. Kommunikation dient der Indoktrinierung, dass endlich alle aufhören zu rauchen denn das sei am besten, falls es nicht geht dann bitte auf IQOS umsteigen, da es besser für die Gesundheit sei. Hierfür werden keinen Kosten und Mühen gescheut, um teure Marketing Kampagnen auf Kongressen oder in Printmedien bspw. Bild, Bunte, Gala, etc. mittels einer externen Agentur bezahlen und platzieren zu lassen. Geld macht alles möglich, weshalb man auch hierbei auf die Unterstützung von Influencern und Prominenten in Social Media Kanälen zurückgreifen kann.

Gleichberechtigung

Exzellent – fasst schon Bilderbuch mit einem Nachteil bloß kein sogenannter „alter, weißer Mann“ zu sein oder ältere Frauen mit Kindern.

Interessante Aufgaben

Sicherlich eins der weiterhin spannendsten Felder, da fast unerschöpfliches Budget zur Verfügung gestellt wird, um neue Raucher oder Heater von unseren Produkten zu überzeugen. Im Philip Morris Kosmos spielt Geld keine Rolle, wenn es darum geht Werbung durch sämtliche Kanäle oder Eventplattformen zu platzieren. Mittlerweile werden sogar digitalen Medien wie bspw. LinkedIn für direkte oder indirekte Produktwerbung genutzt. Hohe zweistellige Millionenbudgets die früher in Out-Of-Home Kampagnen geflossen sind, werden teilweise in diese neuen Werbekanäle umgeleitet und kein Event ist zu teuer, um nicht die Botschaft einer Rauchfreien Gesellschaft zu postulieren. Dafür braucht man nur einmal öffentlich zugängliche LinkedIn Beiträge anzuschauen.
Wer offen und bereit ist neue (erwachsene) Konsumenten von unseren Produkten legal zu überzeugen oder auch überreden, trifft sicherlich bei uns auf Gleichgesinnte.

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Arbeitgeber-Kommentar

Vielen Dank für Dein offenes und ausführliches Feedback. Wir wissen es sehr zu schätzen, dass Du Dir die Zeit genommen hast, Deine Erfahrungen mit uns zu teilen. Es freut uns, dass Du positive Aspekte wie unser Produktportfolio, die flexiblen Arbeitsregelungen und den Teamgeist hervorhebst.
Gleichzeitig nehmen wir Deine Kritik in Bezug auf Führungskultur, Kommunikation und das Wohlbefinden der Mitarbeitenden sehr ernst. Deine Rückmeldung macht deutlich, wie wichtig es ist, in diesen Bereichen noch aufmerksamer hinzuschauen und gezielt Veränderungen anzustoßen.
Wir möchten nicht nur zuhören, sondern auch handeln. Dein Feedback ist für uns ein wichtiger Impuls, weiter an einem respektvollen, transparenten und unterstützenden Arbeitsumfeld zu arbeiten.
Wenn Du dafür offen bist, würden wir uns über ein persönliches Gespräch freuen, um Deine Perspektive noch besser zu verstehen und gemeinsam zu überlegen, wie wir uns konkret verbessern können. Wir freuen uns über Deine Kontaktaufnahme über People&Culture.PMG@pmi.com

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Puls

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Wie läuft deine Arbeitswoche?

Anonym · Sieh, ob’s deinen Kolleg:innen auch so geht.