Verliert zusehends an Strahlkraft.
Gut am Arbeitgeber finde ich
Immer noch Mindset eines Konzerns (ehemals Phoenix Contact) und hoher Qualitätsanspruch. Zusammenhalt unter den Kollegen noch sehr gut, wird leider zusehends schlechter. Arbeiten an Prototypen verschiedenster Hersteller.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Elfenbeinturm der Führung. Mitarbeitende werden kaum in die Entscheidungen einbezogen, bzw. Vorschläge versanden und werden nicht umgesetzt. Vorgesetzte propagieren neuen dynamischen "Start-Up" Führungsstil, leben aber Kontrolle und Konfliktscheue. Chef kann nicht gut mit Menschen umgehen. Es wird mehr auf KI vertraut, als auf die Mitarbeitenden. So wird Wachstum gebremst und die Belegschaft nicht wirklich zu Höchstleistungen motiviert.
Verbesserungsvorschläge
Klare Anerkennung der Menschen und weniger Fokus auf KI und Zahlen. Datengetriebene Führung ist gut, letztlich machen aber die Menschen die Arbeit.
Arbeitsatmosphäre
Seit Übernahme zusehends Leistungsdruck. Zahlen bestimmen den Alltag, Menschen zählen immer weniger.
Image
Hoher Anspruch an Professionalität und Qualität in den Laboren. Viele bekannte Firmen als Kunden. Testlab hat in den letzten 4 Jahren deutlich an Glanz verloren.
Work-Life-Balance
Wird zwar propagiert, ist in der Realität allerdings eher mehr Schein als Sein. Einzelne Mitarbeiter brennen aus und werden dann aussortiert. Überstunden sind normal. Mehrere Fälle von Überlastung, gegen die nichts unternommen wird, bis die Mitarbeiter krank werden.
Karriere/Weiterbildung
Zu flache Hierarchien, als dass hier viel Karriere möglich wäre. Chef befördert nur Buddies, die nicht widersprechen. Weiterbildungsangebote gibt es viele und wird aktiv gefördert.
Gehalt/Benefits
Über Branchendurchschnitt, allerdings werden durch die Übernahme die Gehälter zusehends als Kosten und nicht als "Lohn" gesehen. Scheere klafft durch die neue Führung zusehends auseinander. Große schwere Autos für die FK, bei allen anderen wird der Lohn gedrückt.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Wird bewusst vorangetrieben. Wirkt manchmal eher wie Green-Washing und als Kostenargument. Generell sehr Energieintensive Branche.
Kollegenzusammenhalt
In der Regel sehr gut. Kollegen einer Abteilung unterstützen sich gegenseitig wo es möglich ist. Über Abteilungsgrenzen hinweg herrscht eher Silo-Denken, was durch den internen Konkurrenzdruck weiter gewachsen ist.
Umgang mit älteren Kollegen
Schlecht. Vor der Übernahme wurden zahlreiche "Alte" und "Erfahrene" vorzeitig aussortiert. Erfahrung wird hier nicht anerkannt oder gewünscht - nur wenn es sehr spezialisierte Fachbereiche (Zertifizierung) sind.
Vorgesetztenverhalten
Zusehends wurden Vorgesetzte eingesetzt, die Buddies vom neuen Chef sind. Hier wird weniger auf fachliche Kompetenz gesetzt, sondern auf Ja-Sager und Schaumschläger (Vertriebsorientierte Führung eben). Gute erfahrene Mitarbeitende wurden freigesetzt, anstatt sie zu führen und Potentiale zu nutzen. Erwartungen werden selten klar formuliert. Hier ist viel Unsicherheit vorhanden, die hinter Kontrolle versteckt wird.
Mit Konflikten kann die Führung schlecht umgehen, meidet Transparenz und Feedback-Gespräche. Dadurch wird Misstrauen im Unternehmen gefördert. Arbeitsmoral sinkt zusehends.
Arbeitsbedingungen
In der Regel moderne Ausstattung und technische Geräte. Teilweise Großraumbüros und Maschinenhallen mit hohem Lärmpegel.
Kommunikation
Unter den Kollegen sehr gut. Seitens Management sehr schlecht. Allgemeines Schönreden wie aus der KI, wenig Zieltransparenz und Sicht für die echten Belange der Mitarbeitenden. Hier bist Du Arbeitskraft und kein geschätzter Mitarbeiter.
Gleichberechtigung
Männer dominieren. Frauen werden hauptsächlich im kaufmännischen Bereich gefördert. Kaum Frauen in Führungspositionen.
Interessante Aufgaben
Viele interessante Kunden und dadurch immer unterschiedliche Projekte. Natürlich gibt es auch hier monotone Aufgaben, allerdings verändert sich aktuell (fast zu) viel.