Gut am Arbeitgeber finde ich
Man hat ein Dach über die Firmenhalle gebaut, so dass es nicht reinregnet und man nicht nass wird.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Kommunikation ist ein Witz. Firma ist ohne Konzept. Ins Gesicht scheinheiliges Getue - hintenrum hauen sie dir das Messer rein. Bei Störungen an einer Maschine muss der Chef persönlich kommen, weil keine Mechaniker oder Schlosser da sind. Laut Erzählungen wird man sogar im Urlaub von der Chefin wegen Arbeitsangelegenheiten angerufen und gestört.
Verbesserungsvorschläge
Thema Verbesserungsvorschläge: Verbesserungswesen gibt es nicht (KVP, etc.). Motto lautet ungefähr so: Wenn man etwas braucht lieber erstmal 10 Tage sinnlos diskutieren und rumfragen, ob vielleicht nicht irgendein Mitarbeiter das Teil privat hat und verschenkt.
Arbeitsatmosphäre
Es werden Aufgaben verteilt, die man am 3. Tag unmöglich alleine lösen kann. Pure Beschäftigungstherapie! Nach begründeter Ablehnung der Aufgabe wurde ich in die Produktion "strafversetzt". Pure Zeitverschwendung. Wollten nur einen billigen Arbeiter für unangenehme Arbeiten haben.
Image
Pi-Products hat so ungefähr das langweiligste und einfältigste Firmenlogo, das ich je gesehen habe. Image kaum beziehungsweise nicht vorhanden. Geschäftsbeziehungen bestehen nur mit einzelnen, wenigen lukrativen Dauerkunden (Siemens, Luxuswohnwagenhersteller, etc.).
Work-Life-Balance
Man soll sich in dieser Firma den Allerwertesten für wenig Geld aufreißen und dabei auch noch dankbar sein. Laut Erzählungen wurden von den Mitarbeitern sogar schon Sonntagsarbeit abverlangt. 40-Stunden-Woche mit Gleitzeit, jedoch kann es schon mal sein, dass die Chefin irgendwas am Tag noch erledigt haben will und man 2-3 Stunden länger bleiben soll. Wer in ihrer Gunst bleiben will, der kuscht und schlägt brav die Hacken hinten zusammen. Mysterium: Viele Mitarbeiter sehen dies als normal an und verteidigen die Firma auch noch. Erfolgreiche Hirnumprogrammierung!
Karriere/Weiterbildung
Wenn man nicht privat irgendeine Weiterbildung macht und sich dann parallel wo anders bewirbt, ist man Gefangener seines Schicksals.
Gehalt/Benefits
Taktik ist so: Man kriegt erst einmal viel weniger als der Durchschnitt. Erst wenn sich herausstellt, dass man ein unaufmöpfiges Arbeitstier ist, kriegt man durch irgendwelche herbeigetricksten Leistungsbeurteilungen plötzlich das normale Durchschnittsgehalt der Branche.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Müll wird zwar getrennt, aber von einer ISO 14001 ist man in dieser Firma so weit entfernt wie die Republik Kongo von seiner ersten Mondlandemission.
Kollegenzusammenhalt
Man muss aufpassen, wem man was erzählt und was man tut. Wird man von einem chefin-nahen Spitzel bei einem kleinen Vergehen beobachtet, erfolgt sofort Bericht. Laut Erzählungen wurde hier schon öfters jemand wegen Kleinigkeiten eiskalt hingehangen. Viele Mitarbeiter haben daher nebenher Bewerbungen in anderen Firmen am Laufen.
Umgang mit älteren Kollegen
Ältere Kollegen werden hier meiner Meinung nach nur deswegen geschätzt, weil sie es schon so lange ausgehalten haben und Erfahrung besitzen. Wenn es Probleme gibt, geht man erst einmal zu den "erfahrenen Hasen". Diese nützliche Informationsquelle will man nicht versiegen lassen.
Vorgesetztenverhalten
Mir kommt es so vor, als würde in dieser Firma gezielt nach gescheiterten Existenzen, Ex-Straftätern, Arbeitslosen und Ausländern gesucht werden. Im Vorstellungsgespräch wurde man dauernd unterbrochen und der Name falsch gesagt. Als ich jedoch einmal in einem Gespräch den Namen ihrer "rechten Hand" (Erfüllungsgehilfin) falsch ausgesprochen hab, kam prompt eine unhöfliche Korrektur dieses "schlimmen Sachverhalts". Diktatorische Zustände! Menschen werden nicht wertgeschätzt. Wird ein Gegenstand für die Produktion gebraucht, wird ewig rumdiskutiert anstatt zu handeln. Wenn hier Dinge gekauft werden, dann nur das billigste vom billigen. Man hat nicht einmal eine firmeneigene Kamera! Wenn etwas fotografisch dokumentiert werden muss, soll man das eigene, private Handy nehmen.
Arbeitsbedingungen
Noch nie erlebt!!!!!! Mitarbeiter klettern auf Hochregalen herum, rutschige Böden, überall Stolperfallen (Schläuche, Kabel, Abfall), absolut dreckige Arbeitsumgebung (Gammel, Schmodder, Schmutz, Spritzereien, Fruchtfliegen), laut, in Fertigung heftiger Gestank nach Lack und sonstigen Chemikalien. Ein Mitarbeiter musste an einem selbstgebauten Tisch arbeiten, der nur aus Paletten besteht. Offensichtlich kein Geld für einen anständigen Arbeitstisch vorhanden. Es wirkt alles billig zusammengeschustert mit Klebeband und Kabelbindern. Hauptsache es kostet nicht viel.
Kommunikation
Chefin hat einen schnatterigen, respektlosen Bundeswehr-Kasernenton drauf. Beschwert sich dauernd, plärrt aus ihrem Büro-Bunker raus wenn sie was will und alle Untergebenen machen dann brav Männchen. Benutzt auch ständig hinterlistige, psychologische Tricks, um ihren Willen zu bekommen. Im Büro ständig nerviges Gegackere von jungen, kindischen Mitarbeiterinnen. Ansonsten ca. 80 % Ausländeranteil (Russen, Ukrainer, Polen, Afghanen, etc.). Man kann sich kaum oder gar nicht auf deutsch fachlich unterhalten. Im Pausenraum nur lautes, ausländisches Gerede. Man ist als Deutscher hier definitiv in der Minderheit. Situation der Ausländer wird hier knallhart ausgenutzt (billige Bezahlung).
Gleichberechtigung
Wie gesagt: Bücklinge haben es hier gut. Ansonsten herrscht Überwachung. Wer sich hier beschwert und "Stress macht" wird gemerkt. Würde mich nicht wundern, wenn hier eine Strichliste geführt wird.
Interessante Aufgaben
Die armen Seelen in der Firma müssen jeden Tag das gleiche Machen.