Enttäuschend
Gut am Arbeitgeber finde ich
Positiv sind die Arbeitszeiten bei einer 35-Stunden-Woche und der frühe Feierabend am Freitag.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Die Teamleitung im Wareneingang überlastet Mitarbeitende zunehmend mit Aufgaben, die von einer einzelnen Person kaum zu bewältigen sind. Dazu gehören das Entladen und Beladen von Lkw und Sprintern, die Wareneingangskontrolle, der Warenausgang im Bereich der Lohnfertigung, die Materialbereitstellung und Versorgung der Produktionsbereiche, die Bearbeitung eingehender Post und Pakete, die Bereitstellung von Reklamationen, die Beauftragung von Entsorgungsunternehmen sowie das Einbuchen der Wareneingänge.
Trotz mehrfacher Bitte um Unterstützung sah sich die Teamleitung nicht dafür zuständig. Im Vorstellungsgespräch wurde hingegen zugesagt, dass sie bei personellen Engpässen unterstützen würde. Statt Hilfe erhielt ich lediglich die Antwort: „Ich musste das auch allein machen, mir hat ebenfalls niemand geholfen.“ Dadurch fühlte ich mich mit der hohen Arbeitsbelastung allein gelassen.
Auch nach meiner Kündigung suchten die Vorgesetzten in den höheren Positionen leider kein ausführliches Gespräch. Die Gründe wurden nur kurz angesprochen, sodass bei mir der Eindruck entstand, dass das Gespräch möglichst schnell abgefertigt werden sollte.
Verbesserungsvorschläge
Es sollten regelmäßig, mindestens einmal jährlich, Mitarbeitergespräche stattfinden. Mehrere Mitarbeitende sind mit der hohen Arbeitsbelastung und der Vielzahl der ihnen übertragenen Aufgaben unzufrieden. In persönlichen Gesprächen könnten solche Probleme frühzeitig angesprochen und gemeinsam Lösungen gefunden werden.
Außerdem sollten regelmäßige Schulungen und Sicherheitsunterweisungen zum Umgang mit Gabelstaplern durchgeführt werden. Im Arbeitsalltag wird deutlich, dass in diesem Bereich noch Verbesserungsbedarf besteht.
Arbeitsatmosphäre
Vieles im Gebäude ist beschädigt oder veraltet und wird leider nicht repariert beziehungsweise ersetzt. Ein Beispiel dafür ist ein großes Loch in einem Fenster im Wareneingang, das bereits seit etwa einem Jahr bekannt ist.
Kommunikation
Die Kommunikation ist sehr grenzwertig. Bei Fragen oder Problemen wird man häufig von einer Person zur nächsten geschickt, weil sich offenbar niemand richtig zuständig fühlt oder weiterhelfen kann. Der interne Informationsfluss muss definitiv verbessert werden.
Kollegenzusammenhalt
Im Wareneingang war er teilweise da.
Work-Life-Balance
Die Teamleitung im Lager überträgt einem immer mehr Aufgaben. Auch wenn man offen kommuniziert, dass die Arbeitsmenge zu hoch ist und man nicht hinterherkommt, ändert sich daran nichts. Dadurch sieht man sich gezwungen, die Pausen durchzuarbeiten, um die Aufgaben überhaupt bewältigen zu können. Dass Pausen deshalb nicht eingehalten werden, ist der Teamleitung ebenfalls bekannt.
Vorgesetztenverhalten
Die Teamleitung hat mir zu viele Aufgaben übertragen. Selbst als ich darauf hingewiesen habe, dass die Arbeitsmenge für eine Person nicht zu bewältigen ist, erhielt ich lediglich die Antwort: „Stell dich nicht so an, ich musste das auch alles allein machen, bevor ich Teamleitung wurde.“ Diese Aussage wurde jedoch von anderen Mitarbeitenden widerlegt, da der Wareneingang zu dieser Zeit mit drei Personen besetzt gewesen sein soll.
Interessante Aufgaben
Die Aufgaben an sich sind durchaus interessant und abwechslungsreich. Da ich jedoch dauerhaft die Arbeitsmenge von zwei Personen bewältigen musste, waren sie unter diesen Bedingungen eher abschreckend.
Gleichberechtigung
Eine Benachteiligung aufgrund des Geschlechts oder anderer persönlicher Merkmale habe ich nicht wahrgenommen.
Umgang mit älteren Kollegen
War einwandfrei.
Arbeitsbedingungen
Das Gebäude ist etwa 160 Jahre alt, was man ihm auch deutlich ansieht. Kleinere Mängel, wie ein seit etwa einem Jahr bekanntes großes Loch in einem Fenster, mehrere beschädigte Stellen in den Böden sowie Defekte an Gabelstaplern, könnten jedoch behoben werden. Trotz Kenntnis dieser Mängel geschieht dies leider nicht.
Außerdem wird aus meiner Sicht an der Qualität der Arbeitsschuhe gespart. Die bereitgestellten Schuhe kosten etwa 30 bis 50 Euro und bieten nur eine sehr geringe Dämpfung. Wenn man den ganzen Arbeitstag darin stehen und laufen muss, macht sich das deutlich an den Zehen und im Rücken bemerkbar.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Leider werden Folien und Kunststoffbänder nicht getrennt entsorgt. Lediglich Pappe wird separat gesammelt. Im Bereich der Mülltrennung und des Umweltbewusstseins besteht daher noch Verbesserungsbedarf.
Gehalt/Benefits
Der Betrieb wurde vor einigen Jahren übernommen und die Tarifbindung anschließend beendet. Ältere Beschäftigte profitieren teilweise noch von den Bedingungen des früheren Tarifvertrags, während diese für neu eingestellte Mitarbeitende nicht mehr gelten. Auch bei Neueinstellungen gibt es Unterschiede: Manchen wird noch ein Vertrag mit 35 Wochenstunden angeboten, während viele bereits einen 40-Stunden-Vertrag erhalten. Hier wären einheitlichere und transparentere Regelungen wünschenswert, um eine Ungleichbehandlung zu vermeiden. Wird man mit 35 Wochenstunden eingestellt, empfinde ich das Gehalt angesichts der fehlenden Tarifbindung insgesamt als fair.
Image
Das Unternehmen zeigt eine gute Präsenz in den sozialen Medien und präsentiert sich dort professionell.
Karriere/Weiterbildung
Über mögliche Weiterbildungs- und Entwicklungsmöglichkeiten wird nicht konkret informiert. Eine transparentere Kommunikation darüber, welche Angebote bestehen und wie man diese nutzen kann, wäre wünschenswert.