Basierend auf von Mitarbeiter:innen seit Juli 2025. Alle Informationen findest du hier.
Zuletzt aktualisiert am 24.7.2026
Picnic GmbH erhält ein gemischtes Gesamtbild. Die Arbeitsatmosphäre fällt je nach Standort und Führungsperson sehr unterschiedlich aus: Viele Mitarbeiter:innen loben die Kolleg:innen als freundlich und hilfsbereit, während das Verhältnis zu Vorgesetzten häufig als belastet beschrieben wird. Kritik richtet sich vor allem gegen Druckausübung, fehlende Wertschätzung und mangelnde Kompetenz einzelner Führungskräfte. Auch das Vorgesetztenverhalten polarisiert stark – direkte Teamleitungen gelten oft als ansprechbar, höhere Managementebenen hingegen als inkompetent oder unnahbar.
Das Gehalt bewegt sich nach Meinung vieler Bewertenden auf oder knapp über Mindestlohnniveau und wird angesichts der körperlich anspruchsvollen Tätigkeit als unangemessen niedrig eingestuft. Sozialleistungen fehlen weitgehend. Die Arbeitsbedingu...
Zusammenfassung nach Kategorie
Die Arbeitsatmosphäre bei Picnic GmbH wird von Nutzer:innen gemischt bewertet. Viele beschreiben den Umgang unter Kolleg:innen als freundlich, kollegial und entspannt, und einige heben ausdrücklich den guten Teamzusammenhalt sowie ein respektvolles Miteinander hervor. Gleichzeitig zeigt sich ein wiederkehrendes Spannungsfeld zwischen der Atmosphäre im Team und dem Verhalten von Vorgesetzten: Während Kolleg:innen oft positiv wahrgenommen werden, kritisieren viele Nutzer:innen Führungskräfte als schwer zugänglich, wenig wertschätzend oder unprofessionell.
Darüber hinaus berichten einige Nutzer:innen von hohem Druck, Stress und fehlender Anerkennung, was die Stimmung am Arbeitsplatz spürbar belastet. Kritisiert werden zudem Gunstbeziehungen, mangelnde Kommunikation und ein hohes Arbeitstempo. Wenige Nutzer:innen empfinden die nach außen vermittelte mitarbeiterfreundliche Atmosphäre als nicht authentisch. Insgesamt ergibt sich ein zweigeteiltes Bild: Die Beziehungen unter Kolleg:innen wirken überwiegend positiv, jedoch trüben strukturelle Belastungen und das Auftreten mancher Vorgesetzten das Gesamtbild deutlich.
Das Vorgesetztenverhalten bei Picnic GmbH erhält insgesamt eine gemischte Bewertung. Einerseits beschreiben viele Nutzer:innen direkte Vorgesetzte wie Lead Shopper oder Runner+ als freundlich, respektvoll und auf Augenhöhe. Einige heben hervor, dass Feedback konstruktiv gegeben wird und die Kommunikation offen ist.
Andererseits überwiegen bei der Managementkompetenz und der Unterstützungskultur kritische Stimmen. Viele Nutzer:innen bemängeln, dass Führungskräfte inkompetent wirken, Kritik ignorieren und Mitarbeiter:innen unter Druck setzen, anstatt gemeinsam Lösungen zu finden. Zudem berichten einige von mangelnder Kommunikation, fehlender Wertschätzung sowie Bevorzugung einzelner Personen. Die Qualität der Führung variiert laut mehreren Bewertungen stark je nach Standort und individueller Führungsperson. Häufig wechselnde Vorgesetzte und eine als unzureichend empfundene Personalplanung verstärken diesen Eindruck. Vereinzelt werden auch respektloses Verhalten und fehlende Empathie aufgrund mangelnder Erfahrung jüngerer Führungskräfte angesprochen.
Die Kommunikation bei Picnic GmbH wird von den Nutzer:innen gemischt bewertet. Positiv hervorgehoben wird die Nutzung digitaler Kanäle wie Slack oder interne Apps, über die Informationen und Schichtpläne zuverlässig geteilt werden. Auch zwischen Shopper:innen und Captains wird der Austausch von einigen als konstruktiv empfunden.
Dem steht jedoch eine Reihe kritischer Stimmen gegenüber. Besonders die Kommunikation zwischen Mitarbeiter:innen und Vorgesetzten jenseits der direkten Teamebene wird als problematisch beschrieben: Urlaubsanfragen werden ignoriert, Versprechen nicht eingehalten und Anliegen der Belegschaft kaum ernst genommen. Widersprüchliche Anweisungen verschiedener Führungskräfte sorgen für Verwirrung, und wichtige Informationen wie Vertragsverlängerungen werden oft sehr kurzfristig kommuniziert. Zudem bemängeln einige Nutzer:innen, dass Kommunikation häufig einseitig verläuft und nur dann von der Unternehmensseite initiiert wird, wenn das Management selbst etwas benötigt.
Die Bewertungen zu Gehalt und Sozialleistungen bei Picnic GmbH fallen deutlich negativ aus. Der Mindestlohn dominiert als wiederkehrendes Thema: Viele Nutzer:innen empfinden die Vergütung angesichts der körperlich anspruchsvollen und zeitlich getakteten Arbeit als unangemessen niedrig. Gehaltserhöhungen fallen laut einigen Bewertungen kaum ins Gewicht, und Sonderzahlungen wie Urlaubs- oder Weihnachtsgeld werden nicht gewährt. Trinkgelder spielen für Fahrer:innen eine relevante Rolle, jedoch kritisieren wenige Nutzer:innen, dass diese als Kompensation für den Mindestlohn nicht rentenrelevant sind und nicht verlässlich fließen. Hinzu kommen Berichte über fehlerhafte Stundenerfassung und verspätete Lohnzahlungen, die zu finanzieller Unsicherheit führen. Zwar bewerten wenige Nutzer:innen das Gehalt als akzeptabel oder loben die pünktliche Zahlung, doch bleibt dies eine Minderheitsmeinung gegenüber der breiten Kritik an der Vergütungsstruktur insgesamt.
401 von 898 Bewertungen von Mitarbeiter:innen(gefiltert)
Ex-Angestellte/r oder Arbeiter/inHat bis 2024 bei Picnic GmbH Hub in Mönchengladbach gearbeitet.
Gut am Arbeitgeber finde ich
Das allgemeine Miteinander und das gute Trinkgeld vermisse ich.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
100kg 5. OG hahaha, diese Kunden vermisse ich null
Arbeitsatmosphäre
Entspannte Arbeitsatmosphäre, weil man alleine mit dem Auto unterwegs ist und im Hub sind die Kollegen alle entspannt
Image
Die Uniform sieht nicht gut aus.
Work-Life-Balance
Man muss seine Zeiten 2 Wochen vorher eintragen
Karriere/Weiterbildung
Vom Fahrer zum Hubleiter ist es möglich sich Weiterzubilden
Gehalt/Benefits
Mindestlohn + Trinkgeld
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Die Wagen sind E-Autos
Kollegenzusammenhalt
Es ist halt ein neutrales miteinander
Umgang mit älteren Kollegen
Wie gesagt alle wurden gleich behandelt
Vorgesetztenverhalten
Sehr korrektes Vorgesetztenteam bis auf einen, der denkt er wäre der Chef ist aber nur eine Stufe höher als ein normaler Mitarbeiter
Arbeitsbedingungen
Du entscheidest halt selber wie schwer du heben willst. Manche tragen z. B. 3 Kisten gleichzeitig und müssen nur einmal laufen und manche laufen halt lieber 3 mal.
Kommunikation
Alle waren immer gut erreichbar und die Führungskräfte haben sich Zeit für dich genommen
Gleichberechtigung
Ja alle hatten die selben Rechte.
Interessante Aufgaben
Es ist halt ein Ablauf. Ware einladen -> Ware ausliefern und Pfand mitnehmen -> Zurück zum Hub fahren, Pfand ausleeren und den Wagen zurückstellen.
Ich arbeite schon lange bei picnic im Lager und das ist meine Erfahrung
1,5
Nicht empfohlen
Angestellte/r oder Arbeiter/inHat zum Zeitpunkt der Bewertung bei Picnic GmbH in Herne gearbeitet.
Gut am Arbeitgeber finde ich
Das Essen in der Kantine ist super und abwechslungsreich
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Lohn/falsche Versprechungen
Verbesserungsvorschläge
Wenn man im Internet schon bzw am Telefon mit weihnachts und Urlaubsgeld sowie 14.70€ die Stunde wirbt sollte man es auch einhalten und nicht nach dem unterschreiben des Vertrages sagen das hier keiner Weihnachtsgeld und Urlaubsgeld bekommt belehrt bitte eure Mitarbeiter die am Telefon falsch Informationen raushauen nur damit man zu euch kommt das geht garnicht
Arbeitsatmosphäre
Schwül stickig
Image
Alle die bei picnic waren haben es schlecht geredet
Work-Life-Balance
30 tausend Schritte macht man am Tag da ist man viel zu kaputt nach der Arbeit
Karriere/Weiterbildung
Nein überhaupt nicht also da wird nirgends geholfen
Gehalt/Benefits
Es wird geworben mit schnellen Aufstiegsmöglichkeiten gibt es aber nicht muss man sich alles selbst bewerben und warten und das Gehalt ist eine Frechheit für den Aufwand was man dort macht es wird genauso geworben mit weihnachts und Urlaubsgeld was es beides für alle Mitarbeiter nicht gibt
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Klimaanlage volle pulle und die großen Tore offen lassen von der Anlieferung mehr muss ich nicht sagen
Kollegenzusammenhalt
So gut wie garnicht weil man nie zum reden kommt
Umgang mit älteren Kollegen
Sehe nichts schlechtes nur höre in den Pausen sich viel über den Arbeitgeber aufregen
Vorgesetztenverhalten
Die Vorgesetzten sind in Ordnung aber mit denen hat man nichts zutuhen
Arbeitsbedingungen
30000 Schritte am Tag aber Hauptsache alles schnell schnell
Kommunikation
Man hat keinen zum reden ist ein Einzelgänger job
Gleichberechtigung
Mädchen lassen extra die längeren schwereren Runden die Männer machen lassen die warten bis ein Mann kommt um so zu tuhen als wären sie voll nett und überlassen dir das ja schon fertige Piking car
Definitiv Betriebsrat nötig ist wie Akkordarbeit!!
1,5
Nicht empfohlen
Angestellte/r oder Arbeiter/inHat zum Zeitpunkt der Bewertung im Bereich Logistik / Materialwirtschaft bei Picnic Fulfillment Center Viernheim (DE-FC7) in Viernheim gearbeitet.
Gut am Arbeitgeber finde ich
Kostenloses Essen in der Kantine.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Würde mich ungern wiederholen. Definitiv die Führungskräfte.
Verbesserungsvorschläge
Ein wichtiger Verbesserungspunkt wäre aus meiner Sicht die Einführung bzw. Unterstützung eines Betriebsrats für die Shopper. Dadurch könnte eine echte Vertretung der Mitarbeitenden geschaffen werden, die auf Augenhöhe mit dem Arbeitgeber kommuniziert. Ein Betriebsrat würde helfen, Probleme strukturiert anzusprechen, Missstände zu bündeln und gemeinsam mit der Unternehmensseite Lösungen zu erarbeiten. So könnte die Kommunikation transparenter, fairer und konstruktiver gestaltet werden, statt dass einzelne Mitarbeitende ihre Anliegen allein vertreten müssen.
Arbeitsatmosphäre
Die Arbeitsatmosphäre ist aus meiner Sicht katastrophal. Bei hohem Bestellaufkommen wird erwartet, dass man länger bleibt. Bei geringem Aufkommen wird man dagegen oft gegen seinen Willen früher nach Hause geschickt und sammelt dadurch Minusstunden. Das wirtschaftliche Risiko wird damit teilweise auf die Mitarbeitenden abgewälzt. Wertschätzung für die Belegschaft habe ich kaum erlebt. Der Umgang vermittelt häufig den Eindruck, dass Mitarbeitende lediglich als austauschbare Arbeitskräfte betrachtet werden. Viele Beschäftigte sind auf ihr Einkommen angewiesen und haben daher kaum eine realistische Möglichkeit, sich gegen solche Praktiken zu wehren. Fairness und Respekt gegenüber den Mitarbeitenden sind aus meiner Sicht nicht ausreichend vorhanden.
Image
Die Youtube Videos sind wie Fantasy Filme. Haben absolut nichts mit der Realität zu tun.
Work-Life-Balance
Eine ausgewogene Work-Life-Balance ist aus meiner Sicht nicht gegeben. Arbeitspläne werden teilweise kurzfristig in der App geändert, ohne dass die betroffenen Mitarbeitenden darüber informiert werden. Dadurch kann es vorkommen, dass sich Schichten ändern, obwohl man bereits von einem freien Tag ausgegangen ist. Besonders problematisch ist, dass Mitarbeitende anschließend für das Nichterscheinen zur Arbeit verantwortlich gemacht werden, obwohl die Änderung nicht kommuniziert wurde. In meinem Fall führte dies sogar zu einer Abmahnung, obwohl ich keine Kenntnis von der nachträglichen Anpassung des Dienstplans hatte. Auch von der Personalabteilung erhielt ich in solchen Situationen keine ausreichende Unterstützung. Dass Dienstpläne ohne direkte Kommunikation geändert werden und die Konsequenzen anschließend bei den Mitarbeitenden liegen, empfinde ich als unfair. Es ist kein gutes Gefühl, an einem eigentlich freien Tag plötzlich eine Abmahnung zu erhalten, obwohl man nach bestem Wissen und Gewissen gehandelt hat. Eine verlässliche Planung und eine transparente Kommunikation sind für eine gesunde Work-Life-Balance essenziell, beides habe ich hier leider vermisst.
Karriere/Weiterbildung
Nur wenn man gut mit den Supervisor ist.
Gehalt/Benefits
Der Stundenlohn liegt nur geringfügig über dem gesetzlichen Mindestlohn, was ich im Verhältnis zur Arbeitsbelastung als sehr niedrig empfinde. Besonders problematisch ist aus meiner Sicht die Handhabung von Feiertagen und Überstunden. Feiertage werden nicht immer vollständig ausgezahlt, sondern teilweise mit Überstunden verrechnet, was bei mir häufig zu Unverständnis und Frustration führt. Auch die Auszahlung von Überstunden war in meiner Erfahrung nicht zuverlässig. In mehreren Fällen wurden Auszahlungen beantragt und bestätigt, aber dennoch nicht oder nicht vollständig ausgezahlt. Das hat bei mir wiederholt zu finanziellen Engpässen geführt. Zudem kam es vor, dass das Gehalt in einem Monat nicht ausgezahlt wurde. In dieser Situation habe ich keine kurzfristige Lösung über offizielle Wege erhalten, sodass mir Kollegen privat ausgeholfen haben, damit ich finanziell über die Runden komme. Insgesamt habe ich die Gehaltsabwicklung als unzuverlässig und wenig transparent erlebt, was zu einer hohen finanziellen Unsicherheit geführt hat.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Aus meiner Sicht ist das Umwelt- und Sozialbewusstsein im Unternehmen nur sehr eingeschränkt ausgeprägt. Lebensmittel werden teilweise entsorgt, anstatt sie beispielsweise Mitarbeitenden zur Verfügung zu stellen oder alternative Lösungen zur Vermeidung von Verschwendung zu nutzen.
Zwar gibt es die Möglichkeit über „Too Good To Go“ überschüssige Lebensmittel zu retten, jedoch war meine persönliche Erfahrung damit zuletzt negativ. In mehreren Fällen wurde meine Tüte nicht korrekt bereitgestellt bzw. war nicht mehr verfügbar, ohne dass ich einen Ersatz erhalten habe. Das wirkte insgesamt unorganisiert und wenig zuverlässig.
Insgesamt entsteht für mich der Eindruck, dass Nachhaltigkeit und sozialer Umgang mit Ressourcen zwar theoretisch vorhanden sind, in der Praxis jedoch nur eingeschränkt umgesetzt werden.
Kollegenzusammenhalt
Der Kollegenzusammenhalt ist aus meiner Sicht durchwachsen. Innerhalb einzelner Bereiche funktioniert die Zusammenarbeit meist gut. Insbesondere die gemeinsam im Bereich Frozen arbeiten, unterstützen sich gegenseitig und helfen einander, wenn es erforderlich ist. Bereichsübergreifend sieht es jedoch anders aus. Während einige Teams gut zusammenhalten, erhält man von Shoppern aus anderen Bereichen häufig wenig oder gar keine Unterstützung. Dadurch entsteht oft der Eindruck, dass jeder nur seinen eigenen Aufgabenbereich im Blick hat, anstatt als gemeinsames Team zu arbeiten. Insgesamt gibt es durchaus hilfsbereite und engagierte Kolleginnen und Kollegen, weshalb ich den Kollegenzusammenhalt nicht grundsätzlich schlecht bewerte. Allerdings fehlt es an einer stärkeren teamübergreifenden Unterstützung und Zusammenarbeit, was das Arbeitsklima und die Abläufe deutlich verbessern könnte.
Umgang mit älteren Kollegen
Positiv ist, dass ältere Mitarbeitende nicht grundsätzlich benachteiligt werden und auch langfristig im Unternehmen beschäftigt sein können. Allerdings habe ich den Eindruck gewonnen, dass die Einsatzmöglichkeiten für ältere Kolleginnen und Kollegen sehr begrenzt sind.
In der Praxis werden ältere Mitarbeitende häufig auf wenige Tätigkeiten reduziert, beispielsweise das Zuführen von Boxen an die Maschinen oder Reinigungsarbeiten. Andere Aufgabenbereiche oder alternative Einsatzmöglichkeiten scheinen nur eingeschränkt zur Verfügung zu stehen.
Kritisch sehe ich zudem den Umgang mit gesundheitlichen Einschränkungen. Nach meiner Wahrnehmung werden Mitarbeitende, die aufgrund von Rückenproblemen oder anderen körperlichen Beschwerden ihre bisherigen Tätigkeiten nicht mehr uneingeschränkt ausführen können, nur begrenzt unterstützt. Statt nach dauerhaften Alternativen oder angepassten Einsatzmöglichkeiten zu suchen, entsteht der Eindruck, dass gesundheitliche Einschränkungen schnell zum Ende des Arbeitsverhältnisses führen können.
Insgesamt sehe ich daher sowohl positive als auch negative Aspekte, weshalb ich diesen Bereich mit 3 von 5 Sternen bewert
Vorgesetztenverhalten
Seit dem Wechsel der Positionen zwischen dem ehemaligen Personalchef und dem früheren Standortleiter läuft aus meiner Sicht vieles deutlich schlechter als zuvor. Probleme werden nicht mehr gelöst, sondern häufig ignoriert oder an anderer Stelle abgeladen.
Früher bestand zumindest die Möglichkeit, sich bei unfairer Behandlung durch Captains oder Supervisoren an die Standortleitung oder die Personalabteilung zu wenden. Beschwerden wurden angehört und es wurde versucht, Lösungen zu finden. Diese Unterstützung fehlt mittlerweile weitgehend.
Besonders enttäuschend ist der Umgangston. Die neue Standortleitung schreit Mitarbeitende teilweise selbst an. Dadurch entsteht der Eindruck, dass ein respektloser Umgang akzeptiert oder sogar vorgelebt wird. Entsprechend verhalten sich inzwischen auch andere Führungskräfte, sodass ein professioneller und respektvoller Umgang immer seltener zu erleben ist.
Wenn man heute Probleme anspricht oder sich über das Verhalten von Führungskräften beschwert, erhält man von der Personalabteilung häufig lediglich die Aufforderung, ein Sit Ticket zu erstellen. Persönliche Unterstützung oder echtes Interesse an einer Klärung der Situation sind kaum erkennbar.
Arbeitsbedingungen
Zu den Arbeitsbedingungen könnte ich einen ganzen Roman schreiben. Insgesamt sind diese aus meiner Sicht jedoch sehr schlecht.
Ein konkretes Problem ist die mangelnde Sauberkeit und der Zustand der Arbeitskleidung. Die zur Verfügung gestellten Jacken sind häufig stark verschmutzt und riechen unangenehm, obwohl im Arbeitsumfeld mit Lebensmitteln gearbeitet wird. Das wirkt weder hygienisch noch professionell und passt aus meiner Sicht nicht zu den Anforderungen in einem lebensmittelnahen Bereich.
Insgesamt hinterlassen die Arbeitsbedingungen bei mir einen sehr negativen Eindruck. Hygiene, Ausstattung und allgemeine Arbeitsumgebung entsprechen aus meiner Sicht nicht dem Standard, den man in einem solchen Arbeitsumfeld erwarten würde.
Kommunikation
Die Kommunikation gehört zu den größten Schwächen des Unternehmens. Wenn etwas schief läuft, wird häufig nicht sachlich nach Lösungen gesucht. Stattdessen werden Mitarbeitende teilweise angeschrien oder in einem unangemessenen Ton kritisiert. Hinzu kommt, dass verschiedene Captains oft unterschiedliche Anweisungen geben. Was bei einem Captain richtig ist, wird von dem nächsten wieder anders bewertet. Dadurch entsteht regelmäßig Verwirrung und Unsicherheit darüber, was eigentlich erwartet wird. Besonders problematisch sind die teilweise unrealistischen Vorgaben. Ein Supervisor bezeichnete Shopper sogar als ineffizient, weil sie seine Zielvorgaben nicht erfüllen konnten. Dabei waren diese Vorgaben aus meiner Sicht von Anfang an nicht realistisch und unter normalen menschlichen Arbeitsbedingungen kaum oder gar nicht erreichbar. Anstatt die Umsetzbarkeit solcher Anforderungen zu hinterfragen, wurde die Verantwortung häufig den Shopper zugeschoben. Insgesamt fehlt es an klarer, einheitlicher und respektvoller Kommunikation.
Gleichberechtigung
Von Gleichbehandlung habe ich im Arbeitsalltag leider wenig gespürt. Es entsteht häufig der Eindruck, dass einige Captains bestimmte Mitarbeitende bevorzugen. Während manche Beschäftigte längere Gespräche führen können, ohne dass dies beanstandet wird, werden andere deutlich strenger kontrolliert und unter Druck gesetzt.
Besonders bei den Leistungskennzahlen scheint nicht für alle derselbe Maßstab zu gelten. Einige Mitarbeitende erhalten mehr Freiheiten, während andere ständig auf ihre Geschwindigkeit und Produktivität hingewiesen werden. Dadurch entsteht das Gefühl, dass nicht alle nach den gleichen Regeln behandelt werden.
Eine faire und einheitliche Behandlung aller Mitarbeitenden sollte selbstverständlich sein. In meinem Arbeitsalltag hatte ich jedoch häufig den Eindruck, dass persönliche Sympathien einen zu großen Einfluss auf den Umgang mit den Beschäftigten haben.
Interessante Aufgaben
Die Aufgaben sind aus meiner Sicht sehr monoton und bieten kaum Abwechslung. Der Arbeitsalltag besteht überwiegend aus sich ständig wiederholenden Tätigkeiten, wodurch die Arbeit schnell eintönig wird. Möglichkeiten, neue Fähigkeiten zu entwickeln oder abwechslungsreiche Aufgaben zu übernehmen, habe ich nur sehr begrenzt erlebt. Eigeninitiative und persönliche Weiterentwicklung spielen im Arbeitsalltag kaum eine Rolle. Meiner Erfahrung nach arbeiten die meisten Beschäftigten hier in erster Linie wegen des Gehalts und nicht, weil die Tätigkeit selbst besonders interessant oder erfüllend ist. Wer eine abwechslungsreiche Arbeit mit spannenden Herausforderungen sucht, dürfte hier eher enttäuscht werden. Insgesamt fehlt es der Tätigkeit an Vielfalt, Entwicklungsmöglichkeiten und Aufgaben, die langfristig motivierend wirken.
Angestellte/r oder Arbeiter/inHat zum Zeitpunkt der Bewertung im Bereich Vertrieb / Verkauf bei Picnic GmbH in Hamburg gearbeitet.
Gut am Arbeitgeber finde ich
Flache Hierarchie, kostenfreie Kantine
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Die Bezahlung, der Umgang mit der Ware Lebensmittel sind verbesserungs würdig
Verbesserungsvorschläge
Es sollte mehr auf die Qualität der Ausführung, statt nur auf Geschwindigkeit gesetzt werden
Arbeitsatmosphäre
Lob von Kollegen und Vorgesetzten gibt es, das gibt einem ein gutes Gefühl, kaufen kann man sich davon leider nichts.
Image
Teils teils, zu den angesprochenen Themen wie Bezahlung und Arbeitsbelastung wird sich durchaus negativ geäußert
Work-Life-Balance
Urlaub nach Absprache. Arbeitszeiten sind im Rahmen. Arbeitspensum gleicht Akkordarbeit, bist du gut, kannst du noch besser sein.
Karriere/Weiterbildung
Es gibt nur drei Positionen, Shopper, Captain und Supervisor. Als Neuling beginnt man als Shopper und kann sich zum Captain hocharbeiten, was aber nicht viele schaffen weil es nicht viele freie Plätze gibt
Gehalt/Benefits
Mindestlohn, kein Urlaubs oder Weihnachtsgeld. Neue Regelung zu Bezahlung an Feiertagen, es werden nicht mehr die vollen Stunden vergütet
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Es wird Aktiv To good to Go und die Tafel unterstützt, trotzdem wird immer noch sehr viel Ware entsorgt. Der Umgang mit Lebensmitteln ist teilweise mangelhaft
Kollegenzusammenhalt
Der Zusammenhalt unter den Kollegen ist gut, man tauscht sich aus und hilft sich.
Umgang mit älteren Kollegen
Ältere Angestellte sind nicht viele im Betrieb, werden aber durchaus eingestellt
Vorgesetztenverhalten
Die Personalplanung lässt zu wünschen übrig, entweder fehlt Personal an Tagen mit viel Bestellungen und wird aus anderen Abteilungen abgezogen oder es ist zuviel Personal anwesend und wird vorzeitig nach Hause geschickt
Arbeitsbedingungen
Teilweise sind die Geräte veraltet und in keinem guten Zustand (Scanner)
Kommunikation
Meetings gibt's nur mit direkten Vorgesetzten
Gleichberechtigung
Frauen und Männer werden gleich behandelt
Interessante Aufgaben
Personen die gut performen werden zu immer höher Leistung getrieben
Angestellte/r oder Arbeiter/inHat zum Zeitpunkt der Bewertung im Bereich Logistik / Materialwirtschaft bei Picnic Fulfillment Center Viernheim (DE-FC7) in Viernheim gearbeitet.
Gut am Arbeitgeber finde ich
Sehr nette Kollegen & gutes Essen
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Manchmal ist die Musik wirklich schlecht. My Heart will go on oder Helene Fischer will doch niemand auf der Arbeit hören
Verbesserungsvorschläge
Mehr Zeit für Pausen (Essen & zwischendurch trinken)
Arbeitsatmosphäre
Alle nett
Image
Ok
Work-Life-Balance
Nach der Arbeit ist man sehr erschöpft, auch wenn man Zeit hätte nach der Frühschicht will man lieber runter kommen
Karriere/Weiterbildung
Man kann schnell zum captain werden, aber keine Ahnung was genau die Vorteile sind
Vielen Dank für deine Bewertung und die Zeit, die du dir dafür genommen hast.
Es freut mich sehr zu lesen, dass du insbesondere den Umgang mit deinen Kolleginnen und Kollegen sowie das Essen positiv hervorhebst. Ein gutes Miteinander im Team trägt viel dazu bei, dass die Arbeit Spaß macht, und schön zu hören, dass du das bei uns so erlebst.
Besonders schmunzeln musste ich bei deinem Feedback zur Musikauswahl. Geschmäcker sind bekanntlich verschieden und ich kann verstehen, dass nicht jeder bei Helene Fischer oder ""My Heart Will Go On"" direkt in Arbeitsstimmung kommt. Vielleicht gibt es ja noch Potenzial für eine abwechslungsreichere Playlist.
Danke auch für deine ehrlichen Hinweise zu den Pausen, der körperlichen Belastung nach der Schicht, dem Gehalt sowie den Arbeitsbedingungen. Gerade die Themen ausreichend Zeit für Erholung und die Transparenz rund um Entwicklungsmöglichkeiten sind wichtige Aspekte, die den Arbeitsalltag beeinflussen.
Falls du deine Gedanken dazu, insbesondere zu den Pausenregelungen oder den Entwicklungsmöglichkeiten als Captain, näher mit mir teilen möchtest, freue ich mich über eine Nachricht an feedback.supplychain@teampicnic.com.
Vielen Dank für dein offenes Feedback und weiterhin alles Gute!
Kann man machen, wenn man nichts anderes zur Wahl hat
3,6
Nicht empfohlen
Ex-Zeitarbeiter/inHat bis 2023 im Bereich Logistik / Materialwirtschaft bei Picnic GmbH in Herne gearbeitet.
Gut am Arbeitgeber finde ich
SOMMERFEST
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Dass die Mitarbeiter, die kein Deutsch oder Englisch können die Aufgaben nicht wirklich beziehungsweise nicht sorgfältig erledigen Und die auch keine Rücksicht nehmen auf andere
Verbesserungsvorschläge
etwas mehr lohn und leider Gottes auch dass man nur Leute einstellt, die Englisch und Deutsch verstehen können weil zu meinem zweiten Mal, wo ich dort angefangen habe, konnte keiner mehr irgendwie Englisch oder Deutsch, weil viel zu viele Leute angenommen worden sind, mit dem man sich gar nicht verständigen kann
Gehalt/Benefits
könnte mehr sein, dafür dass man wirklich konstant in Bewegung ist und auch ein bestimmtes Pensum abliefern muss
Kollegenzusammenhalt
Es bilden sich Grüppchen, aber trotzdem versteht sich jeder mit jedem. Zumindest habe ich so nichts anderes mitbekommen.