Zahlen über Menschen – Vertrauensverlust, steigender Druck und eine Führung, die Realität +Anspruch nicht zusammenbringt
Gut am Arbeitgeber finde ich
Die Aufgaben im Außendienst sind vielseitig und die Arbeit mit Kunden sowie Ärzten macht grundsätzlich Spaß.
Gerade deshalb ist es besonders schade, dass die aktuellen Rahmenbedingungen dieses Potenzial zunehmend einschränken.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Siehe oben – insbesondere die zunehmende Diskrepanz zwischen kommunizierten Werten und gelebter Realität.
Verbesserungsvorschläge
Rückkehr zu einer transparenten, verlässlichen und zeitnahen Prämienstruktur
Realistische Zielvorgaben, die mit vorhandenen Ressourcen auch erreichbar sind
Entlastung des Außendienstes durch angemessene Gebietsgrößen und klare Aufgabenverteilung.
Wertschätzung von Erfahrung und langfristiger Mitarbeiterbindung statt kurzfristiger Einsparungen.
Authentische Führung mit echter Feedbackkultur – nicht nur auf dem Papier.
Spürbare und faire Gehaltsentwicklung.
Bessere Vereinbarkeit von Arbeitsbelastung und Arbeitszeitmodellen.
Konsequente Umsetzung des Stiftungsgedankens – nicht nur nach außen, sondern auch intern.
➡️ Fokus sollte wieder stärker auf den Menschen hinter der Leistung gelegt werden.
Arbeitsatmosphäre
Zahlen über Menschen – Vertrauensverlust, steigender Druck und eine Führung, die Realität und Anspruch nicht zusammenbringt.
Fazit:
Steigende Anforderungen, sinkende Wertschätzung und ein klarer Fokus auf Zahlen statt Menschen.
Leistung wird erwartet, aber weder fair vergütet noch nachhaltig unterstützt.
Außendarstellung und Realität klaffen deutlich auseinander.
Wertschätzung:
Spürbar rückläufig:
Weihnachtsfeiern, Geschenke und Team-Events gestrichen
Gleichzeitig steigender Leistungsdruck
➡️ Leistung wird vorausgesetzt, aber nicht entsprechend gewürdigt.
Work-Life-Balance
Nicht mehr gegeben.
Anreisen zu Tagungen von bis zu 6 Stunden, häufig am selben Tag
Flugoptionen vorhanden, werden jedoch faktisch nicht genutzt bzw. nicht gewünscht
Start oft im Berufsverkehr → zusätzlicher Stress und Zeitverlust
➡️ Mitarbeitende kommen bereits erschöpft zu wichtigen Terminen.
Zusätzlich:
Vorbereitungstag gestrichen
Wochenendausgleich reduziert: statt zuvor 2 Tagen nur noch 1 Tag, ohne Auszahlungsoption
Auch bei Messen entsprechend reduziert
Gleichzeitig wurde eine Zeiterfassung eingeführt:
➡️ Überstunden müssen abgebaut werden
➡️ Leistungsziele bleiben unverändert hoch
Ergebnis: strukturelles Dilemma – weniger Zeit bei gleichen Anforderungen, der Druck bleibt vollständig beim Mitarbeitenden.
Karriere/Weiterbildung
Veränderung an sich ist notwendig – die aktuelle Entwicklung wird jedoch von vielen Mitarbeitenden als klare Verschlechterung wahrgenommen.
➡️ Mehr Druck
➡️ Mehr Arbeit
➡️ Weniger Ausgleich
➡️ Weniger Wertschätzung
bei gleichzeitig unveränderter oder verschlechterter Vergütung.
Fazit.
Die Diskrepanz zwischen kommuniziertem Anspruch und gelebter Realität ist deutlich spürbar.
Vertrauen und Motivation gehen zunehmend verloren.
Aktuell nicht empfehlenswert.
Umgang mit älteren Kollegen
Loyalität & Kundenbeziehungen
Loyalität und langjährige Zugehörigkeit werden aus Mitarbeitersicht zunehmend wenig gewürdigt.
Gerade im Außendienst spielen vertrauensvolle, über Jahre aufgebaute Kundenbeziehungen eine zentrale Rolle.
Diese entstehen durch Kontinuität, Erfahrung und persönliche Bindung.
➡️ Wenn erfahrene Mitarbeitende gehen und Strukturen ständig verändert werden, gehen genau diese stabilen und wertvollen Verbindungen verloren.
➡️ Aus Sicht vieler Mitarbeitender wird dieser Aspekt im aktuellen System nicht ausreichend berücksichtigt oder wertgeschätzt.
Vorgesetztenverhalten
Die aktuelle Führung im Bereich Dermokosmetik (Deutschland/Österreich) wird von vielen Mitarbeitenden als wenig authentisch und nicht vertrauenswürdig wahrgenommen.
Entscheidungen wirken stark zahlen- und managementgetrieben und haben wenig Bezug zum Stiftungsgedanken sowie zur Realität von Patienten, Ärzten und Außendienst.
Im Kollegenkreis ist zunehmend eine spürbare Distanz zur Führung wahrnehmbar.
Der Rückhalt und das Vertrauen haben in vielen Bereichen deutlich abgenommen.
Es entsteht der Eindruck, dass sich ein erheblicher Teil der Mitarbeitenden eine andere Form der Führung wünschen würde.
➡️ Die Identifikation mit der aktuellen Führung ist entsprechend gering.
Arbeitsbedingungen
Die Arbeitsbelastung hat sich in den letzten Jahren deutlich erhöht.
Zusammenlegung von Gebieten (1 statt früher 2 Mitarbeitende)
Betreuung mehrerer Marken und zusätzlicher Produkte
Erweiterung des Aufgabenbereichs ohne entsprechende Anpassung von Gehalt oder Prämien.
➡️ Es wird deutlich mehr Leistung erwartet – bei gleichbleibenden Rahmenbedingungen.
Gleichzeitig bleiben Zielvorgaben (z. B. Besuchs- und Umsatzzahlen) unverändert hoch oder steigen weiter an.
➡️ Der Arbeitsaufwand steht zunehmend in keinem ausgewogenen Verhältnis mehr zu den verfügbaren Ressourcen.
In Kombination mit der Zeiterfassung entsteht zusätzlich ein strukturelles Spannungsfeld:
➡️ Überstunden sollen abgebaut werden
➡️ Leistungsziele bleiben bestehen
Ergebnis: steigender Druck, bei dem die Verantwortung für die Zielerreichung vollständig beim Mitarbeitenden liegt.
➡️ Insgesamt wird die Arbeitsbelastung von vielen als dauerhaft zu hoch und auf Dauer nicht nachhaltig empfunden.
Gehalt/Benefits
Ein zentraler Kritikpunkt:
Niedriges Grundgehalt
Gehaltserhöhungen meist nur 2–3 % → real kaum spürbar
Prämien verzögert und wenig planbar
➡️ Leistung wird erwartet, aber nicht verlässlich honoriert.
Auffällig ist, dass öffentlich von „Verbesserungen“ im Prämiensystem gesprochen wird.
Diese sind für viele Mitarbeitende im Alltag nicht erkennbar.
Arbeitsbedingungen
Einsparungen bei Ausstattung
Streichung von Zuschüssen (z. B. Arbeitstaschen)
Weihnachtsfeiern, Geschenke und Team-Events gestrichen
Gleichzeitig steigender Leistungsdruck
Besonders kritisch:
Die Auswahl hochwertiger Fahrzeuge wurde eingeschränkt und ist inzwischen überwiegend der Führung vorbehalten.
Der Außendienst, der täglich viele Stunden im Auto verbringt und auf sichere Fahrzeuge angewiesen ist, muss auf günstigere Modelle ausweichen.
➡️ Gerade bei langen Strecken ist das nicht nur eine Komfort-, sondern eine Sicherheitsfrage.
➡️ Es entsteht der Eindruck, dass an der falschen Stelle gespart wird – zulasten derjenigen, die täglich unterwegs sind.