Ihr Unternehmen?

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Pierre 
Fabre 
Dermo-Kosmetik 
GmbH
Bewertung

Ihr Unternehmen?

Zahlen über Menschen – Vertrauensverlust, steigender Druck und eine Führung, die Realität +Anspruch nicht zusammenbringt

1,9
Nicht empfohlen
Angestellte/r oder Arbeiter/inHat zum Zeitpunkt der Bewertung im Bereich Vertrieb / Verkauf bei Pierre Fabre Dermo-Kosmetik GmbH gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

Die Aufgaben im Außendienst sind vielseitig und die Arbeit mit Kunden sowie Ärzten macht grundsätzlich Spaß.

Gerade deshalb ist es besonders schade, dass die aktuellen Rahmenbedingungen dieses Potenzial zunehmend einschränken.

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

Siehe oben – insbesondere die zunehmende Diskrepanz zwischen kommunizierten Werten und gelebter Realität.

Verbesserungsvorschläge

Rückkehr zu einer transparenten, verlässlichen und zeitnahen Prämienstruktur
Realistische Zielvorgaben, die mit vorhandenen Ressourcen auch erreichbar sind

Entlastung des Außendienstes durch angemessene Gebietsgrößen und klare Aufgabenverteilung.

Wertschätzung von Erfahrung und langfristiger Mitarbeiterbindung statt kurzfristiger Einsparungen.

Authentische Führung mit echter Feedbackkultur – nicht nur auf dem Papier.

Spürbare und faire Gehaltsentwicklung.

Bessere Vereinbarkeit von Arbeitsbelastung und Arbeitszeitmodellen.

Konsequente Umsetzung des Stiftungsgedankens – nicht nur nach außen, sondern auch intern.

➡️ Fokus sollte wieder stärker auf den Menschen hinter der Leistung gelegt werden.

Arbeitsatmosphäre

Zahlen über Menschen – Vertrauensverlust, steigender Druck und eine Führung, die Realität und Anspruch nicht zusammenbringt.

Fazit:
Steigende Anforderungen, sinkende Wertschätzung und ein klarer Fokus auf Zahlen statt Menschen.
Leistung wird erwartet, aber weder fair vergütet noch nachhaltig unterstützt.
Außendarstellung und Realität klaffen deutlich auseinander.

Wertschätzung:
Spürbar rückläufig:
Weihnachtsfeiern, Geschenke und Team-Events gestrichen
Gleichzeitig steigender Leistungsdruck

➡️ Leistung wird vorausgesetzt, aber nicht entsprechend gewürdigt.

Work-Life-Balance

Nicht mehr gegeben.

Anreisen zu Tagungen von bis zu 6 Stunden, häufig am selben Tag
Flugoptionen vorhanden, werden jedoch faktisch nicht genutzt bzw. nicht gewünscht

Start oft im Berufsverkehr → zusätzlicher Stress und Zeitverlust

➡️ Mitarbeitende kommen bereits erschöpft zu wichtigen Terminen.
Zusätzlich:

Vorbereitungstag gestrichen
Wochenendausgleich reduziert: statt zuvor 2 Tagen nur noch 1 Tag, ohne Auszahlungsoption
Auch bei Messen entsprechend reduziert

Gleichzeitig wurde eine Zeiterfassung eingeführt:
➡️ Überstunden müssen abgebaut werden
➡️ Leistungsziele bleiben unverändert hoch

Ergebnis: strukturelles Dilemma – weniger Zeit bei gleichen Anforderungen, der Druck bleibt vollständig beim Mitarbeitenden.

Karriere/Weiterbildung

Veränderung an sich ist notwendig – die aktuelle Entwicklung wird jedoch von vielen Mitarbeitenden als klare Verschlechterung wahrgenommen.
➡️ Mehr Druck
➡️ Mehr Arbeit
➡️ Weniger Ausgleich
➡️ Weniger Wertschätzung
bei gleichzeitig unveränderter oder verschlechterter Vergütung.
Fazit.

Die Diskrepanz zwischen kommuniziertem Anspruch und gelebter Realität ist deutlich spürbar.

Vertrauen und Motivation gehen zunehmend verloren.
Aktuell nicht empfehlenswert.

Umgang mit älteren Kollegen

Loyalität & Kundenbeziehungen
Loyalität und langjährige Zugehörigkeit werden aus Mitarbeitersicht zunehmend wenig gewürdigt.

Gerade im Außendienst spielen vertrauensvolle, über Jahre aufgebaute Kundenbeziehungen eine zentrale Rolle.

Diese entstehen durch Kontinuität, Erfahrung und persönliche Bindung.

➡️ Wenn erfahrene Mitarbeitende gehen und Strukturen ständig verändert werden, gehen genau diese stabilen und wertvollen Verbindungen verloren.

➡️ Aus Sicht vieler Mitarbeitender wird dieser Aspekt im aktuellen System nicht ausreichend berücksichtigt oder wertgeschätzt.

Vorgesetztenverhalten

Die aktuelle Führung im Bereich Dermokosmetik (Deutschland/Österreich) wird von vielen Mitarbeitenden als wenig authentisch und nicht vertrauenswürdig wahrgenommen.

Entscheidungen wirken stark zahlen- und managementgetrieben und haben wenig Bezug zum Stiftungsgedanken sowie zur Realität von Patienten, Ärzten und Außendienst.

Im Kollegenkreis ist zunehmend eine spürbare Distanz zur Führung wahrnehmbar.

Der Rückhalt und das Vertrauen haben in vielen Bereichen deutlich abgenommen.

Es entsteht der Eindruck, dass sich ein erheblicher Teil der Mitarbeitenden eine andere Form der Führung wünschen würde.

➡️ Die Identifikation mit der aktuellen Führung ist entsprechend gering.

Arbeitsbedingungen

Die Arbeitsbelastung hat sich in den letzten Jahren deutlich erhöht.
Zusammenlegung von Gebieten (1 statt früher 2 Mitarbeitende)
Betreuung mehrerer Marken und zusätzlicher Produkte
Erweiterung des Aufgabenbereichs ohne entsprechende Anpassung von Gehalt oder Prämien.

➡️ Es wird deutlich mehr Leistung erwartet – bei gleichbleibenden Rahmenbedingungen.

Gleichzeitig bleiben Zielvorgaben (z. B. Besuchs- und Umsatzzahlen) unverändert hoch oder steigen weiter an.

➡️ Der Arbeitsaufwand steht zunehmend in keinem ausgewogenen Verhältnis mehr zu den verfügbaren Ressourcen.

In Kombination mit der Zeiterfassung entsteht zusätzlich ein strukturelles Spannungsfeld:

➡️ Überstunden sollen abgebaut werden
➡️ Leistungsziele bleiben bestehen

Ergebnis: steigender Druck, bei dem die Verantwortung für die Zielerreichung vollständig beim Mitarbeitenden liegt.

➡️ Insgesamt wird die Arbeitsbelastung von vielen als dauerhaft zu hoch und auf Dauer nicht nachhaltig empfunden.

Gehalt/Benefits

Ein zentraler Kritikpunkt:
Niedriges Grundgehalt
Gehaltserhöhungen meist nur 2–3 % → real kaum spürbar
Prämien verzögert und wenig planbar

➡️ Leistung wird erwartet, aber nicht verlässlich honoriert.
Auffällig ist, dass öffentlich von „Verbesserungen“ im Prämiensystem gesprochen wird.

Diese sind für viele Mitarbeitende im Alltag nicht erkennbar.

Arbeitsbedingungen
Einsparungen bei Ausstattung
Streichung von Zuschüssen (z. B. Arbeitstaschen)
Weihnachtsfeiern, Geschenke und Team-Events gestrichen
Gleichzeitig steigender Leistungsdruck

Besonders kritisch:
Die Auswahl hochwertiger Fahrzeuge wurde eingeschränkt und ist inzwischen überwiegend der Führung vorbehalten.

Der Außendienst, der täglich viele Stunden im Auto verbringt und auf sichere Fahrzeuge angewiesen ist, muss auf günstigere Modelle ausweichen.

➡️ Gerade bei langen Strecken ist das nicht nur eine Komfort-, sondern eine Sicherheitsfrage.

➡️ Es entsteht der Eindruck, dass an der falschen Stelle gespart wird – zulasten derjenigen, die täglich unterwegs sind.

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Arbeitgeber-Kommentar

Elena. Maier

Es ist sehr schade, dass Du mit Deiner Arbeitssituation im Außendienst nicht zufrieden warst. Dies entspricht nicht der allgemeinen Erfahrung unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in diesem Bereich.

Ein zentrales Thema in Deiner Bewertung ist die Arbeitsbelastung, insbesondere im Zusammenhang mit Reisen, Tagungen, Messen und Wochenendarbeit. Um hier mehr Transparenz und Fairness zu schaffen, haben wir im Außendienst ein Zeiterfassungssystem eingeführt. Dieses trägt dazu bei, Arbeitszeiten nachvollziehbar zu dokumentieren, Überstunden sichtbar zu machen und eine bessere Grundlage für Planung, Entlastung und Ausgleich zu schaffen. Wichtig ist uns dabei auch zu betonen, dass Wochenendarbeit bei uns nicht stillschweigend vorausgesetzt wird: Einsätze am Wochenende werden entweder vergütet oder durch Freizeitausgleichstage ausgeglichen.

Du sprichst außerdem die Arbeitsbedingungen im Außendienst und insbesondere die Firmenfahrzeuge an. Der Außendienst verbringt viel Zeit im Auto, und wir wissen, dass Sicherheit, Komfort und moderne Ausstattung hier eine große Rolle spielen. Unsere Autoflotte wird regelmäßig überprüft und optimiert, und unseren Außendienstmitarbeitenden steht eine breite Auswahl an Firmenfahrzeugen mit modernen Features zur Verfügung – etwa zeitgemäße Sicherheits- und Assistenzsysteme, komfortable Ausstattung für lange Strecken sowie aktuelle Konnektivitäts- und Techniklösungen.

Ein weiterer zentraler Punkt Deiner Bewertung betrifft Gehalt, Prämien und Wertschätzung. Uns ist bewusst, dass eine faire, nachvollziehbare und spürbare Vergütung entscheidend für Motivation und Bindung ist. Deshalb gibt es bei uns jährliche Gehaltserhöhungsrunden, in denen unter anderem individuelle Leistung, die Entwicklung im Aufgabenbereich und Marktentwicklungen berücksichtigt werden. Parallel dazu arbeiten wir kontinuierlich an der Weiterentwicklung unserer Prämienstrukturen mit dem Ziel, sie transparenter, planbarer und gerechter zu gestalten.

Wir arbeiten ständig daran, unsere Kommunikation zu verbessern und mehr Transparenz für unsere Mitarbeitenden zu erreichen und alle mitzunehmen und zu unterstützen, die uns auf dem Weg begleiten wollen. Mitarbeiter haben daher regelmäßig die Gelegenheit sich mit der Geschäftsleitung in einem lockeren Gespräch auszutauschen und Anliegen vorzubringen. Die Türen stehen bei allen Mitgliedern der Geschäftsleitung offen. Unsere quartalsweisen Business Updates geben zusätzlich einen Überblick über die aktuelle Business Situation und ermöglichen Fragen oder in den Austausch zu gehen.

Wir danken dir für einige wichtige Punkte in Deiner Bewertung und verfolgen diese gerne weiter.

Wir wünschen Dir weiterhin alles Gute und viel Erfolg
Dein Pierre-Fabre Team

Dieser Kommentar bezieht sich auf eine frühere Version der Bewertung.
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Anonym · Sieh, ob’s deinen Kolleg:innen auch so geht.