Potenzial und Missstände im Betriebskollektiv
Verbesserungsvorschläge
Die Planethome Group GmbH ist bestrebt, die vorgegebenen wirtschaftlichen Zielstellungen mit Hilfe engagierter Mitarbeitender umzusetzen. Innerhalb der Arbeitskollektive zeigte sich dabei vielfach ein hohes Maß an Zusammenhalt, gegenseitiger Unterstützung und kollegialer Solidarität. Die Zusammenarbeit unter den Beschäftigten war überwiegend von Verlässlichkeit und dem gemeinsamen Willen geprägt, die gestellten Anforderungen ordnungsgemäß zu erfüllen.
Meine direkte Vorgesetzte nahm ihre Führungsaufgaben vorbildlich wahr. Ihr Umgang war respektvoll, klar und von echter Wertschätzung. Sie förderte Eigenverantwortung, gab Rückhalt und schuf ein Arbeitsklima, in dem Leistung möglich war und kann als Beispiel dafür gelten, wie Leitung im Sinne eines leistungsfähigen Kollektivs gestaltet werden könnte.
In einem Tätigkeitsbereich, der sich in nicht allzu weiter Entfernung zu meinem eigenen Zuständigkeitsbereich befindet, zeigt sich jedoch bis heute ein deutlich anderes Führungsverständnis. Dort wird ein Stil praktiziert, der durch eine besonders strikte Auslegung von Vorgaben und Zielstellungen gekennzeichnet ist. Die tägliche Arbeit erfolgt unter kontinuierlicher Anleitung, engmaschiger Kontrolle und dauerhaft erhöhtem Leistungsdruck. Der Umgangston ist funktional geprägt und lässt nur begrenzten Raum für eigenständige Auffassungen.
Die dort eingesetzten Mitarbeitenden haben sich diesen Bedingungen in bemerkenswertem Maße angepasst. Aufgaben werden ordnungsgemäß, pflichtbewusst und ohne erkennbare Abweichungen von den Vorgaben erfüllt. Persönliche Einschätzungen, kritische Hinweise oder weiterführende Anregungen werden hingegen nur noch in dem Umfang eingebracht, der als unbedenklich eingeschätzt werden kann. Das Arbeitsklima ist nachhaltig von Zurückhaltung, innerer Distanz und der stetigen Orientierung an möglichen Konsequenzen bestimmt. Die so hergestellte Ordnung und Disziplin sichern kurzfristig einen reibungslosen Ablauf, wirken sich jedoch langfristig hemmend auf Motivation, Gesundheit und die Entwicklung des Arbeitskollektivs aus.
Die Unternehmensleitung ist über diese Zustände informiert. Eine spürbare oder nachhaltige Korrektur konnte bislang jedoch nicht festgestellt werden. Der offiziell vertretene Anspruch an Fürsorge und Verantwortung gegenüber den Mitarbeitenden verbleibt damit überwiegend auf deklaratorischer Ebene.
Die materielle Anerkennung der Arbeitsleistung beschränkt sich im Grundgehalt auf das gesetzlich vorgegebene Mindestmaß. Die Provisionsregelungen sind insbesondere im östlichen Wirkungsbereich als unausgewogen zu bewerten, da für kontinuierliche Ergebnisse ein erheblich erhöhter Arbeitseinsatz erforderlich ist. Diese dauerhafte Mehrbelastung führt bei den Beschäftigten nicht selten zu gesundheitlichen Beeinträchtigungen.
Erschwerend kommt hinzu, dass seitens eines Mitglieds der Geschäftsführung zusätzliche Leistungsanforderungen formuliert werden, ohne die bestehenden Belastungen ausreichend zu berücksichtigen. Das notwendige Augenmaß im Umgang mit der Belastbarkeit der Arbeitskräfte ist hier nur eingeschränkt erkennbar.
Die Planethome Group GmbH verfügt über engagierte Mitarbeitende und funktionierende Arbeitskollektive. Gleichzeitig besteht ein erheblicher und fortbestehender Entwicklungsbedarf in Bezug auf Führungskultur, Vergütungsstruktur und die praktische Umsetzung von Fürsorge.


