Ihr Unternehmen?

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GmbH
Bewertung

Ihr Unternehmen?

Früher ein tolles Unternehmen, heute prägen Misstrauen, fehlende Wertschätzung und Angst vor offener Kritik den Arbeits

1,5
Nicht empfohlen
Ex-Angestellte/r oder Arbeiter/inHat bis 2025 im Bereich Marketing / Produktmanagement in Hamburg gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

- Benefits wie Home Office

Arbeitsatmosphäre

Seit dem Wechsel der Geschäftsführung hat sich die Arbeitsatmosphäre aus meiner Sicht erheblich verschlechtert. Was zuvor ein angenehmes und kollegiales Arbeitsumfeld war, entwickelte sich zunehmend zu einer Atmosphäre, die von Misstrauen, Unsicherheit und persönlichen Spannungen geprägt war.

Besonders irritierend empfand ich den Umgangston innerhalb der Führungsebene. Es kam wiederholt vor, dass sich Mitglieder der Geschäftsführung gegenüber Mitarbeitenden abwertend über andere Beschäftigte äußerten. Dabei wurden teilweise auch persönliche und körperliche Merkmale kommentiert, was ich als Bodyshaming wahrgenommen habe.

Besonders befremdlich war für mich, dass Mitglieder der Geschäftsführung gegenüber Mitarbeitenden teilweise sogar abfällig übereinander sprachen. Dadurch wurden Beschäftigte aus meiner Sicht unnötig in persönliche Konflikte der Führungsebene hineingezogen.

Statt einer professionellen und respektvollen Unternehmenskultur entstand bei mir zunehmend der Eindruck, dass persönliche Sympathien und interne Konflikte einen größeren Stellenwert einnahmen als eine konstruktive Zusammenarbeit.

Work-Life-Balance

Die Work-Life-Balance litt aus meiner Sicht erheblich unter mangelnder Planung und Kommunikation seitens der Geschäftsführung. Es kam wiederholt vor, dass wichtige Deadlines von der Führungsebene nicht rechtzeitig kommuniziert oder offenbar zu spät berücksichtigt wurden.

Die Konsequenzen musste dann das Team tragen. Kurzfristig wurde erwartet, dass Mitarbeitende Überstunden leisten, um Versäumnisse in der Planung auf Führungsebene auszugleichen.

Besonders frustrierend war dabei, dass der zusätzliche Zeitdruck häufig vermeidbar gewesen wäre, wenn Aufgaben und Fristen frühzeitig und transparent kommuniziert worden wären.

Statt vorausschauender Planung wurde Flexibilität von den Mitarbeitenden erwartet, während die Verantwortung für organisatorische Versäumnisse aus meiner Sicht nicht ausreichend von der Führungsebene übernommen wurde.

Eine gesunde Work-Life-Balance setzt für mich voraus, dass die Freizeit der Mitarbeitenden respektiert wird und Überstunden nicht zur regelmäßigen Lösung vermeidbarer Planungsprobleme werden. Genau das habe ich zunehmend vermisst.

Kollegenzusammenhalt

Der Zusammenhalt unter den Kolleginnen und Kollegen war grundsätzlich gut. Allerdings wurde das Vertrauen innerhalb des Unternehmens durch den Umgang mit vertraulichen Informationen zunehmend belastet. Wenn persönliche Gespräche ohne Wissen der Betroffenen aufgezeichnet und weitergegeben werden, entsteht ein Klima der Unsicherheit, in dem man sich zweimal überlegt, wem man sich anvertrauen kann. Früher war der Zusammenhalt sehr sehr stark bis es eben zur Manipulation kam.

Vorgesetztenverhalten

Besonders erschreckend empfand ich den Umgang mit vertraulichen Gesprächen. Nachdem ich mich einem Mitglied der Geschäftsführung anvertraut hatte, erfuhr ich, dass unser Gespräch ohne mein Wissen aufgezeichnet und an die andere Geschäftsführung weitergegeben worden war.

Darüber hinaus entstand bei mir der Eindruck, dass die Aufnahme nachträglich mithilfe künstlicher Intelligenz bearbeitet worden war. In der mir bekannten Fassung waren Aussagen enthalten, die ich nach meiner Erinnerung so nicht getätigt hatte.

Dieser Vorfall hat mein Vertrauen in die Geschäftsführung nachhaltig erschüttert. Gerade wenn Mitarbeitende versuchen, Missstände offen und konstruktiv anzusprechen, sollten sie sich auf Vertraulichkeit und einen respektvollen Umgang verlassen können.

Arbeitsbedingungen

Die Arbeitsbedingungen haben sich im Laufe der Zeit erheblich verschlechtert. Fehlende Strukturen, unklare Verantwortlichkeiten und die zunehmende Verlagerung von Führungsaufgaben auf das Team führten zu einer unnötig hohen Arbeitsbelastung.

Was ich besonders bedenklich finde, ist der Umgang mit kritischen Stimmen. Aus meiner Erfahrung entstand zunehmend eine Atmosphäre, in der man sich gut überlegen musste, ob man Missstände offen anspricht.

Ich hatte den Eindruck, dass kritische Äußerungen nicht als Möglichkeit zur Verbesserung verstanden wurden, sondern teilweise persönliche Konsequenzen nach sich zogen. Auch der Umgang mit ehemaligen Mitarbeitenden und die Sorge vor rechtlichen Auseinandersetzungen oder negativen Äußerungen gegenüber anderen Agenturen trugen aus meiner Sicht zu diesem Klima bei.

Meiner Wahrnehmung nach trauen sich deshalb viele Mitarbeitende und ehemalige Beschäftigte nicht, ihre Erfahrungen offen zu teilen oder eine ehrliche Bewertung abzugeben.

Ich finde das besonders schade, denn eine gesunde Unternehmenskultur sollte konstruktive Kritik ermöglichen, statt bei Mitarbeitenden die Sorge auszulösen, dass ihnen ihre Offenheit später zum Nachteil werden.

Kommunikation

Offene, ehrliche und transparente Kommunikation habe ich in diesem Unternehmen häufig vermisst. Statt Probleme direkt mit den betroffenen Personen zu besprechen, wurde aus meiner Sicht viel hinter dem Rücken anderer kommuniziert.

Informationen und persönliche Aussagen wurden teilweise weitergetragen, wodurch Misstrauen entstand. Besonders problematisch fand ich, dass die Grenzen zwischen persönlichen Konflikten und professioneller Zusammenarbeit immer wieder verschwammen.

Konstruktive Kritik und ein respektvoller Austausch sollten selbstverständlich sein. Meine Erfahrung war jedoch, dass man häufig nicht wusste, was tatsächlich hinter verschlossenen Türen besprochen wurde.

Gehalt/Benefits

Beim Thema Gehalt hatte ich leider häufig das Gefühl, um jede Kleinigkeit kämpfen zu müssen. Selbst bei berechtigten Anliegen oder nachvollziehbaren Gehaltsvorstellungen waren aus meiner Sicht langwierige Diskussionen notwendig.

Anstatt gute Leistungen und zusätzlich übernommene Verantwortung angemessen anzuerkennen, musste man sich vieles regelrecht erkämpfen. Besonders enttäuschend fand ich, dass vom Team einerseits viel Flexibilität, Engagement und die Übernahme zusätzlicher Aufgaben erwartet wurden, andererseits aber wenig Bereitschaft erkennbar war, dies auch finanziell wertzuschätzen.

Mein Eindruck war, dass zusätzliche Leistung als selbstverständlich angesehen wurde, während man um eine angemessene Anerkennung immer wieder kämpfen musste.


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Anonym · Sieh, ob’s deinen Kolleg:innen auch so geht.