Tolle Aufgaben, aber eine Führungskultur, die den Arbeitsalltag zur Belastung macht
Arbeitsatmosphäre
Wertschätzung durch die Führungsebene war praktisch nicht vorhanden. Egal, wie viel geleistet oder für das Unternehmen und die Kunden aufgefangen wurde – Anerkennung oder ein einfaches „Danke“ blieben aus. Selbst nachdem dies angesprochen wurde, wurden Leistungen häufig relativiert oder so dargestellt, als hätte man eigentlich keinen guten Job gemacht. Besonders frustrierend, wenn man gleichzeitig Kunden gerettet und zum Bleiben bewegt hat.
Work-Life-Balance
Durch fehlende bzw. nicht durchdachte Kapazitätenplanung kam es regelmäßig zu Überstunden. In einem Zeitraum von nur zwei Monaten haben sich bei mir über 70 Überstunden angesammelt, ohne entsprechende Wertschätzung für den Einsatz. Positiv hervorzuheben ist allerdings, dass die Überstunden flexibel entweder als Freizeitausgleich genommen oder ausbezahlt werden konnten.
Kollegenzusammenhalt
Zwar haben sich unter Kollegen durchaus Freundschaften entwickelt, dennoch war das Vertrauen begrenzt. Ständig wurde von „wir sind wie eine Familie“ gesprochen – was ich persönlich überhaupt nicht so erlebt habe. Sobald man offen seine Meinung äußerte oder Kritik ansprach, konnte man schnell auf der „Abschussliste“ landen und bekam den Arbeitsalltag zusätzlich erschwert. Für mich hatte das wenig mit einem professionellen Miteinander zu tun.
Vorgesetztenverhalten
Absolut unprofessionell. Man wurde regelmäßig mitten im Satz unterbrochen, selbst nachdem dies mehrfach angesprochen wurde. Es kam zudem vor, dass ich und andere Kolleginnen angeschrien wurden und in einer Situation sogar Stühle flogen. Kritikfähigkeit und ein respektvoller Umgang auf Führungsebene waren für mich kaum erkennbar. Insgesamt ein sehr unprofessionelles und teilweise kindisch wirkendes Führungsverhalten.
Kommunikation
Offene und transparente Kommunikation war kaum möglich. Stattdessen wurde viel hinter dem Rücken geredet und der Flurfunk war an der Tagesordnung – überwiegend in negativer Form. Wer seine Meinung offen geäußert oder kritisch hinterfragt hat, musste schnell mit Gegenwind rechnen. Ich hatte häufig das Gefühl, dass anschließend gezielt gegen einen gearbeitet und Situationen zu den eigenen Ungunsten dargestellt wurden.
Interessante Aufgaben
Die Arbeit mit den Kunden hat mir sehr viel Spaß gemacht und war abwechslungsreich, da die Aufgaben und Fälle sehr individuell waren. Dadurch konnte man sich in vielen unterschiedlichen Bereichen weiterentwickeln – allerdings eigenständig.