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Bewertung

Unfaire Behandlung,mangelnde Wertschätzung,chaotische Arbeitsumstände und hohe Arbeitslast,leider eine sehr negative Erf

1,5
Nicht empfohlen
Ex-Angestellte/r oder Arbeiter/inHat bis 2024 bei plenum Management Consulting GmbH in Frankfurt am Main gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

Positiv hervorheben kann ich vor allem die allgemeinen Weiterbildungsangebote (z. B. Projektmanagement-Zertifizierungen, Udemy). Außerdem konnte ich von einzelnen sehr kollegialen Kolleg:innen fachlich und im Arbeitsalltag lernen. Darüber hinaus habe ich wenig positive Aspekte erlebt.

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

ch habe die Unternehmenskultur als stark hierarchisch und wenig unterstützend erlebt. Mein Eindruck war, dass informelle Netzwerke und interne Kreise spürbaren Einfluss darauf haben, wie schnell Vertrauen entsteht, wer sichtbare Chancen bekommt und wie mit Mitarbeitenden umgegangen wird.
Bereits sehr früh wurde ich in ein anspruchsvolles Projektumfeld mit hoher Erwartungshaltung eingesetzt, ohne ausreichende Einarbeitung und ohne ausreichenden Schutz bzw. aktives Konfliktmanagement durch die Führung. Das hat für mich zu einem schwierigen Start geführt.
Inhaltlich entsprachen die Projekte im Bereich Energie/Mobilität nicht meinen Erwartungen: Zwar kamen Kund:innen aus der Branche, die Aufgaben waren jedoch häufig allgemeine betriebswirtschaftliche Themen. Die Projektvergabe wirkte auf mich nicht durchgängig transparent. Insgesamt lag der Fokus sehr stark auf fakturierbaren Tagen/Auslastung, teilweise auch auf mehreren parallelen Themen, während fachliche Entwicklung oder Weiterbildung in ruhigeren Phasen aus meiner Sicht nicht aktiv gefördert wurde.
Zusätzlich wurden neben Projektarbeit interne Aufgaben erwartet (z. B. Datenpflege/organisatorische Themen), was bei hoher Auslastung zu zusätzlichem Druck geführt hat. In Projekten fühlte ich mich häufig eher allein verantwortlich, Unterstützung war aufgrund hoher Auslastung anderer oft begrenzt.
Auch die Arbeitsbedingungen im Büro waren aus meiner Sicht nicht zeitgemäß (z. B. fehlende externe Monitore/Docking/Tastatur/Maus, überwiegend Großraumbüro mit hohem Lärmpegel und wenig Rückzugsmöglichkeiten).
Grenzen zwischen Arbeitszeit und Freizeit waren für mich ebenfalls wenig klar: Es kam vor, dass spätabends Aufgaben oder E-Mails verschickt wurden, mit der Erwartung, am nächsten Morgen lieferfähig zu sein.
In Summe würde ich den Arbeitgeber aufgrund der Kombination aus Kultur, hoher Belastung, begrenzter Unterstützung, wenig transparenter Entwicklungsperspektive und unattraktiven Rahmenbedingungen nicht weiterempfehlen.

Verbesserungsvorschläge

1) Transparente Projekt- und Aufgabenvergabe: Klare Kriterien, nachvollziehbare Zuteilung und bessere Berücksichtigung von Kompetenzen sowie Entwicklungszielen.
2) Führung und Feedbackkultur: Verbindliche Standards für wertschätzendes, regelmäßiges Feedback; aktives Konfliktmanagement und Unterstützung durch Vorgesetzte – auch bei Spannungen im Projekt.
3) Realistische Auslastungs- und Zielsysteme: Ziele nicht primär über fakturierbare Tage definieren, sondern Qualität, Teamarbeit und nachhaltige Leistung stärker berücksichtigen.
4) Verlässliche Work-Life-Balance: Grenzen für Erreichbarkeit (z. B. keine Erwartung an späte Abendmails), realistische Planung bei Deadlines und respektvoller Umgang mit Urlaub/Privatterminen.
5) Strukturierte Einarbeitung und fachliche Entwicklung: Klare Onboarding-Pläne, Mentor:innen mit echten Zeitbudgets, sowie fachliche Entwicklungspfade – insbesondere, wenn ein Bereich (z. B. Energie/Mobilität) nach außen als Schwerpunkt kommuniziert wird.
6) Arbeitsbedingungen modernisieren: Voll ausgestattete Arbeitsplätze (Monitore, Docking, Tastatur/Maus), Rückzugsräume für konzentriertes Arbeiten und bessere Rahmenbedingungen im Büro.

Arbeitsatmosphäre

Die Arbeitsatmosphäre habe ich als eher kühl und wenig unterstützend erlebt. Wertschätzung oder positives Feedback habe ich auch bei hoher Einsatzbereitschaft und Überstunden kaum erhalten. Insgesamt war das Klima für mich stärker von Druck und Konkurrenz geprägt als von Vertrauen und Zusammenarbeit.

In regelmäßigen Terminen wurden Auslastung- bzw. fakturierte tage personenbezogen transparent gemacht, was aus meiner Sicht zusätzlich Leistungsdruck erzeugt hat. Kollegiale Unterstützung war oft begrenzt, da viele stark ausgelastet waren - dadurch fühlte ich mich in Projektsituationen häufiger auf mich allein gestellt. Eine offene gelebte Flexibilität bei Arbeitszeiten habe in der Praxis nicht erlebt.

Zusätzlich hatte ich den Eindruck, dass informelle Netzwerke und interne Kreise einen spürbaren Einfluss darauf haben, wie schnell Vertrauen entsteht, Beförderungen und wie Unterstützung im Alltag verteilt wird.

Kommunikation

Die Kommunikation um Unternehmen empfand ich als eher intransparent, wenn es um zukünftige Entwicklungen oder längerfristige Projektperspektiven ging. Zwar wurden grundlegende Projektinformationen sowie aktuelle Ergebnisse und Erfolge mitgeteilt, doch die längerfristige Planung oder die Möglichkeit sich auf neue Themen im Bereich Engere und Mobilität weiterzuentwickeln, wurde eher vage gehalten. Insgesamt wirkte die Kommunikation für mich nicht wirklich darauf ausgerichtet, Mitarbeitende proaktiv und klar zukünftige Entwicklungen vorzubereiten.

Kollegenzusammenhalt

Der Zusammenhalt unter den Kolleginnen und Kollegen war für mich gemischt Es gab einige wenige Kollegen, die sehr hilfsbereit waren und mich im Rahmen ihrer Kapazität unterstützt haben. Allerdings war das eher die Ausnahme. Viele Kolleginnen und Kollegen waren stark ausgelastet und oft nur begrenzt ansprechbar, wenn es um interne Zusammenarbeit oder Rückfragen ging. Häufig wurden Anfragen mit dem Hinweis auf fehlende Kapazität oder dringende Kundentermine beantwortet, was den Austausch und die Zusammenarbeit eher erschwert hat.

Zudem hatte ich den Eindruck, dass die Atmosphäre insgesamt eher kühl und wettbewerbsorientiert war und neue Kolleginnen und Kollegen wurden nicht besonders offen ins Team integriert. Insgesamt wirkte die Zusammenarbeit eher begrenzt und ich habe erlebt, dass einige Kollegen das Unternehmen auch nach relativ kurzer Zeit wieder verlassen haben.

Work-Life-Balance

Meiner Erfahrung mit der Work-Life-Balance in diesem Unternehmen war eher durchwachsen. Bereits in meiner ersten Woche wurde mir von Vorgesetzten signalisiert, ohne dass ich es selbst angesprochen hatte, dass das Nehmen von Urlaub (die mir noch im Jahr gesetzlich zustanden) in der Probezeit nicht gern gesehen sei. Auch flexibel Arbeitszeiten gab es in der Praxis nicht wirklich. Stattdessen gab es Phasen, in denen deutlich über 60 Stunden pro Woche gearbeitet wurde, insbesondere bei Projekt-Deadlines.

Hinzu kam, dass häufig auch spätabends E-Mails oder Aufgaben (teils um 22 Uhr oder später) zugestellt wurden, mit der Erwartung, dass diese am nächsten Morgen bereits erledigt sein sollten.

Auf familiäre Bedürfnisse oder private Termine wurde aus meiner Sicht wenig Rücksicht genommen und es herrschte ein gewisser Druck, jede verfügbare Zeit produktiv im Sinne des Unternehmens einzusetzen.

Vorgesetztenverhalten

Mein Eindruck vom Vorgesetztenverhalten war insgesamt eher hierarchisch und wenig mitarbeiterorientiert. In Konfliktsituationen habe ich nur begrenzt Unterstützung oder aktive Vermittlung erlebt. Insbesondere dann, wenn es Meinungsverschiedenheiten mit Senior Manager:innen und Partner:innen gab. Entscheidungen wirkten in solchen Fällen stark "top-down", auch wenn die Folgen für Mitarbeitende aus meiner Sicht nachteilig waren.

Ziele und Erwartungen habe ich teilweise als wenig realistisch empfunden, vor allem im Zusammenhang mit Auslastung/Bonuslogik: Der Fokus lag stark auf fakturierbaren Tagen, was aus meiner Sicht schnell zu hoher Arbeitsbelastung führen kann.

Bei wichtigen Entscheidungen wurde ich häufig erst informiert, nachdem diese bereits getroffen waren. Hintergründe, Alternative oder eine echte Einbindung in den Entscheidungsprozessen habe ich selten erlebt. Insgesamt wirkte die Führung für mich nicht immer abgestimmt, was zusätzlich Unsicherheiten erzeugt hat.

Interessante Aufgaben

Die Aufgabenverteilung habe ich als nicht durchgängig fair und transparent erlebt. Mein Eindruck war, dass attraktivere Projekte und Aufgaben nicht immer nach klar nachvollziehbaren Kriterien vergeben wurden. Auf die Ausgestaltung des eignen Aufgabengebiets hatte ich in der Praxis nur wenig Einfluss - Vorgehensweise, Methoden, Tools und Prozesse waren häufig stark vorgegeben (durch die Projektleitung) und eigene Vorschläge wurden eher selten aufgegriffen.

Inhaltlich entsprachen die Projekte zudem nicht meinen Erwartungen an den Bereich Energie & Mobilität: Zwar kamen die Kund:innen aus der Branche, die Projektinhalte waren jedoch überwiegend allgemeine betriebswirtschaftliche Themen ohne klaren fachlichen Schwerpunkt in Energie/Mobilität. Das war für mich enttäuschend, da ich mir eine stärkere fachliche Entwicklung in diesem Bereich erhofft hatte.

Auch interne Aufgaben (z.B. Website-/Organisations- oder Datenpflege im SharePoint) habe ich als wenig passend empfunden, insbesondere wenn parallel eine hohe Projektbelastung bestand. Insgesamt fehlten mir dadurch Aufgaben mit erkennbarem Mehrwert für meine fachliche Weiterentwicklung.

Gleichberechtigung

Aus meiner Sicht hatten Frauen grundsätzlich Aufstiegschancen und waren auch in Führungsrolle vertreten. Insgesamt wirkten Frauen in Führungspositionen jedoch weiterhin in Minderheit. zu Wiedereinstieg/Elternzeit kann ich aus eigener Erfahrung wenig sagen.

Umgang mit älteren Kollegen

Aus meiner Sicht waren ältere Kolleg:innen bzw. sehr erfahrene Mitarbeitenden durchaus vertreten, insbesondere auch in Führungspositionen.

Ob langdienende Kolleg:innen geschätzt und weiter gefördert werde, wirkte für mich nicht durchgängig nach transparenten Kriterien. Ich hatte den Eindruck, dass Anerkennung und Entwicklungsmöglichkeiten teilweise stark von der jeweiligen Führungssituation abhängen. Zudem habe ich mitbekommen, dass einige langjährige Kolleg:innen bei ausbleibender Wertschätzung das Unternehmen verlassen haben.

Arbeitsbedingungen

Die Arbeitsbedingungen im Büro habe ich insgesamt als verbesserungswürdig erlebt. Zwar gab es Laptop und Diensthandy, jedoch fehlte aus meiner Sicht eine angemessene Arbeitsplatz-Ausstattung für produktives Arbeiten vor Ort (z. B. externe Monitore, Docking-Station, Tastatur/Maus). Häufig musste ich im Büro ausschließlich am Laptop arbeiten, was auf Dauer unpraktisch war.

Die Arbeitsplätze waren überwiegend im Großraumbüro organisiert. Dadurch empfand ich den Lärmpegel als hoch und konzentriertes Arbeiten war oft nur mit Kopfhörern möglich. Rückzugsräume bzw. separate Bereiche für fokussiertes Arbeiten standen nach meiner Wahrnehmung nur begrenzt zur Verfügung. Auch Belüftung und Raumklima waren aus meiner Sicht nicht optimal.

Zusätzliche Arbeitsmittel wie Whiteboards/Pinwände oder einfache Materialien (z. B. Notizblöcke, Stifte) waren nicht durchgängig verfügbar, was die interne Zusammenarbeit unnötig erschwert hat.

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Ich hatte in meiner Zeit im Unternehmen zu diesem Thema nur wenig Einblick und kann das daher nicht fundiert bewerten.

Gehalt/Benefits

Aus meiner Sicht stand die Vergütung nicht im angemessenen Verhältnis zur Verantwortung und insbesondere zur tatsächlichen Arbeitsbelastung. In Phasen mit hoher Auslastung und vielen Überstunden empfand ich das Gehalt im Marktvergleich als eher niedrig.
Die Gehaltsauszahlung erfolgte pünktlich. Zusätzliche Sozialleistungen/Benefits waren nach meiner Wahrnehmung jedoch sehr begrenzt: Es gab keine nennenswerten Corporate Benefits (z. B. Zuschüsse, Gutscheine, Rabatte oder vergleichbare Zusatzleistungen).

Image

Das externe Image und die interne Wahrnehmung haben aus meiner Sicht nicht vollständig zusammengepasst. Während sich das Unternehmen nach außen professionell positioniert, habe ich intern eine spürbar hohe Fluktuation und eine insgesamt eher kritische Stimmung wahrgenommen.
In Gesprächen mit Kolleg:innen (u. a. in internen Austausch- bzw. Weiterbildungsformaten) hatte ich den Eindruck, dass Themen wie fehlende Wertschätzung, hohe Arbeitsbelastung, begrenzte Entwicklungsperspektiven und eine wenig transparente Projektvergabe das Arbeitgeberimage belasten.
Zusätzlich wirkten die Projektinhalte im Bereich Energie/Mobilität für mich nicht konsistent mit der Außenpositionierung: Zwar kamen Kund:innen aus der Branche, die Aufgaben waren jedoch häufig sehr allgemein gehalten. Auch die parallele Belastung durch interne Aufgaben neben Projektarbeit habe ich als imagebelastend erlebt. Insgesamt wirkte das Auftreten der Führung aus meiner Sicht nicht immer einheitlich, was zusätzlich zur Unsicherheit beigetragen hat.

Karriere/Weiterbildung

Die Karriere- und Entwicklungsperspektiven habe ich als eher intransparent erlebt. Kriterien für den beruflichen Aufstieg waren aus meiner Sicht nicht durchgängig klar nachvollziehbar. Entwicklungsziele wurden zwar besprochen, wirkten aber stark an Auslastungs- bzw. fakturierbaren Tagen orientiert, was ich teilweise als wenig realistisch empfunden habe.
Im Bereich Energie und Mobilität fehlte mir zudem eine erkennbare fachliche Entwicklungslogik (z. B. klare Themenpfade, planbare Einsatzmöglichkeiten oder eine strukturierte Weiterentwicklung). Vorschläge für fachliche Schwerpunkte wurden nach meiner Wahrnehmung nur selten aufgegriffen; häufig bestimmte die aktuelle Projektlage die Themen.
Weiterbildungsangebote waren vorhanden, aber eher begrenzt und überwiegend allgemein (z. B. Projektmanagement-/Methodenformate). Insgesamt habe ich die Möglichkeiten zur gezielten fachlichen und persönlichen Weiterentwicklung als ausbaufähig erlebt.

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Arbeitgeber-Kommentar

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Liebe:r Bewerter:in,

vielen Dank, dass du deine Erfahrungen mit uns teilst. Wir bedauern sehr, dass dein Eindruck aus dem Jahr 2024 an mehreren Stellen nicht dem entspricht, was wir uns als Arbeitgeber vornehmen.
Die von dir angesprochenen Themen – Führung, Onboarding, Transparenz, Belastung und Projektvergabe – haben wir in den letzten Monaten aktiv weiterentwickelt. Konkret gehören dazu:

• ein strukturierteres Onboarding mit festen Ansprechpartner:innen
• regelmäßige Feedback Formate und klarere Führungsleitlinien
• modernisierte Arbeitsumgebung und IT Ausstattung
• definierte Regeln zur Erreichbarkeit und Auslastung
• weiter ausgebaute Lern und Entwicklungspfade in den Fachbereichen

Gleichzeitig nehmen wir deine Rückmeldungen sehr ernst. Besonders die beschriebenen Herausforderungen beim Einstieg und die wahrgenommene fehlende Unterstützung entsprechen nicht unserem Anspruch an Zusammenarbeit.

Wir freuen uns, dass du die fachliche Weiterbildung und den Austausch positiv erlebt hast – darauf bauen wir weiter auf.

Vielen Dank für deine Offenheit. Dein Feedback hilft uns, uns kontinuierlich zu verbessern. Wir wünschen dir auf deinem weiteren Weg alles Gute.

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Anonym · Sieh, ob’s deinen Kolleg:innen auch so geht.