Ihr Unternehmen?

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PLUSpoint 
HR
Bewertung

Ihr Unternehmen?

Ich kann nicht glauben, dass ich es so lange ausgehalten habe.

1,5
Nicht empfohlen
Ex-FührungskraftHat bis 2025 im Bereich Vertrieb / Verkauf bei PLUSpoint HR in Schweinfurt gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

Die meisten der Kolleg:innen und die ergonomischen Arbeitsplätze.

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

Das ich an dieser Bewertung ständig etwas Ändern muss, weil sie ständig gemeldet wird ... get a grip! + Alles was ich oben ausführlich beschrieben habe.
Ich möchte allerdings noch ergänzen, dass der Umgang von Führungskräften mit den untergebenen Mitarbeitenden meiner Meinung nach fragwürdig ist. Dadurch kam es zu Konversationen zwischen Führungskräften und Mitarbeitenden, die ich mit erleben musste, die mich als Emphatischen Menschen sehr belastet haben.
Zudem finde ich es besonders Schade, dass ein Arbeitgeber, der Produkte und Dienstleistungen für Personalabteilungen anbietet einen solche Umgang mit seinen Mitarbeitenden pflegt.

Verbesserungsvorschläge

Ein zwar radikaler aber meiner Meinung nach nötiger Schritt wäre es die Geschäftsführung zu wechseln. Kritik, auch wenn sie nach der Beendigung des Arbeitsverhältnisses geäußert wird, sollte ernstgenommen werden.

Arbeitsatmosphäre

Beziehungen zwischen den Kolleg:innen waren ok bis sehr gut, was eigentlich für eine gute Atmosphäre sorgt. Diese wurde allerdings durch einen nach meinem Dafürhalten unpassenden Führungsstil stark geschädigt.
Motivation in diesem Unternehmen passiert mMn vor allem durch die emotionale Ansprache des Altruismus der Mitarbeitenden. Dies führt meiner Erfahrung nach dazu, dass Mitarbeitende über ihre Grenzen hinausgehen und mehr Leisten als die Vertraglich zugestimmt haben zu tun. Anreize, mit denen Unternehmen typischerweise ihre Mitarbeitenden Motivieren, gibt es wenige. In meinem Fall führte dies zu einer Erhöhten Stressbelastung, auch einige Kolleginnen berichteten mir im privaten Gesprächen, dass es Ihnen genau so ergehe. Das Unternehmen sollte unbedingt versuchen im Markt proaktiv zu agierten. Ständiges reaktives verhalten hat bei mir persönlich zu Unzufriedenheit geführt. Den dies führt zu einer schlechten Arbeitsatmosphäre, bei der niemand so wirklich weis wo es hingeht und was Sache ist.

Image

Das Image der Firma ist besonders bei ausgeschiedenen Personen schlecht. Ich habe allerdings das Gefühl, dass das Image auch bei einigen Mitarbeitenden schlecht ist, die dort noch beschäftigt sind, auch wenn diese das natürlich nicht so deutlich zugeben können. Wie man an meinen Ausführungen oben erkennen kann, stimmt dieses Image mit meinen Erfahrungen überein.

Work-Life-Balance

Flexibilität wird viel angepriesen. Aber an Tagen, an denen man einen Arzttermin hat Urlaub oder Überstunden frei zu bekommen ist für mich Normal und kein Zeichen von Flexibilität. Ansonsten gibt es meines Erachtens da nicht viel. Meiner Erfahrung nach war die Einteilung der Arbeitszeit nicht flexibel. Meist werden meiner Erfahrung nach Arbeitszeiten häufig nur verschoben, wenn es für das Unternehmen passend ist. In diesen Fällen wird von Mitarbeitenden entsprechende Flexibilität vorausgesetzt.
Zudem habe ich in der Zeit bevor ich das Unternehmen verlassen habe einige Überstunden angesammelt. Diese werden als normal angesehen. Außerdem ist mir zu Ohren gekommen, dass das bei einigen Kolleg:innen auch der Fall sei.
Aus oben genannten Gründen habe ich Zuhause auch oft über die Arbeit nachgedacht. Dadurch konnte ich meine Freizeit nicht genießen.

Karriere/Weiterbildung

Ich konnte im Unternehmen tatsächlich aufsteigen. Ich hätte mir hierzu eine Schulung oder Mentoring gewünscht.
Weiterbildungen waren eher selten. Ich hatte vor allem Produktbezogene Schulungen. In meiner Zeit in diesem Unternehmen hatte ich aber nur eine Schulung die mich auch persönlich weiter gebracht hat und die mir auch jetzt noch nutzt.

Gehalt/Benefits

Meiner Empfindung nach unterdurchschnittlich.

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Umweltbewusstsein ist vorhanden, wenn es um Papierverbrauch o. Ä. geht.
Leider sind mir allerdings keine großartigen Maßnahmen zum Umweltschutz bekannt, die das Unternehmen trifft. Eines der Produkte, welches das Unternehmen vertreibt, wird als gut für den Umweltschutz vermarktet. Ich kann allerdings nicht einschätzen wie gut dieses Produkt tatsächlich für die Umwelt ist. Es handelt sich um ein Produkt im Bereich Digitalisierung, welches Papier einsparen soll, was es tatsächlich tut. Es ist mir allerdings nicht bekannt wie viele Ressourcen durch die beanspruchten Server etc. verbraucht werden.
Das Unternehmen spendet jährlich in der Weihnachtszeit einen gewissen Betrag an ausgewählte Soziale Organisationen. Der Spendenempfänger wird jährlich gewechselt. Dies ist als positiv zu bewerten. Allerdings fängt für mich Sozialbewusstsein bereits im Unternehmen beim Umgang mit den Mitarbeitenden an. Deshalb Punkt Abzug.

Kollegenzusammenhalt

Kommt auf den/die Kolleg:in an. Meiner Einschätzung nach sind 70% der Belegschaft wirklich wundervolle und Vertrauenswürdige Personen. Es ist sehr schade, dass sich diese Zahl im letzten Jahr tendenziell nach unten hin entwickelt hat, da viele top qualifizierte und tolle Menschen das Unternehmen verlassen haben.
Die übrigen 30% sind aus verschiedensten Gründen sehr auf die Stelle im Unternehmen angewiesen. Meiner Meinung nach zeigt sich dies auch im Verhalten der Personen.
Nach Meiner Kündigung habe ich erfahren, dass es Kolleg:innen gab die hinter meinem Rücken schlecht über meine Arbeitsweise gesprochen haben und das aus für mich nicht nachvollziehbaren Gründen. Vielleicht könnte ich es besser verstehen, wenn man mit mir statt über mich gesprochen hätte. Needles to say, meiner Meinung nach sollte man auch bei Kolleg:innen Vorsicht walten lassen.

Umgang mit älteren Kollegen

Ältere Kolleg:innen gab es nur wenige. Ich habe mitbekommen, dass einige zurechtgewiesen wurden, weil ihr Umgang mit der Technik nicht so gut sei, wie gewünscht. Alles weitere müssen betroffene Personen wie oben selbst erörtern.

Vorgesetztenverhalten

Ich könnte ihr so einige Beispiele nennen... aber das würde den Rahmen deutlich sprengen. Ich möchte allerdings anmerken, dass die Geschäftsführung, der ich direkt unterstellt war, meiner Meinung nach nicht Kritikfähig ist. Mitarbeitende müssen Kritik ohne Wiederworte hinnehmen, die teilweise, nach meinem Empfinden, nicht sachlich oder konstruktiv war und oft auf eine persönliche Ebene abgezielt hat. Dabei habe ich das Gefühl, dass sich besagte Person selbst bei sachliche und konstruktiv geäußerter Kritik persönlich sehr angegriffen fühlt und das bekamen Mitarbeitende meiner Meinung nach dann auch zu spüren.
Zudem hatte ich es mir zur Aufgabe gemacht, meine Führungskraft auf negative Verhaltensweisen aufmerksam zu machen. Sie hatte mich sogar darum gebeten sie darauf hinzuweisen, sollte sie sich unpassend verhalten. Dies führte teilweise zu Verhaltensänderungen, die meiner Meinung nach aber nur kurzfristig aufrecht erhalten werden konnten.

Arbeitsbedingungen

Ergonomische Arbeitsplätze wurden gestellt, was als gut zu bewerten ist. Auf die körperlichen Bedürfnisse der Mitarbeitenden wurde also gut eingegangen (Hier würde ich tatsächlich sogar 4 Sterne geben). Allerdings gehört für mich zu den Arbeitsbedingungen auch eine Rücksichtnahme auf die psychische Gesundheit der Mitarbeitenden. Ob diese Rücksichtnahme in diesem Falle ausreichend ist muss jede:r subjektiv beurteilen.

Kommunikation

Unter normalen Umständen ist die Kommunikation als gut zu bewerten. Bei Stress oder heiklen Situationen lässt die Kommunikation meiner Meinung nach allerdings zu wünschen übrig. Mitarbeitende werden dann meiner Erfahrung nach mit einem unpassenden Tonfall angesprochen, teilweise wird sogar die Stimme erhoben. Auch passiv-Aggressive verbale Angriffe habe ich bereits erlebt. Leider kommt dies nach meinem Dafürhalten sehr häufig vor, da die Geschäftsführung sich oft im Stress befindet.

Gleichberechtigung

Es gab Situationen die ich meiner subjektiven Bewertung nach negativ einschätze.

Interessante Aufgaben

Die Aufgaben waren ok bis interessant. Leider hat meiner Meinung nach die klare Abgrenzung von Aufgaben gefehlt. Ich wusste am Ende teilweise nicht mehr wer für was zuständig ist. Auch meine eigene Zuständigkeit war für mich teilweise unklar. Auf meine Nachfrage hin, wie gut ich mich mit bestimmten Thematiken auskennen muss oder ob dies im Zuständigkeitsbereich anderer Abteilungen liegt, erhielt ich nur die Antwort, dass sie das noch nicht wisse.

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Arbeitgeber-Kommentar

Astrid Meyer-HäuplerGeschäftsführerin PLUSpoint HR

Danke für die offenen Worte. Wir nehmen die Punkte ernst und nicht persönlich. Führung ist bei uns kein Megafon, sondern Haltung: respektvoll, klar, reflektiert. Wenn Sie anderes erlebt haben, entspricht das nicht unserem Anspruch.
Über unsere üblichen Kanäle lagen uns diese konkreten Hinweise leider nicht vor. Das Netz ist für vieles großartig, für die Klärung ist der direkte Draht besser. Deshalb, kommen Sie gern in den vertraulichen Dialog mit uns, damit wir Situationen prüfen und ggf. nachschärfen können. Wer Verantwortung getragen hat, weiß Klärung gelingt am besten im Gespräch auf Augenhöhe.
Parallel schärfen wir natürlich weiter nach: Rollen & Zuständigkeiten, Feedback-Routinen, Belastungssteuerung, Weiterbildung sowie klare Leitlinien für Kommunikation in stressigen Phasen.
Nicht jedes Mismatch ist Fehlverhalten, manchmal ist es schlicht kein Fit. Dann ist ein sauberer Abschied fair für beide Seiten. Wir wünschen Ihnen aufrichtig alles Gute.

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Anonym · Sieh, ob’s deinen Kolleg:innen auch so geht.